Friedensmarsch

Peacewalk

Ab jetzt geht es hier um den Peacewalk, der im kommenden Jahr von der spanisch-portugisischen Grenze nach Jerusalem ziehen möchte. Er ist ein Brainchild von Rikko, der ihn als kollektive Pilgerreise zum gemeinsamen Lernen des Friedens beschreibt.

Liebe Leute,

leider muss ich für die nächsten Tage alle meine Verpflichtungen absagen, denn ich gehe auf einen Friedensmarsch:

Aktuelle Ereignisse ernötigen mich zu diesem Schritt. Ich kann nicht meinem geplanten Wochenablauf nachkommen, wenn die Eskalation der Gewalt mit der Kriegserklärung der beiden Nationalstaaten, Iran und Israel, eine derartige Größe erreicht hat.

Walkpeace.org sind Freunde, die ich von meinen Aktivitäten in Bosnien mit transiting Migrant_innen her kenne. Deren Walk of Shame vom 18.-24.10. bleibt davon unangetastet, sowie meine Teilnahme am Bundesnetzwerktreffen von Engagement Global vom 8.-10.10. in Mainz und die Friedensdemo morgen 12:30 am Brandenburger Tor mit Michael Müller als Erstunterzeichner und Ralf Stegner als Redner.

https://nie-wieder-krieg.org/nein-zu-krieg-und-hochruestung/

Herzliche Grüße,

Michael Ickes

33 comments on “Friedensmarsch

  • wenn der Peacewalk (nur) die Plattform bildet, für nationale Bewegungen und Initiativen, dann sind diese das Ziel. Sie sollen Frieden lernen. – Nicht ganz: In Deutschland braucht die Friedensbewegung von Ostermärschen bis kritischen Aktionäre neuen Wind. Sie muss nicht Frieden lernen, sondern Frieden schaffen! – Durch eine Pilgerreise?

    Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. – Das ist das Beispiel Franko Starcevics.

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  • Liebe Ruth,

    Herzlichen Dank für Deinen lieben Grüße ß und alles Gute nachträglich zu Deinem Geburtstag! Jetzt hast Du ein weiteres Jahr über die Runden gebracht und ich fast schon den schrecklichen November. Ging dieses Jahr ausgesprochen überraschend gut. Die Reise in der ersten Hälfte hat ihn schön verkürzt.

    Du spiegelst mir die Bewunderung für die Persistenz wider, die ich bei Dir beobachte

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  • Ich halte die Persönlichkeit einer Pilgerreise und die Gemeinschaft eines Kollektivs normativ ausschließlich

    Das ist eine spannende These — du stellst also die Individualität der Pilgerreise gegen die Gemeinschaftlichkeit des Kollektivs, und zwar normativ exklusiv: Entweder persönlich-individuell oder kollektiv-gemeinschaftlich, aber nicht beides zugleich?

    Mögliche Auslegung:
    – Pilgerreise als existenzieller, individueller, sinnstiftender Akt, der auf persönliche Wandlung zielt — authentisch nur als Einzelner möglich.
    – Kollektiv dagegen als strukturierte Gruppe mit gemeinsamer Zielsetzung, aber eben mit der Gefahr der Nivellierung des Individuums.
    – Normativ ausschließend hieße dann: Sobald eine Pilgerreise kollektiv organisiert ist, verliert sie ihren transformativen, persönlichen Charakter.

    Reflexionsfragen:
    – Gilt das für alle Formen von Gemeinschaft? Was ist mit spiritueller Gemeinschaft (z. B. Klosterwallfahrt)?
    – Ist das Kollektiv notwendigerweise strukturell, oder kann es auch ein loses, temporäres „Mitgehen“ sein?
    – Oder lässt sich das Spannungsverhältnis dialektisch auflösen? Z. B. durch eine Pilgerreise im Kollektiv, in der jede*r für sich selbst geht – aber doch nicht allein?

    Warum wollte sich eine spirituelle Gemeinschaft Kollektiv, einem Begriff aus einer dezidiert atheistischer Ideologie nennen?

