Flucht in die kommunalen Entwicklungszusammenarbeit

(waz: Flüchtlinge in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit)

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4 comments on “Flucht in die kommunalen Entwicklungszusammenarbeit

  • Eine Migrationpolitik misst sich an SDG10.7, insbesondere Migration in den (internationalen) Arbeitsmarkt. Humanitäre (auch klimabedingte) Migrationsbewegungen, individuell wie global, bleiben dabei zynistisch selbstgerecht unberücksichtigt.

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  • Die Flucht in die kommunale Entwicklungszusammenarbeit
    ist kein Aufbruch –
    es ist ein Rückzug.
    Ein Rückzug aus dem Lärm
    des zirkulierenden Kapitals,
    der multilateralen Beliebigkeit,
    der immer lächelnden Weltmarkt-Mission.

    Es ist die stille Kapitulation
    vor dem Globalismus,
    verkleidet als „Projektförderung“.
    Man rettet, was zu retten ist:
    ein Brunnen hier,
    eine Schule dort,
    ein Gewissen irgendwo dazwischen.

    Das globale Dorf war eine Lüge –
    denn Dörfer sind eng,
    sind tratschend,
    sind stolz auf ihr Nichts.
    Sie wählen mit Stallgeruch
    und feiern jedes Ortsschild
    wie eine Fahne.
    Die Welt als Dorf?
    Dann lieber Stadt. Oder Steppe.

    Doch jetzt kehren sie zurück:
    die Junker der neuen Moral.
    Nicht mehr mit Peitsche und Pachtvertrag,
    sondern mit Projektsteckbrief und „Impact Assessment“.
    Sie treten auf als Weltenretter,
    doch sprechen wie Gemeinderäte.
    Sie bringen keine Revolution,
    sie bringen Vereinsmeierei.

    Die kommunale Entwicklungshilfe
    ist die Rache der Kleinräumigkeit.
    Sie kolonisiert nicht mehr Länder,
    sondern Bedeutungen.
    Sie ersetzt Solidarität durch
    Förderfähigkeit, und das Politische durch
    das Papiertaugliche.

    Man flieht vor dem Weltmarkt
    und fällt in die Arme
    der lokalpatriotischen Selbsthilfegruppe.
    Ein Herz für Togo,
    aber nur, wenn der Bürgermeister
    zustimmt und der Flyer fertig ist.

    So frisst sich der Fluch der Einen Welt
    zurück in die Gemeindekasse.
    Und wer nicht mitmacht,
    wird disqualifiziert
    vom Ethos der Provinz.

    Denn wenn alles Welt war,
    wird selbst das Kaff zur Festung.

    Und der Junker?
    Er hat seinen Saal längst wieder –
    nur dass heute statt Erntefest
    „Nord-Süd-Forum“ draufsteht.

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