bildungswissenschaftliches Curriculum

 

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lernen &

lehren:

Aus-,

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berufliche

Bildung

 

 

Hier ist ein Vorschlag für 12 Unterrichtseinheiten (jeweils 1,5 Stunden) zur emisch-systemischen Prozesssteuerung. Die Einheiten sind so strukturiert, dass sie verschiedene Aspekte des emisch-systemischen Ansatzes abdecken und sowohl theoretische als auch praktische Elemente beinhalten.

  1. Unterrichtseinheit 1: Einführung in das emisch-systemische Denken
    1. Inhalte**:
      • Definition und Grundprinzipien des emisch-systemischen Ansatzes.
      • Unterschied zwischen emischer und etischer Perspektive.
    2. Impuls: Die Krise der Wahrnehmung.
    3. Diskussionsrunde: Wie beeinflussen Perspektiven unsere Wahrnehmung von Systemen?
    4. Ziele**: Verständnis der Grundkonzepte und deren Anwendung in verschiedenen Kontexten.
  2. Unterrichtseinheit 2: Die Struktur des emisch-systemischen Prozesses
    1. Inhalte**:
      • Das Universalschema: Vorstellung der Struktur eines komplexen neuronalen Netzwerks.
      • Analyse der Wechselwirkungen zwischen Input, Output und Rahmenbedingungen.
      • Anlass, Habitus, Emik
    2. Ziele**: Verstehen, wie Prozesse im emisch-systemischen Ansatz strukturiert sind.
  3. Unterrichtseinheit 3: Partizipative Methoden im emisch-systemischen Ansatz
    1. Inhalte
      • Einführung in Methoden wie partizipative Beobachtung und Reflexivität.
    2. Praktische Übungen zur Anwendung dieser Methoden.
    3. Ziele**: Förderung von Interaktivität und Engagement in Gruppenprozessen.
  4. Unterrichtseinheit 4: Programming Integration & Rehabilitation
    1. Inhalte**:
      • Diskussion über die Re-Integration von Ex-Kombattanten.
      • Fallstudien zu Integrationsprogrammen.
    2. Ziele**: Verständnis der Herausforderungen und Chancen in Integrationsprozessen.
  5. Unterrichtseinheit 5: Konflikttransformation
    – **Inhalte**:
    – Theoretische Grundlagen der Konflikttransformation.
    – Praktische Ansätze zur Anwendung von Konfliktlösungsstrategien.
    – **Ziele**: Vermittlung von Fähigkeiten zur Konfliktbearbeitung.
  6. Unterrichtseinheit 6: Narrative und Case Studies
    1. Systemix auf dem Weg vom Ist zum Soll
    2. Die Verteidigung der Roten Insel
      • gelebter Widerstand
      • Pots-Blitz
    3. Analyse von Narrativen und deren Einfluss auf soziale Prozesse.
  7. Unterrichtseinheit 7: Methodik der sozialpsychologischen Prozesssteuerung
    – **Inhalte**:
    – Vertiefung in die Methodik der sozialpsychologischen Prozesssteuerung.
    – Reflexion über die Rolle der Sozialpsyche im emisch-systemischen Ansatz.
    – **Ziele**: Erkennen der Bedeutung psychologischer Faktoren in sozialen Systemen.
  8. Unterrichtseinheit 8: Die Rolle von Macht und Ego
    – **Inhalte**:
    – Diskussion über die Konzepte von Macht, Ego und deren Einfluss auf Systeme.
    – Reflexion über persönliche Machtverhältnisse in Gruppen.
    – **Ziele**: Bewusstsein für eigene Positionen und deren Auswirkungen auf Gruppenprozesse.
  9. Unterrichtseinheit 9: Finanzierung und Nachhaltigkeit
    – **Inhalte**:
    – Analyse der finanziellen Aspekte von Projekten im emisch-systemischen Kontext.
    – Diskussion über Resilienz und nachhaltige Entwicklung.
    – **Ziele**: Verständnis der finanziellen Grundlagen und deren Bedeutung für Projekte.
  10. Unterrichtseinheit 10: Kommunikation im emisch-systemischen Prozess
    – **Inhalte**:
    – Bedeutung von Kommunikation in sozialen Systemen.
    – Praktische Übungen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten.
    – **Ziele**: Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in Gruppen.
  11. Unterrichtseinheit 11: Bildung und Erziehung im sozialen Kontext
    – **Inhalte**:
    – Diskussion über die Rolle von Bildung und Erziehung in der Gesellschaft.
    – Analyse von Bildungspolitik und deren Auswirkungen auf soziale Systeme.
    – **Ziele**: Verständnis der Zusammenhänge zwischen Bildung, Erziehung und gesellschaftlicher Entwicklung.
  12. Unterrichtseinheit 12: Reflexion und Ausblick
    – **Inhalte**:
    – Reflexion über die gelernten Inhalte und deren Anwendung im eigenen Leben.
    – Diskussion über zukünftige Entwicklungen im emisch-systemischen Ansatz.
    – **Ziele**: Förderung von kritischem Denken und Ausblick auf die praktische Anwendung des Gelernten.
ah, freedom...
Exklusion, Inklusion,
Integration, Segregation