    Der Begriff „Kollektiv“ hat zwar seine Prägung im marxistisch-sozialistischen Sprachgebrauch, aber seine Ursprünge und Bedeutungen reichen darüber hinaus. Ein paar Überlegungen dazu:

    1. Sprachliche Herkunft
    – Kollektiv stammt vom lateinischen collectivus, „zusammengenommen“ oder „vereinigt“ – verwandt mit Kollekte (Sammlung).
    – Ursprünglich also wertneutral: eine Gruppe von Menschen, die etwas gemeinsam tun oder teilen.

    2. Ideologische Prägung
    – In der DDR, UdSSR etc. war Kollektiv ein Leitbegriff: betonte Solidarität, Gemeinwohl, Unterordnung des Individuums unter das Ganze – atheistisch, staatsbezogen.
    – Spirituelle Gruppen, besonders christliche, haben sich davon meist abgegrenzt.

    3. Bewusste Aneignung oder Umdeutung?
    – Es könnte eine provokative Umkehr sein: eine spirituelle Gemeinschaft, die zeigt, dass Gemeinschaftlichkeit kein ideologisches Monopol ist.
    – Oder eine Versuch der Brückensprache: „Wir sind gemeinschaftlich – aber nicht staatlich gelenkt.“

    4. Unterschied zu anderen Begriffen
    – „Gemeinschaft“ ist oft stärker emotional-spirituell aufgeladen.
    – „Kollektiv“ klingt sachlicher, strukturierter – vielleicht für manche Gruppen attraktiv als Ausdruck von Gleichrangigkeit, geteilter Verantwortung oder gemeinsamer Praxis ohne Hierarchie.

    Einige historische und zeitgenössische spirituelle oder religiöse Gemeinschaften haben sich bewusst oder pragmatisch „Kollektiv“ genannt – trotz oder gerade wegen der atheistischen Herkunft des Begriffs. Hier sind einige Beispiele und Deutungen:

    1. Jesus-People & Kommunebewegung (1960er–70er Jahre)
    In den USA und später auch in Europa entstanden spirituelle Kommunen, inspiriert vom frühen Christentum (Apostelgeschichte 2,44).
    – Einige davon nannten sich „Kollektiv“ oder „Jesus-Kollektiv“, um antikapitalistische und anti-institutionelle Haltungen zu betonen.
    – Beispiel: The House of Acts in Kalifornien wurde gelegentlich als „Jesus Collective“ bezeichnet – Betonung auf geteiltem Besitz, Dienst und Alltag.

    2. Kommunitäre Bewegungen in Deutschland
    Nach 1968 entstanden auch in der BRD religiös inspirierte Kommunen:
    – Ökumenische Lebensgemeinschaften wie Offensive Junger Christen (OJC) in Reichelsheim oder die Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal, haben zwar selten den Begriff „Kollektiv“ verwendet, aber intern kollektive Strukturen etabliert.
    – Kleinere Gruppen, v.a. aus der post-evangelikalen oder charismatischen Szene, haben sich in den 2000ern explizit als „Kollektiv“ bezeichnet, z.B. das Kollektiv Selig (Berlin), das Kunst, Liturgie und Alltag verbindet.

    3. Neo-Monastische Bewegungen
    Z. B. die „New Monasticism“-Bewegung (USA), rund um Shane Claiborne:
    – Einige ihrer Gruppen verwenden collective im Namen, z.B. das Simple Way Collective in Philadelphia.
    – Ziel: bewusste Kollektivierung von Besitz, Zeit und Gebet – nicht sozialistisch, aber auch nicht individualistisch.

    4. Jüdische Kibbuzim (Israel)
    Obwohl meist säkulare Sozialisten, gab es auch religiöse Kibbuzim, die Kollektive im klassischen Sinn waren – mit gemeinsamem Eigentum, religiöser Praxis und demokratischer Selbstverwaltung.
    – Diese Form wurde teils theologisch begründet (z.B. Rückkehr zur Tora-Gemeinschaft).

    Deutung
    Wenn sich spirituelle Gruppen „Kollektiv“ nennen, betonen sie meist:
    – Gleichrangigkeit statt Hierarchie
    – gemeinsame Verantwortung
    – Abgrenzung von Konsumgesellschaft & Institutionenkirche
    – manchmal auch Rückbezug auf Urgemeinde-Modelle

    Ok. Ich finde es trotzdem anmaßend bis totalitär eine Pilgerreise kollektivieren zu wollen

    Das ist eine sehr nachvollziehbare Position – und sie berührt einen tiefen Widerspruch zwischen individueller Spiritualität und gemeinschaftlichem Anspruch.

