Neuer Lehrberuf Integrator_in

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Drucksachen
der Bezirksverordnetenversammlung
Tempelhof-Schöneberg von Berlin
XIX. Wahlperiode

Ursprung: Antrag, BV Ickes
Beratungsfolge:
Datum
Gremium
15.06.2016 Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Antrag
BV Ickes
Drucks. Nr:
xxx/XIX

Neuer Lehrberuf Integrator_in

Die BVV möge beschließen:

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass der neue Lehrberuf Integrator_in geschaffen wird. Der Lehrberuf richtet sich insbesondere aber nicht ausschließlich an nach Deutschland, Berlin und Tempelhof-Schöneberg geflüchtete junge Menschen (zwischen 15 und 25 Jahre) der letzten Monate und an zukünftige Migrant_innen.

Er möge auf die Stärken der Errungenschaft Deutschlands des Dualen Ausbildungssytems bauen und in vier Jahren (ohne Schulabschluss) bzw. drei Jahren zum Integrator_in führen. Die Ausbildung erleichtert den jungen Migrant_innen eine theoretische und praktische Einführung in die deutsche Gesellschaft zu bekommen, eine Qualifikation zu erwerben und eigenständig für ihren Lebensunterhalt aufzukommen.

Ausbildungsinhalte schöpfen aus der Lebenspraxis von Migrant_innen, learning by doing

Der Lehrberuf kommt dem Prinzip Fördern und Fordern nach, insofern es den Migrant_innen abverlangt, ihre aus heterogenen Gesellschaften und gemischten Wohn- und Lebensumständen stammende Erfahrungen in die deutsche Integrationsaufgabe einzubringen.

Das Berufsbild der Integrator_in ist gesamtheitlich ausgelegt, so dass Integrator_innen insbesondere in der Pflege, aber auch dem Handwerk, Aufnahmeeinrichtungen und der öffentlichen Verwaltung zum Einsatz kommen (bzw. Aubildungsplätze in diesen Sektoren eingerichtet werden).

Begründung:
Mit diesem Bechluss möge die Senatorin für Arbeit und Integration, die nun mal aus diesem Bezirk kommt, aber auch Gewerkschaften und das Bundesinstitut für Berufsbildung, aktiv werden, den von dem Berufsbildungsgesetz vorgezeichneten Weg einzuschlagen.

Integration der Gesellschaft ist eine akute Aufgabe, die vermehrt an Bedeutung gewinnen wird.

Mit der Anerkennung des Lehrberufs mögen Sozialarbeiter und Integrationlotsen qualifiziert und aufgewertet werden.

Dauer der Ausbildung: Zwei bis dreieinhalb Jahre.
1. Bezeichnung des Ausbildungsberufes, der anerkannt wird.
2. Berufsbild: Hierbei handelt es sich um einen Überblick über die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erworben werden.
3. Ausbildungsrahmenplan: Dies ist eine nähere Beschreibung des Berufsbilds und ein zeitlicher Ablauf.
4. Prüfungsanforderungen: Inhalte der Zwischen- und Abschluss- bzw. Gesellenprüfung.
5. Zusatzqualifikationen: Darüber hinaus können noch weitere Inhalte geregelt werden wie z. B. diverse Zusatzqualifikationen oder die Pflicht zur Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen in Überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Auch das Führen eines Berichtsheftes kann in der AO festgelegt sein.

BV Ickes,

6.06.2016

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