1. Passionsandacht 18.02.2026
im Gemeindesaal Nathanael /Winterkirche – 19:00 Uhr –
Gruppe: Spontaninitiative (Ickes/Baumann)
1. musikalische Einführung
2. Begrüßung – Vorstellung der Celebranten
3. Liturgie
4. Lesung
5. Auslegung
Passion – die Erklärung zum Wort nach dem Duden lautet:
1. a). Leidenschaft, leidenschaftliche Hingabe
b). Vorliebe, Liebhaberei
2. a) das Leiden und die Leidensgeschichte Jesu Christi
b) die Darstellung der Leidensgeschichte Jesu Christ in der bildenden Kunst, die Vertonung der Leidensgeschichte Jesu Christ als Chorwerk.
nach dem Herkunftswörterbuch wird man belehrt:
(NOCH ZU ERGÄNZEN)
nach der Neukirchener Kinderbibel/Erw. Katechismus:
(NOCH ZU ERGÄNZEN)
Nach meinen Gedanken ist Passion da oder dort, wo man möglichst nicht hingeht.
Am Ort der Passion ist es unangenehm, weil es riecht und stinkt, dort zu sein kostet Kraft
– etwa so, wie in Pflegeheimen oder in der Winterhilfe der Berliner Stadtmission.
Am Ort der Passion ist es unangenehm, weil es laut ist und die Erde bebt, es bestehen keine Möglichkeiten den Alltag oder das Leben überhaupt zu gestalten
– etwa so, wie in den Kriegs- und Krisengebieten auf der Erde.
Am Ort der Passion ist es unangenehm, die grundlegenden Lebensbedürfnisse, wie Essen, Schlaf, Wärme, Abkühlung oder Obdach können nicht befriedigt werden,
– etwa so wie in den aktuellen Krisen- oder Fluchtgebieten auf der Erde.
Am Ort der Passion ist es unangenehm, weil das Gegenüber unberechenbar und unverlässlich ist, viele eigene innere Spannungen hat und dies für den Alltag viel Kraft kostet,
– etwa so, wie es im Umgang mit Suchtkranken und Menschen mit psychischen Einschränkungen oder im Justizvollzug erforderlich ist.
Am Ort der Passion ist es unangenehm, weil es freud-, inhalts- und hoffnungslos ist,
– etwa so, wie es für vereinsamte oder auch sterbenskranke Menschen in unserer Stadt und für Menschen in Kriegs- und Krisengebieten ist.
Die beschriebenen Situationen und Gegebenheiten, sind so lebensfeindlich, dass ein Mensch, wie der Homo Sapiens einer ist, dort eigentlich instinktiv nicht hingeht. Dem eigenen Dasein droht am Ort der Passion eine gewaltige Einschränkung oder sogar die Zerstörung.
Vor dem Ort der Passion flieht man am besten
(rhetorische Pause)
wenn man fliehen kann!
Wer von diesem lebensfeindlichen Ort nicht fliehen kann, entwickelt nach Aussagen der Wissenschaft beispielsweise folgende Eigenschaften:
ökologische Reaktion → (noch offen)
biologische Reaktion →
psychische Reaktion →
soziologische Reaktion →
philosophische Reaktion →
theologische Reaktion →
Das Leben ist zäh, es hat die Tendenz bleiben zu wollen, wer Sterbeprozesse begleitet, kann davon berührt sein, wie stark, die Kraft am Leben bleiben wollen (oder zu müssen) sein kann.
Weil ich mich dem Menschen Jesus als „Menschin“ verbunden fühle, denke ich, dass er all diese menschlichen Qualen, physisch durchlebt hat.
Dem Menschen Jesus möchte ich sagen:
Du, an den Ort der Passion geht man nicht (!) und schon gar nicht, wenn man wählen könnte.
Darauf würde der Mensch Jesus vermutlich antworten:
etwas anderes erwarte ich von dir gar nicht, denn Gott der Vater hat dich zunächst zum Leben auf der Erde erschaffen.
Weiter würde er vermutlich sagen:
Genau das eint uns Menschen, wir wollen es angenehm und zweckmäßig bequem haben, damit das Leben leben kann und die Vitalfunktionen eingesetzt werden.
Aber denke weiter, würde er sagen, jeder hat mit diesen Vitalfunktionen verschiedene Aufgaben auf der Erde zu erfüllen. Wir würden sagen die Aufgaben werden uns von Gott präsentiert; einfach und ohne den Vater einzubeziehen könnte man sagen „schmeißt einem das Leben vor die Füße“.
Meine Aufgabe war unter anderem Karfreitag
– kümmere du dich um deine Aufgaben.
6. Lied
7. Fürbitten – Vater unser
V1: Die Welt ist gebeutelt von Unfriede und Gewalt.
V2: Wir bitten dich um Funken des Mutes, Wege des Friedens zu suchen und
miteinander zu gehen.
V1: Das Leben in den Kriegsgebieten ist vielfach bedroht.
V2: Wir bitte um deinen Segen für alle Hilfsorganisationen, die sich in
Konfliktgebieten engagieren.
V1: Der Klimawandel zeigt uns, dass wir Menschen Vertrautes sein lassen müssen, weil es allen Schaden zufügt. Menschen, die darauf hinweisen oder anders handeln als die Mehrheit werden oft abgewertet, belächelt oder erscheinen nicht normal.
V2: Ermutige kleine Gesten des Neubeginns, die den Unterschied machen.
V1: Unserer Gesellschaft droht die Spaltung, viele Zeitgenossen sind übersättigt und wirken abgestumpft gegenüber denen, die unter den Zuständen am meisten leiden.
V2: Schenke uns deinen Geist. Lass uns deine Weisheit hören und zeige uns Wege aus der Enge.
Gemeinsam beten wir:
Vater unser, der du bist im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auch auf der Eden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Übel,
denn dein ist das Reich und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
8. Bitte um den Segen – mit einem Lied
9. Verabschiedung, Hinweis auf Folgeveranstaltungen, Sammelzweck
10. Musik
ist laut und unwirtlich – etwa so wie in einem Kriegsgeschehen.



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