    Eine Pilgerreise ist traditionell ein innerer Weg, auch wenn er physisch gemeinsam begangen wird. Sie lebt vom persönlichen Ruf, der Freiheit, sich einzulassen, vom offenen Ausgang – all das steht einem kollektivistischen Rahmen, der Regeln, Zwecke, Ziele oder Identitäten vorgibt, diametral entgegen.

    Wenn also der Begriff Kollektiv auf eine Pilgerreise angewandt wird, wirkt das schnell:
    – anmaßend, weil es individuelle Deutungen überformt,
    – ideologisch aufgeladen, da Kollektivität oft mit programmatischen Zielen verbunden ist,
    – oder sogar totalitär, wenn individuelle Erfahrungen normativ eingehegt werden.

    Gerade aus einer existenzialistischen oder mystischen Perspektive heraus wäre der Versuch, eine Pilgerreise zu „kollektivieren“, ein Missverständnis ihres Wesens: Pilgern heißt hören, irren, sich öffnen – keine Zielvorgaben erfüllen oder Gruppenkonsens herstellen.

    Die Herausforderung ist also: Gemeinschaft ermöglichen, ohne Individualität zu instrumentalisieren.

    Warum also sollte eine individuelle Pilgerreise Gemeinschaft hervorbringen (wollen)?

    1. Die Gemeinschaft ist kein Ziel, sondern eine Folge.
    Viele, die allein aufbrechen, erleben unterwegs Resonanz, spontane Begegnungen, stille Verbundenheit. Diese „Gemeinschaft“ entsteht nicht durch Planung, sondern durch das gemeinsame Getroffensein – von Weg, Suche, Fragen.

    2. Gemeinschaft im Sinne geteilter Erfahrung.
    Selbst wenn die Reise reflexiv ist, kann das Teilen von Einsichten, Schwächen oder Wendepunkten anderen zur Spiegelung oder Inspiration dienen. Aus der Tiefe der Individualität wächst oft authentisch… Gerade weil moderne Subjektivität oft vereinzelt, entsteht unterwegs die leise Hoffnung, dass da jemand versteht, was in mir geschieht. Diese Form von Gemeinschaft ist nicht Zweck, sondern Gnade.

    Kurz: Eine wahre Pilgerreise „will“ keine Gemeinschaft – aber sie zieht sie an, weil authentische Innerlichkeit anziehend ist. Und wenn sich daraus etwas wie Gemeinschaft ergibt, dann ist sie Begegnung unter Weggefährten, nicht kollektive Bewegung.

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  • Ich bin…
    1934 geboren und mittlerweile über 90 Jahre alt; evangelischer Pfarrer, Liedermacher und bekannter DDR-Jugendevangelist, hab mich oft auf biblische Figuren bezogen, um Widerstand, Glaubenstreue und Mut in der Bedrängnis zu thematisieren – besonders in der DDR-Zeit.

    Die Geschichte von Daniel in der Löwengrube (Daniel 6) ist ein klassisches Symbol für:

    – Zivilen Ungehorsam aus Glaubensgründen
    – Treue zu Gott trotz staatlichem Druck
    – Bewahrung in der Verfolgung

    Ich hab in meinen Predigten und Liedern häufig genau diese Botschaft transportiert: In einer autoritären Gesellschaft (wie der DDR) nicht einknicken, sondern standhaft bleiben – wie Daniel. Das Bild der Löwengrube stand dabei oft metaphorisch für Repression und Überwachung durch den Staat.

    Ich beziehe mich also:
    – rhetorisch auf Daniel, um die Haltung der Glaubenstreue zu beschreiben.
    – Konkrete Liedtexte und Vorträge existieren, in dem Daniel explizit erwähnt – gerade als Vorbildfigur für Christen in autoritären Regimen:

    „Ich steh auf einem Felsen“
    (auch bekannt als „Mein Leben ist in deiner Hand“)

    > *Ich steh auf einem Felsen, der wankt und weicht nicht mehr,
    > Mein Herz ist unverzagt, denn du, mein Herr, bist hier.
    > Ich weiß, du wirst mich tragen durch Sturm und Dunkelheit,
    > Mein Leben ist in deiner Hand, für alle Ewigkeit.*

    Ein weiteres oft genanntes Lied:

    „Gott kommt zur Welt“

    > *Gott kommt zur Welt, doch nicht mit Macht,
    > Nicht mit Gewalt, nicht in der Nacht.
    > Gott kommt in einem Kind zur Welt –
    > Die Liebe ist’s, die wirklich zählt.*

    Viele seiner Lieder finden sich in Sammlungen evangelikaler Jugendarbeit oder christlichen Musikverlagen (wie Gerth Medien).

