Peacewalk
Ab jetzt geht es hier um den Peacewalk, der im kommenden Jahr von der spanisch-portugisischen Grenze nach Jerusalem ziehen möchte. Er ist ein Brainchild von Rikko, der ihn als kollektive Pilgerreise zum gemeinsamen Lernen des Friedens beschreibt.
Liebe Leute,
leider muss ich für die nächsten Tage alle meine Verpflichtungen absagen, denn ich gehe auf einen Friedensmarsch:
Aktuelle Ereignisse ernötigen mich zu diesem Schritt. Ich kann nicht meinem geplanten Wochenablauf nachkommen, wenn die Eskalation der Gewalt mit der Kriegserklärung der beiden Nationalstaaten, Iran und Israel, eine derartige Größe erreicht hat.
Walkpeace.org sind Freunde, die ich von meinen Aktivitäten in Bosnien mit transiting Migrant_innen her kenne. Deren Walk of Shame vom 18.-24.10. bleibt davon unangetastet, sowie meine Teilnahme am Bundesnetzwerktreffen von Engagement Global vom 8.-10.10. in Mainz und die Friedensdemo morgen 12:30 am Brandenburger Tor mit Michael Müller als Erstunterzeichner und Ralf Stegner als Redner.
https://nie-wieder-krieg.org/nein-zu-krieg-und-hochruestung/
Herzliche Grüße,
Michael Ickes

47 comments on “Friedensmarsch”
durch zivilgesellschaftliches Engagement und Reflexion gesellschaftliche Härten überwinden
In der antiken Rhetorik ist ein Apologon eine Erzählung, die eine Wahrheit verteidigt. Wenn Jesaja sagt, Gott tilgt die Sünde wie eine Wolke, dann ist die Wolke das Meme für die Flüchtigkeit des Bösen gegenüber der Beständigkeit des Lichts.
Die theologische Pointe: Die Sünde ist kein massiver Fels, den Gott zertrümmern muss (das wäre Gewalt). Die Sünde ist eine Wolke – ein abstraktes Konstrukt, eine Verdunkelung der Kommunikation.
Die Wolke ist schuldlos: Sie hat keine eigene Substanz. Sie besteht nur aus dem, was eigentlich fließen sollte, sich aber „verhakt“ hat.
Gott löst sie auf: Er entlarvt die Sünde als das, was sie ist: eine bloße Behauptung, ein Schatten, eine „Nichtigkeit“.
Integration in das „Spiel der Nichtigkeit“
Das Team der Eliten arbeitet mit massiven „Memes“ der Angst und der Alternativlosigkeit. Sie bauen Wolkenwände auf, um den Blick auf das Tor (die Rechtsstaatlichkeit) zu versperren.
„Die Missetat ist kein taktisches Foul, das eine rote Karte fordert. Sie ist ein Apologon – eine Wolke, die sich über das Kicker-Feld legt. Die Eliten behaupten, diese Wolke sei aus Stein, sie sei die Realität. Doch der Geist (der große Klempner) lächelt nur über diese Anmaßung. Er tilgt die Wolke nicht durch Gegenwehr, sondern durch Aufklärung. Er macht aus dem Meme der Angst ein Meme der Gnade. Er löst die Verdichtung auf, bis die Wolke durchsichtig wird und der Blick auf den Mitspieler wieder frei ist.“
Der Bezug zum Jungen und zu Psalm 120
Das „f**k it“ des Jungen ist in diesem Sinne das ultimative, schmerzhafte Gegen-Meme. Es ist die Wolke in ihrer dunkelsten Verdichtung.
Psalm 120 beklagt die „Lügenlippen“. Lügen sind Wolken. Sie schaffen eine Schein-Realität.