Diese Struktur bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit den emisch-systemischen Konzepten und deren praktischen Anwendungen in der Integration und Rehabilitation.

P.A.R.ts-pro-toto.de, die Methode der emisch-systemischen Prozesssteuerung.


AEVO

AEVO

   



seid helle

seid helle

@holle, blackbörds

 

  1. Himmel, A___h & Zwirn
  2. VID-20181017-WA0003.mp4


   



stubscrum

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Post #6183

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liveliquid2

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Projektzyklus2

Projektzyklus2



 

Nr.

Visuelle
Darstellung

Text/Ton

Konzept/Anmerkung

0

StilBruch
– Empowern, Begegnen und Verstehen

Storyboard
Kandidatenvideo

Ich
bin

Ich
bin

Ich
bin Michael Ickes

und
ich bewerbe mich um das Direktmandat in Sch
öneberg-Nord

City.

Schöneberg-City.
Von der Grunewaldstraße bis zum KDW.

Ich
bin 49 Jahre als, habe eine Ex-Frau in Malaysia und eine Tochter
in England.

Ich
habe Politikwissenschaften, Ethnologie und Internationale
Beziehungen in Tübingen, Neuseeland und England studiert.

Ich
habe lange Zeit im Ausland, vornehmlich in Asien, gelebt und für
Amnesty International, die OSZE, die Europäische Kommission
sowie den WWF und verschiedene Berater-Firmen gearbeitet, bevor
ich 2009 nach Berlin kam.

Ich
habe eine Eigentumswohnung in Friedenau und baue dort nach wie
vor mein Dachgeschoss aus…

Ich
trat 2009 der Piratenpartei bei und zog für sie 2011 in die BVV.
Dort war ich zeitweise Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des
Ausschusses für Verwaltung, Kommunikation und Information. Der
Hauptausschuss und Stadtentwicklung waren meine liebsten
Ausschüsse, weil sie auf kommunaler Ebene die politisch
bedeutsamsten sind.

Darüber
hinaus suchte und pflegte ich den Kontakt mit den Bürger*innen
und Bürgerinitiativen. Bekannt wurde ich insbesondere durch die
Proteste im sogenannten Celle-Urwald und die Einführung von
Einwohnerversammlungen nach Paragraph 42 des
Bezirksverwaltungsgesetzes.

Seit
2016 bin ich Mitglied der SPD in Friedenau, dort Rechnungsprüfer
und Mitglied der Kreis-AfA.

Direkte
Demokratie ist mir ein besonderes Anliegen, weil sie einerseits
die Kompetenzen der repräsentativen Demokratie mit Nutzer- und
Betroffenenwissen ergänzen kann, und andererseits zur Meinung-
und (sogenannter) „Volks“bildung beiträgt. Ich finde, die
Demokratie muss die Menschen dort abholen, wo sie sind, und um
sie werben. Viele bunte und auch provokante Formate beleben die
Demokratie und tragen zum Ausschluss rechtsextremen und
faschistoiden Gedankenguts bei.

Ein
lokales Anliegen von mir ist der Verbleib von Potse und Drugstore
im Kiez. Die beiden Jugendkollektive sind die ältesten autonomen
Jugendzentren Berlins. Damit erfüllen sie nicht nur eine
wichtige Funktion für jugendliche Randgruppen, sondern sind
tradierter Teil der kulturell bedeutsamen Vielfältigkeit in
diesem Kiez und eines friedlichen Zusammenlebens, auf deren
Erfolg wir alle stolz sein können und sollten.