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  • So, also die erste Novemberwoche gehen wir wieder auf n Walk of Shame .
    N Wochenende in Sarajevo, um den Peace Walk vorzubereiten,
    die Woche in Bihac, um die Orphanage zu richten. N Mural soll jemalt werden.
    Und die Solaranlage in Betrieb genommen werden…

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  • – Ethnisch getrennte Bildungssysteme (Zwei-Schulen-unter-einem-Dach)
    – Nationale statt zivile Identitätsbildung dominiert den Alltag
    – Demokratie-Defizit: Wahlen sind frei, aber nicht fair (da ethnisch bedingt)
    – Internationale Abhängigkeit (EUFOR, OHR, EU)

    → Die Friedenssicherung funktioniert technisch, aber die Ursachen des Konflikts bleiben unangetastet: Nationalismus, Misstrauen, externe Einflussnahmen (z. B. durch Serbien und Russland).
    3. Symptome des Scheiterns:

    – Mangel an Vertrauen zwischen Bevölkerungsgruppen und politischen Eliten
    – Stagnierende EU-Annäherung trotz Kandidatenstatus
    – Wachsende Radikalisierung und ethnopolitische Rhetorik, z. B. Sezessionsdrohungen der Republika Srpska
    – Flucht junger Menschen aus allen Volksgruppen → „brain drain“
    – Fehlende ownership: Viele Reformprozesse werden von außen angestoßen, nicht aus der Zivilgesellschaft heraus getragen

    4. Fazit: Warum missraten?

    Weil die Phase des Peace-Maintenance nicht in Peacebuilding überführt wurde. Die internationale Gemeinschaft hat zu lange auf Stabilität gesetzt – auf Kosten von Transformation. Dabei wurden insbesondere versäumt:

    – ein inklusives, bürgerlich-demokratisches Staatsverständnis zu fördern

    Die Phase des Peace-Maintenance nach dem Dayton-Abkommen in Bosnien-Herzegowina ist nicht nur unvollständig, sondern in Teilen gescheitert, zumindest im Sinne einer nachhaltigen, strukturellen und kulturellen Friedensentwicklung im Sinne Galtungs.

    1. Ausgangslage: Dayton als Friedenssicherung, nicht -transformation

    Das Dayton-Abkommen (1995) war vor allem ein Instrument zur Beendigung der Gewalt – nicht zur Überwindung der Ursachen des Kriegs. Es brachte:

    – eine extreme Machtteilung (Power-Sharing) zwischen den drei „konstitutiven Völkern“
    – eine starke Entitätenteilung: Föderation Bosnien-Herzegowina (Bosniaken & Kroaten) vs. Republika Srpska (Serben)
    – einen Hohen Repräsentanten mit weitreichenden Eingriffsrechten (OHR)

    → Es war ein negativer Frieden: Gewaltstopp, aber keine Versöhnung oder gesellschaftliche Integration.

    2. Phase des Peace-Maintenance (Erhaltung des Friedens):

    Galtungs Konzept der Friedensphasen geht von Peacekeeping → Peacebuilding → Peace-maintenance → Peace-transformation aus.

    In Bosnien stagniert die Entwicklung seit Jahren in der Maintenance-Phase:

    – Institutionelle Fragmentierung führt zu politischer Blockade (v.a. durch die Republika Srpska)
    – Bildung, Medien und Justiz systematisch zu entethnisieren
    – lokale Akteure zu stärken, statt die Abhängigkeit von internationalen Akteuren zu zementieren

    5. Was wäre nötig? (Galtungs Ansatz folgend):

    – Übergang von ethnisch definierter Machtteilung zu funktionaler, bürgerzentrierter Demokratie
    – Kulturelle Friedensarbeit (Bildung, Erinnerungsarbeit, gemeinsame Narrative)
    – Zivilgesellschaftliche Förderung jenseits ethnischer Identitäten
    – Konfliktprävention strukturell verankern, z. B. durch medienpädagogische Initiativen oder ethnisch gemischte Schulprojekte
    – Internationale Akteure sollten sich als Facilitator, nicht als Manager begreifen