Jesaja 44,22 ist die göttliche Dekonstruktion dieser Lügen. Gott sagt: „Ich löse dieses Meme auf. Es hat keine Macht über die Sonne.“
Als liturgischer Baustein (Das Wolken-Meme) direkt vor das Abschlusslied („Nun gehören unsere Herzen“) stellen, als letzte Klärung vor dem Segen:
„Wir starren auf die Wolken des Krieges und der Gier, als wären sie das Ende der Welt.“ Antwort: „Doch sie sind nur ein Apologon unserer Angst. Gott tilgt sie, indem er sie flüssig macht. Er löst das Starre auf. Er verwandelt das ‚Es ist aus‘ (it’s fuck) in ein ‚Es fängt an‘ (it’s flow).“
Das passt exakt zu deiner „Klempner-Physik“: Vergebung ist kein moralischer Gnadenakt von oben herab, sondern das Wiederherstellen des Aggregatzustands. Das Stockende (Eis/Wolke) wird wieder zu lebendigem Wasser.
Das ist was wir machen: https://youtu.be/gErIJFB91tQ?si=ko2XNQHLWlSBiEeC bildungswissenschaftliches Curriculum
Zum Gedenken an Europas Tote
Aktivisten und Gruppen, die sich für die Würde derjenigen einsetzen, die entlang der Balkanrouten starben, und ihnen, wo immer möglich, einen Namen geben wollen, organisierten kürzlich eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof in Loznica, Serbien. Ein Bericht
6. Februar 2026, Silvia Maraone
Grabsteine und Kreuze des NN-Friedhofs Loznica © Foto Silvia Maraone
Die Abreise erfolgt am frühen Sonntagmorgen [25. Januar, Anm. d. Red. ]. Meine Kollegen, die ihr Jahr im Rahmen des Allgemeinen Zivildienstes bei IPSIA in Bihać absolvieren, und ich reisen von der Westgrenze bis zum anderen Ende der bosnischen Route in einem weißen Kleinbus, der, während unsere Mitreisenden still schlafen, durch den strömenden Regen pflügt, der uns nach Serbien begleitet. Nach wenigen Stunden erreichen wir den Grenzübergang Šepak, hinter dem die Stadt Loznica liegt. An diesen Grenzen wird man nie freundlich empfangen, und dieses Mal sehen wir neben den mürrischen serbischen Grenzbeamten die neuen blauen Geländewagen, die neben den Grenzpolizeiwagen parken: In großen Buchstaben prangt an der Seite Frontex (Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache). Sie werden uns auf dieser Reise entlang der Drina und dann entlang der Una begleiten, sichtbar wie unsichtbar.
Wir wollten Nihad Suljić treffen. Nihad ist kein Politiker, er arbeitet nicht für eine große internationale Organisation. Er ist ein freundlicher, aufrichtiger und engagierter junger Mann aus Tuzla, dessen Leben 2018 durch die Massenankunft von Migranten in seiner Stadt völlig auf den Kopf gestellt wurde. Ich lernte Nihad in jenen Jahren am Busbahnhof kennen, wo täglich Dutzende Menschen abfuhren. Er und seine Freunde sammelten und verteilten unermüdlich Kleidung, Lebensmittel und Windeln, vor allem aber setzten sie sich dafür ein, den Menschen auf der Flucht ihre Würde zurückzugeben und ihnen aufrichtig zu begegnen: von unten nach oben, mit einem Lächeln und offenen Armen, in einer Umarmung für diejenigen, die er und seine Freunde Brüder und Schwestern nennen.