Denn
natürlich ist Pluralismus und Toleranz auch belastend und
fordert gezielte Aufmerksamkeit und auch finanzielle
Unterstützung, die aufgebracht werden muss. Aber die Integration
von den verschiedensten Kulturen, Subkulturen und Identitäten in
unserem Kiez ist letztlich eine lebenswerte Bereicherung und gibt
uns außerdem die bedeutsame Möglichkeit – aber auch
Verantwortung! – das gesellschaftliche Zusammenleben weit über
den Bezirk und Berlin hinaus, zu prägen.

Seit
einem Jahr bin ich Bezieher des Solidarischen Grundeinkommens,
dessen Einführung ich mich als Politikwissenschaftler
interessiert, als Gewerkschaftler kritisch und als
Versuchskaninchen unruhig freue, begleiten zu dürfen. Ich denke,
dass das Einkommen eines jeden Menschen die gesellschaftliche
Teilhabe und ein Leben ohne Armut ermöglichen muss, und arbeite
gerne mit der SPD weiter daran, das für alle Bevölkerungsgruppen
sicher zu stellen.

Projekttitel

1

Ansprache:
du

2

Ein
Bild sagt mehr als 1000 Worte

3

⭐︎


vielfältige
Perspektiven

Gefühle

Meinungen

Standpunkte

Identitäten

Zwei
unterschiedliche Bilder/Zeichen/Animation + folgende Wörter:

  • Photovoice

  • Vielfältigkeit

  • Perspektiven

  • Gefühlen

  • Alltag

4

Beispiel
mit einem Foto

Teddybär-Bild

Ein
erstes überschaubares leicht verständliches Beispiel
darstellen.

5

2.
Beispiel mit einem Foto (in Bezug auf Corona und den Bezirk)

Fahrrad
(Corona)

Grunewald
(Bezirk)

Bärlauch
(Aktivität)

etwas
trauriges Gefühl zu trösten (Zweck)

Das
zweite Beispiel soll das PhV-Konzept, den Bezug auf den Bezirk
Charlottenburg-Wilmersdorf und eine Corona-Erfahrung darstellen.

6

Deine
Welt + Meine Welt

=
eine vielfältige Welt

(Mehrere
unterschiedliche Fotos werden nach und nach auf dem Bild
erscheinen. Am Ende wird der Bildschirm voll mit den Fotos.)

7

Darstellung
der Ausstellung

8

6
Workshops:

Jeden
zweiten Samstag

12.
Sep. 2020 – 21. Nov. 2020

9

Mehr
Infos und Anmeldung unter

www.gemi-berlin.de

   

6 comments on “bildungswissenschaftliches Curriculum

  • Die nachfolgenden Quellen beschreiben konsistent die Konzeption und Struktur eines **betrieblichen Projektarbeitsplans** im Rahmen einer beruflichen Qualifikation in Deutschland, basierend auf der **Leittextmethode** und einem **Logical Framework (Logframe)**. Der Text dient als Darlegung der Ausbildungssituation vor dem Prüfungsausschuss der IHK AEVO Berlin.

    ### 1. Ausgangssituation und Bildungsauftrag

    Die Präsentation basiert auf der Annahme eines **Auszubildenden im 3. Lehrjahr** zum Kaufmann für Büromanagement bzw. zur Kauffrau für Büromanagement. Dieser Auszubildende hat die Wahlqualifikation **„Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement“** gewählt und soll diese Fertigkeiten durch die Mitwirkung an einem konkreten Projekt erlernen, insbesondere nach dem Grundsatz *learning by doing*.

    Das übergeordnete Ziel des Ausbildungsprojekts besteht darin, **Koordinations- und Organisationsaufgaben** bei der Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten einzuüben. Der Auszubildende soll so in der Lage sein, an Projekten, insbesondere im Veranstaltungsmanagement, **selbstständig mitzuwirken**.

    ### 2. Projektinhalt und Unternehmensziele

    Das Projekt, das als erster konkreter Projektzyklus dient, umfasst **drei Wochen (plus nachgelagerte Prozesse)**. Der konkrete Auftrag an die Projektabteilung ist die **Gestaltung eines Wagens für einen Karnevalsumzug** im Auftrag der Initiative **„Karneval der Alternativen“**.

    Dieser Auftrag dient der **Diversifikation des Betriebs** und wird als „window of opportunity“ betrachtet. Die Geschäftsleitung verspricht sich von dem Auftrag Folgeaufträge und eine Profilierung, während sie den Auszubildenden in die Verantwortung für das neue Aufgabenfeld hineinwachsen sehen möchte. Das Projekt wird zudem zur **Unterstützung einer Initiative gemäß Kategorie I.6. der IHK-Positivliste** genutzt.