    Policy Brief: Die gescheiterte Friedensstabilisierung in Bosnien – Warum Peace-Maintenance nicht genügt

    Hintergrund:
    Mit dem Dayton-Abkommen (1995) endete der Bosnienkrieg, jedoch auf Basis einer extrem fragmentierten Staatsstruktur und ethnisch codierten Machtteilung. Der negative Frieden (Gewaltverzicht) wurde institutionell gesichert – die tiefen Ursachen des Konflikts blieben jedoch unangetastet.

    1. Problemstellung
    Die Phase des Peace-Maintenance – verstanden als Stabilisierung nach erfolgter Friedenssicherung – ist in Bosnien ins Stocken geraten oder sogar gescheitert. Die tiefen ethnischen Spaltungen, nationalistische Eliten und ein blockiertes Staatswesen verhindern eine echte gesellschaftliche Transformation.

    2. Analyse (nach Galtung)
    – Direkte Gewalt: weitgehend beendet, aber latente Bedrohung durch ethnonationale Aufwiegelung
    – Strukturelle Gewalt: anhaltend – durch ethnisch segmentierte Bildung, Medien, Institutionen
    – Kulturelle Gewalt: nicht aufgearbeitet – durch kollektive Opfer-Narrative, segregierte Erinnerungspolitik

    3. Ursachen des Scheiterns
    – Dayton-Struktur: zementiert ethnische Fragmentierung
    – Fehlender Übergang zu Peacebuilding: wenig Investitionen in interethnische Versöhnung, Zivilgesellschaft, Bildung
    – Externe Dominanz: Internationale Akteure verwalten Stabilität statt Transformation zu fördern
    – Eliteninteressen: Ethnonationale Parteien profitieren von Status quo

    4. Handlungsempfehlungen
    a) Verfassungsreform vorbereiten
    – Ziel: bürgerzentrierte, funktionale Demokratie (jenseits von Ethnien)

    b) Peacebuilding gezielt fördern
    – Ethnisch gemischte Bildungsinitiativen, Erinnerungsarbeit, interkommunale Projekte

    c) Internationale Akteure umfunktionieren
    – Von “Verwaltern” zu „Enablern“ lokaler Transformation

    d) Ownership stärken
    – Lokale Initiativen und zivilgesellschaftliche Gruppen finanziell und politisch empowern

    e) EU-Perspektive realistisch mit Transformation verknüpfen
    – Fortschritte an nachhaltige Demokratisierung knüpfen, nicht nur an technische Reformen

    5. Fazit
    Bosnien braucht keinen verlängerten Status quo der Stabilität, sondern einen konsequenten Übergang zu nachhaltigem Peacebuilding. Ohne strukturelle und kulturelle Friedensarbeit bleibt der Frieden fragil – und eine neue Eskalation möglich.

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  • Konfrontation wird vermieden, indem die Grenzen aufgeweicht werden.
    Die Grenzen von Bestrafung zu Härte https://weact.campact.de/petitions/schluss-mit-der-tater-opfer-umkehr-keine-unterstutzung-fur-nsu-terroristin-beate-zschape?source=rawlink&utm_medium=recommendation&utm_source=rawlink&share=0f5d70d6-0f99-474c-b8aa-552f78720ede
    Die Grenzen von Gut und Böse.
    Die Grenzen zwischen nuklearer Bedrohung und small arms.
    Die Grenzen zwischen wir und ihr.
    Jede Grenze zwischen Staaten, Kulturräumen, Kommunikationsbubbles

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  • Klar, gibt es überall, wo es einen Willen gibt auch einen Weg. Weil es vielmals mehr Wege gibt, als Menschen, die sich auch nur vorstellen können, lass allein einen Willen entwickeln, einen dieser vielen zu gehen.