Am 27. Januar fand auf dem Friedhof von Loznica, einer kleinen serbischen Stadt, die durch die Drina von Zvornik in Bosnien und Herzegowina getrennt ist, eine Gedenkveranstaltung statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von „SOS Balkan Route“, „Leave No One Behind“ und „Deluj.ba“, die Menschen auf der Balkanroute unterstützen. Diese Region stellt eine wichtige Route für Migranten dar, die nach Bosnien gelangen wollen. Auf dem Friedhof von Loznica sind 19 unbekannte Migranten begraben, deren Identität nie geklärt wurde. Weitere neun identifizierte Migranten ruhen auf dem muslimischen Friedhof in Loznica. Die alten, baufälligen Holzgrabsteine wurden durch beständigere ersetzt. Silvia Maraone, Projektleiterin von IPSIA, die in Bihać Projekte zur Unterstützung von Migranten und Asylsuchenden leitet und seit Langem mit anderen Organisationen in der Region zusammenarbeitet, nahm an der Reise und der Gedenkveranstaltung teil.
Über die Jahre haben wir mehrmals miteinander gesprochen und uns getroffen. Nihad ist für die Drina das, was ich für die Una bin: Wir sind die Wächter zweier der tödlichsten Grenzen entlang dieser Balkanroute. Jener Grenzen, die töten, aus unerbittlichen Flüssen und Bergen, bewacht von Grenzpolizisten, die niemanden passieren lassen und blindlings dem Befehl eines zunehmend verschlossenen und gewalttätigen Europas gehorchen. Wir wollen keine ICE bei unseren Olympischen Spielen in Mailand, aber wir erlauben europäischen Polizisten, nur wenige Kilometer von unseren Grenzen entfernt, Zähne und Knochen zu brechen und Männer, Frauen und Kinder sterben zu lassen – und sie dann zurückzudrängen.
Seit mehreren Jahren kümmert sich der Verein SOS Balkan Route , angeführt von dem außergewöhnlichen Rapper Kid Pex – alias Petar Rosandić, allen bekannt als Pero –, um Lebende und Tote. Neben der Bereitstellung von Motivation und humanitärer Unterstützung entlang der Route hilft Pero seinen Balkan-Migrantenkollegen wie Baba Asim und Nihad, den namenlosen Toten, die auf Grenzfriedhöfen begraben liegen, ihre Würde zurückzugeben.
NN – Nomen Nescio. Wenn man einen Menschen entmenschlichen will, ist es einfach: Man nimmt ihm seinen Namen. Und so entstehen entlang der Balkanroute unzählige Gräber: eine Vielzahl von NNs, Unbekannten, die in Wirklichkeit jemand waren, jemand. Mein erstes Grab war das von Madina Hussiny, dem kleinen Mädchen, das beim Versuch, mit ihrer Familie die Grenze zwischen Serbien und Kroatien zu überqueren, ihr Leben verlor. Ich erinnere mich, wie Madina im Lager von Bogovađa spielte und rannte, zum Spielen wegging und dann jung auf dem Friedhof von Šid begraben wurde, mit einem kleinen, wackeligen Holzgrabstein. Für sie errichteten wir zusammen mit einer guten Freundin und dem örtlichen Caritas-Team vielleicht einen der ersten dauerhaften Grabsteine entlang der Balkanroute. Neben ihr sind heute die alten Holzgrabsteine verrottet, und fast keine Spur mehr von denen, die an ihrer Seite standen. Deshalb kämpft Nihad, deshalb kämpft Baba Asim, deshalb kämpfen wir an den Grenzen. Die Erinnerung muss fortbestehen und ihre Geschichte erzählen; wenn die Lebenden es nicht können, werden es die Toten für uns und für andere tun. Deshalb werden in Bihać, Zvornik, Karakaj und Bjeljina schlichte Marmorgrabsteine errichtet, schwarz oder weiß, mit Namen, wo immer möglich, damit die Erinnerung an diese Menschen, die einst unter uns weilten und nun für immer an dieser Grenze verweilen werden, ob es den Bürgern dieser Länder und uns allen gefällt oder nicht, erhalten bleibt.