    Die **Übergeordneten Ziele** des gesamten Prozesses sind:

    1. Schaffung eines **Beschäftigungs- und Übungsfelds**.
    2. **Aus- (Weiter-)bildung von Projektmitarbeitern (Managers)**, wobei Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Methodenkompetenz vermittelt werden sollen.

    ### 3. Methodik und Zielformulierung

    Die Lösung der Herausforderung in der Projektarbeit ist die Projektarbeit selbst, die dem Auszubildenden die größtmögliche Freiheit gibt, seine individuellen Fähigkeiten einzubringen. Methodisch wird eine Synthese aus **Leittext und Projektarbeit** verwendet.

    Die **Interventionsplanung** identifiziert die Herausforderung darin, dem Auszubildenden die **Diversität in der Lebenswirklichkeit** und die **eigenen kreativen Kapazitäten** bewusst zu machen, diese kreativ, produktiv und öffentlichkeitswirksam zu nutzen und einen Lernerfolg zu vermitteln.

    Der Lernerfolg wird als **dauerhafte Veränderung des Verhaltens** des Auszubildenden durch Erfahrung und Erkenntnis definiert. Ein zentrales methodisches Ziel ist es, dass der Auszubildende zur Erkenntnis gelangt, **von hinten, also von der Deadline her, zu planen**.

    ### 4. Aktivitäten und Zeitplanung (Aktionsplan)

    Der Projektzyklus ist in drei Hauptphasen unterteilt:

    #### 1. Planen (Woche 1)
    Die Planungsphase umfasst die Erstellung der **Projektlogik** (1.1.), der **Aktivitätsplanung** (1.2.), der **Rollenverteilung** (1.3.), der **Materialliste** (1.4.), der **Finanzplanung** (1.5.) sowie des **Aktionsplans** (1.6.).

    #### 2. Umsetzen (Woche 2)
    Diese Phase beinhaltet die praktische Durchführung:

    * **Stakeholder Konsens-Bildung** (2.1.)
    * **Material beschaffen** (2.2.)
    * **Vorlagen erstellen** (2.3.)
    * **Skizzieren / Schablonen erstellen** (2.4.)
    * **Malen** (2.5., geplant für drei Tage in Woche 2)
    * **Arrangieren** (2.6.)
    * **Übergabe** (2.7.)

    #### 3. Monitoring & Evaluierung (M & E)
    Die dritte Phase begleitet das gesamte Projekt und stellt die **Zirkularität von Planung, Durchführung und Dokumentation** sicher. Sie beinhaltet **Track-Keeping** (3.1.), **Wirkungsanalyse** (3.2.), **Kosten-Nutzen-Analyse** (3.3.), **Dokumentation** (3.4.) und **Follow-up** (3.5.).

    ### 5. Kontrolle, Risiken und Indikatoren

    Die Kontrolle des Projekterfolgs wird durch das stufen- und zyklische Vorgehen ermöglicht und formalisiert.

    **Beurteilung:** Die Beurteilung der Ergebnisse erfolgt über:
    1. **Selbsteinschätzung**
    2. **Peer-review**
    3. **Erfolgskontrolle**

    **Indikatoren:** Als Messgrößen für die Aus- und Weiterbildung dienen das **Ausbildungsbuch**, die *performance appraisal* im Verhältnis zur **Ausbildungsordnung**, sowie der **Arbeitsnachweis**. Der Erfolg der Auftragsdurchführung wird anhand des **Stakeholder Konsens** und der **Abnahme und dem Feedback des Auftraggebers** und der Öffentlichkeit gemessen.

    **Risiken und mitigierende Aktionen:**

    * **Risiko:** Projekt fällt nicht unter die Positivliste der IHK / Kategorie. **Mitigation:** Lobbyarbeit, um die Positivliste zu erweitern bzw. Stakeholder (oder Auftrag) zu reinterpretieren.
    * **Risiko:** Demotivation oder Verlust des Arbeitsnachweises. **Mitigation:** Motivationsübungen (Anreize schaffen) und die Verbesserung der Dokumentation.

    Die **Dokumentation** ist besonders wichtig, da eine schlechte Dokumentation (Risiko) oder deren Fehlen im Logframe als Herausforderung identifiziert wird, die den **informierten Fluss des Projekts** gefährdet..