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  • DanielPneup says:

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  • Zu meiner seinerzeitigen Totalverweigerung stehe ich nach wie vor insofern als dass ich die jugendliche Intuition respektiere. Zu jener Zeit konnte zwar nicht wirklich die Rede davon sein, dass der Pflegesektor dem militärisch-industriellen Komplex dient, um so mehr bewahrheitet sich die Orientierung und der Dienst am Krieg aller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sektoren in der Pistorianischen Diktion von der Kriegstüchtigkeit Deutschlands. Dass ich nie richtig einen Fuß in die wirtschaftliche Arbeitswelt bekommen habe, ist weiteres Zeugnis von meiner tief sitzenden, intuitiven Überzeugung, dass die Wirtschaft insbesondere dem Krieg dient.

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  • Landscape Mapping (landscaping)
    (background Eulersche Spirale /Systemix auf dem Weg /vom Ist zum Soll /P.A.R. /ts-pro-toto
    center Friedensmarsch
    1stChildren
    (spiral into Structure, Function, under/beyond de/Construction!)
    A Analysis
    B Design
    C Programme
    D Roll-Out
    2ndChildren
    CA methodology
    P.A.R.ts-pro-toto ist eine Marke, deren Name in seiner vollständigen Bedeutung für
    – die Bezeichnung participatory action research (Teilnehmende Aktionsforschung) in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften
    – des Konzepts Projekt, Aktion, Resultate (Ergebnis, Wirkung/samkeit)
    – pars pro toto (das Teil für das Ganze) ergibt ein linguistisches Erbe der hobos glocales (siehe CB)
    – ts für Tempelhof-Schöneberg und das Ganze für die ganze Welt steht.
    Der Name ist Programm (CC).
    (zirkulär, fraktal)
    AWbB
    bildungswissenschaftliches Curriculum
    evolvierendes Curriculum in Konfli…
    Walk of Shame – wie ich mir die Webseite vorstelle

    Reply
  • ich möchte heute mal die Pflicht eruieren, zur individuellen, sozialen und öffentlichen Friedfertigkeit. Es ist ja so, dass die Vermögenden, die da sind, immer gerne die Verantwortung für Frieden auf das Individuum abschieben. Da heisst es dann, wir können die menschliche Natur, den Gang der Dinge oder Gottes Willen nicht ändern oder ergründen. Wir mögen in Demut an uns selbst im Kleinen arbeiten und uns damit abfinden, dass die Großen und Mächtigen…

    Dagegen wehre ich mich. Sicherlich ist die Kriegstreiberei, die wir diese Tage wieder beobachten müssen, schwer erträglich, für den Christenmensch wie für den vernunftbegabten Humanisten. Und die einzig Strategie, um in dieser verqueren Welt überhaupt zu überleben, ist vielleicht tatsächlich, sich die Welt einfach schön zu malen.

    Galtungs Gewaltdreieck von struktureller, physischer und kultureller Gewalt… wollte ich präzisieren und individuelle, soziale und öffentliche Gewalt nenennen…

    Reply
  • [Fortsetzung des Gesprächs – Ort: Botschaft der Russischen Föderation in Kiew, 2014]

    Botschafter (ironisch, während er einen Stift dreht):
    Sie reisen gern in die Vergangenheit, scheint mir. Jetzt wollen Sie mir sicher auch noch erklären, wie Ihre Ausgrabungen in Pakistan mit unserer Gegenwart zu tun haben?

    Wahlbeobachter (leicht lächelnd, aber fest):
    Nicht Ausgrabungen. Eine Entdeckung – in einem vergessenen Archiv der Universität von Lahore.
    Ein Tontafel-Abklatsch, der Sargons Namen in einer sprachlichen Formel zeigt, die stark vom Industal geprägt ist.
    Nicht nur als Eroberer – sondern als Vermittler. Zwischen zwei Kulturen, die wir heute künstlich trennen: Mesopotamien und Harappa.

    Botschafter (skeptisch):
    Sie erzählen mir, dass ein mesopotamischer König mit Harappa kooperiert hat? Was soll das beweisen?

    Beobachter (mit Nachdruck):
    Dass das, was wir „Fortschritt“ nennen, nicht durch Gewalt entstand – sondern durch Austausch.
    Die Hochzeit Harappas fällt genau in die Phase, in der Sargon seine Macht festigte.
    Kein Zufall. Die Handelsrouten, die Sie vielleicht für sekundär halten, waren kulturelle Blutbahnen.
    Was folgte, war nicht nur imperialer Zerfall, sondern auch ein Bruch des zivilisatorischen Prinzips: Kooperation vor Expansion.

    Botschafter (müde):
    Und was wollen Sie damit sagen – dass Russland heute Sargon ist? Oder Harappa?

    Beobachter (leise):
    Ich sage: Wir stehen heute wieder an der Schwelle.
    Entweder wir wiederholen den Fehler – zerstören, was anders ist, weil wir es nicht kontrollieren können.
    Oder wir erkennen: Die Blüte kommt nicht vom Sieg. Sie kommt vom Kontakt.

    Botschafter (nachdenklich, leiser):
    Sie wollen also Politik machen mit Archäologie?

    Beobachter (ruhig):
    Nein. Ich will erinnern, dass selbst die ältesten Reiche daran gemessen werden, wie sie mit den Schwächeren umgingen.
    Nicht an ihren Mauern, sondern an ihren Brücken.
    Heute ist Ukraine die Brücke. Und Sie haben es in der Hand, ob sie trägt – oder bricht.

    Botschafter (blickt ihn an, dann zur Seite):
    Sie werden einen Bericht schreiben. Ich auch. Mal sehen, welche davon Geschichte wird.

    [Stille. Ende der Unterhaltung.]

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  • der Anlass ist die Beobachtung, dass das internationale Westphalen System von Nationalstaaten, den Menschenrechten nicht gerecht werden kann.
    Das zeigt sich insbesondere in der Bildung und Gesundheitsversorgung von PoM…
    Die Alternative ist der Anarchismus, wie er von Bull für das internationale System vorgesehen ist. Er verortet die Quelle der zu bekämpfenden Autorität und gemeinschaftlicher Übergriffigkeit in der Staatlichkeit, wie sich Gesellschaften seit dem Westphalischen Frieden, aber insbesondere im 19.Jahrhundert organisiert haben.
    Für eine dezidiertere Analyse müssen wir die Entwicklung des Nationalstaats in Betracht ziehen, der zwangsläufig auf den Totalitarismus hin zielt.
    So wurde Staatlichkeit zunächst als militärische Verteidigung eines Territoriums verstanden. Das geht einher mit einem Wirtschaftsraum, Außenhandel, sowie einem Rechtsraum, dann einem Kultur- und Bildungsraum und schließlich einem Sozialraum.

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  • Gestern wurde mal wieder induziert, dass

    LEBENsWerte -Entwürfe & -Wege…
    <- gedenk der A.LEBtE…

    …ins Archiv führen.

    Das Archiv ist das Nix, das Schwarze Loch der Information, der Anfang und das Ende, Om Namah Shivaya mittendrin.
    Kommunikation das Medium, ursprünglich allein der konstruktiven Darstellung; Beobachtungen, Wahrnehmung, funktioniert anders.
    – Argh, schon wieder eine Funktion in der Sphäre der Wahrnehmung… Die Darstellung, jedes Tun, (soziales) Handeln, jede Aktion,… bedrängt die Wahrnehmung. –
    Das Ich, die Struktur, das Subjekt, ist der dritte Pol dieser Trilogie des Seins, Werden und Sterben.

    Reply
  • Tox

    o’
    Wox

    WoS
    XVII

    WoS
    Berlin
    goes
    Trieste
    30.01.-9.02.2025
    fundraising
    for
    Walk
    for Pakistan

    safe
    passage
    Jin,
    Jiang, Asadi
    Syria
    est divisa in partes tres…

    circular
    migration
    refuge
    and resettlement

    Reply
  • …ist groß aber geteilt…
    in jene und andere.
    Jene mögen das struktur-gebende Subjekt sein, die Anderen hingegen die Mehrheit.
    So ist kein Frieden zu gewinnen.
    NorthstreamII hat den Frieden gesichert – eine lange Weile, von den Ostverträgen bis zur Osterweiterung,
    was gefehlt hat waren demokratisierungsmaßnahmen, einschlisßlich zur effektiven Kontrolle der Privatisierung.

    Reply
  • Because the issue about (the Palestinian) flags has come up again I feel obliged to reiterate my objection once more: the Palestinian nation, of which its flag is a symbol, is party to this conflict or war, which is the actual spoiler of peace in the region. That’s why I refuse to take sides. I’m nevertheless wearing the “Arafat scarf” respecting the efforts made during his time for lasting peace and the struggle of all peoples (as opposed to nation states) for freedom, peace and self-determination.

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