    Reply
  • Du kannst noch so sehr eine Integration in einen Arbeitsmarkt verzeichnen, aber Du wirst nie eine solche hinbekommen, wenn der garnicht existiert. Privatwirtschaftliche Lohnarbeit ist eine deutlich überbewertete Norm der Gesellschaftspolitik

    Reply
  • Konstruktion ¡N
    1 ist nix, 2 was und 3 anders, oder:
    1 ist was, 2 anders und 3 das Ergebnis.
    Subjekt, Prädikat (Strukturfunktionalismus), Objekt (Konstruktivismus)
    4. das Quadrat. Alles andere eitler Quatsch.

    Reply
  • Darum geht’s doch wohl: die Gesellschaft lehren. Das funktioniert fundamental anders als die konventionelle Lehre von Individuen bzw. Altersgruppen. Bildung, der Libero der Utopia-WM, hat einen öffentlichen Auftrag, wie auch Erziehung. Berufsbildung, die Charakter-Formierung, die es erlaubt, eine Berufung zu empfangen, wird vermehrt missbraucht oder instrumentalisiert, um ein Angebot auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen.

    Reply
  • Das Buch „Kampf der Kulturen“ ist die deutsche Übersetzung von Samuel P. Huntingtons Originaltitel „The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order“, veröffentlicht 1996.

    Der deutsche Titel „Kampf der Kulturen“ ist dabei eine leicht interpretierende Übersetzung von „Clash of Civilizations“, was wörtlich eher „Zusammenprall der Zivilisationen“ bedeutet. Inhaltlich sind beide Titel identisch – es handelt sich also nicht um zwei unterschiedliche Werke.

    In dem Buch entwickelt Huntington seine umstrittene These, dass nach dem Kalten Krieg kulturelle und religiöse Unterschiede zunehmend zur Hauptquelle globaler Konflikte werden würden. Dass er darin die Meinung verträte, “dass ein mutikulturelles Land politisch nicht gut organisiert sein könne” (Sead Husic), ist etwas weit interpretiert. Es geht ihm um geopolitische Konfliktlinien, nicht um Innenpolitik.

    Huntingtons Hauptanliegen im „Clash of Civilizations“ ist geopolitisch, nicht primär innenpolitisch. Er argumentiert, dass kulturelle und zivilisatorische Unterschiede – etwa zwischen dem Westen, der islamischen Welt, dem konfuzianischen Osten etc. – im globalen Maßstab die neue Hauptquelle von Konflikten nach dem Kalten Krieg seien.

    Die Aussage, ein multikulturelles Land könne politisch nicht gut organisiert sein, stammt nicht direkt aus diesem Werk, sondern ist eher eine Zuspitzung oder Interpretation einzelner Passagen. In späteren Essays – insbesondere in seinem Artikel „The Hispanic Challenge“ (2004) – äußerte Huntington allerdings sorge über den Zusammenhalt der US-amerikanischen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf immigration-induced cultural fragmentation.

    Kurz: Im „Clash of Civilizations“ geht es um internationale Konflikte zwischen Zivilisationen, nicht primär um multikulturelle Gesellschaften im Innern von Staaten. Innenpolitische Themen greift er an anderer Stelle auf, aber das sollte nicht mit der Kernthese seines bekanntesten Werkes verwechselt werden.

    Huntington argumentiert im Clash of Civilizations (1996) recht deutlich, dass multiethnische oder multikulturelle Staaten strukturell instabil seien, weil sie keine „kohärente zivilisatorische Identität“ hätten.

    Er schreibt sinngemäß (Kapitel 3 und 9), dass Staaten umso stabiler sind,

    „je enger die Grenzen des Staates mit denen einer einzigen Zivilisation oder Kultur zusammenfallen.“

    Er nennt als Gegenbeispiele u. a. Bosnien, die ehemalige Sowjetunion, den Libanon, Nigeria – und beschreibt sie als „torn countries“, also zerrissene Staaten, deren Loyalitäten zwischen mehreren kulturellen Identitäten liegen.

    Das heißt: Seine These enthält eine klare implizite Absage an das multiethnische Staatsprinzip, wie es etwa Jugoslawien oder auch später Bosnien verkörperten. Für Huntington war das kein politisches Versagen, sondern eine „zivilisatorische Unmöglichkeit“.

    Reply

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