Ich schreibe Pero, der sich freut, dass wir aus Nihad angekommen sind; tatsächlich wirkt er müder als sonst, nervös, vielleicht auch etwas ängstlich. Er ist allein hier; seine Freunde kommen erst am 27., dem Gedenktag. Abends irren wir durch diese serbische Stadt, deren Hauswände mit Tschetnik-Slogans und den Mottos von Partizan und Zvezda, den beiden größten Fußballvereinen Belgrads, besprüht sind, ebenso wie die der beiden großen Clubs, die seit jeher Hooligans und gewalttätige Fans anziehen. Loznica ist eine sich selbst überlassene, verfallene Stadt. Das wird mir am nächsten Tag bewusst, als wir uns aufmachen, die Grenze zu erkunden, angefangen bei der größten besetzten Immobilie der Gegend: dem Industriekomplex der Viskosefabrik.
Die ehemalige Viskoza-Fabrik und die von Migranten besetzten Lagerhallen © Foto Silvia Maraone
HI Viskoza war ein Textilgigant, dessen Herzstück italienische Maschinen bildeten. In elf Fabrikgebäuden, die 1957 eingeweiht wurden, arbeiteten über 11.000 Menschen. Heute ist das, was einst eine Stadt in der Stadt war, nur noch eine zerfallende Ruine. Mit den Sanktionen gegen Serbien in den 1990er Jahren wurde Viskoza von den ausländischen Märkten abgeschnitten. Ohne Exporte und die Möglichkeit, Rohstoffe oder Ersatzteile zu importieren, brach die Produktion ein, was 2005 zur Schließung und 2009 zur Insolvenz führte, nachdem ein Brand die Fabrik 2008 verwüstet und giftige Abfälle und chemische Dämpfe freigesetzt hatte . Mit der Schließung der Fabrik, die die gesamte Bevölkerung beschäftigte, stagniert Loznica. Die Fassaden der alten Arbeiterhäuser zerfallen, betrunkene Rentner, die alles verloren haben, sitzen in den Kneipen, und junge Leute lernen, um wegzuziehen.
Am Morgen des Montags, dem 26. Januar, nachdem wir den orthodoxen und anschließend den muslimischen Friedhof inspiziert hatten, um sicherzustellen, dass alles für den nächsten Tag bereit war, fuhren wir die Zufahrt zu den Gebäuden entlang, um herauszufinden, ob sich hier noch immer Migranten versteckten oder ob der scheinbare Rückgang der Grenzübertritte tatsächlich eingetreten war. Die Gebäude waren baufällig und teilweise von Vegetation überwuchert, die den Beton langsam verschlang. Doch man brauchte kein geschultes Auge, um Spuren der Anwesenheit von Migranten zu erkennen. Die stetig wachsende Zahl leerer Energy-Drink-Dosen, die ständigen Begleiter derer, die nachts stundenlang laufen mussten, die leeren Lebensmittelverpackungen und einige zurückgelassene Kleidungsstücke wiesen darauf hin, welche Lagerhallen als provisorische Unterkünfte für diejenigen dienten, die sich auf das Spiel vorbereiteten. Es war jedoch unschwer zu erkennen, dass diese großen Lagerhallen inzwischen ein Ort der Unruhen waren; die Graffiti an den Wänden waren alt, von Zeit und Feuchtigkeit verblasst. Neben den Unterschriften und Daten derer, die hier durchgekommen waren, konnten wir noch die Telefonnummern internationaler Hilfsorganisationen lesen, die Unterstützung anboten.
Solidaritätsbotschaften an den Wänden © Foto Silvia Maraone
Das Gefühl, das uns in diesen Tagen an der Ostgrenze begleiten wird, ist, dass das repressive Vorgehen der serbischen Regierung in den letzten Jahren die Menschen noch weiter in die Schatten getrieben hat, wodurch ihre Reise noch unsichtbarer und folglich noch gefährlicher geworden ist.
Wir steigen wieder in den Van, dessen weißer Lack unter einer dicken Schlammschicht, die auch unsere Füße bedeckt, kaum noch zu erkennen ist, und fahren Richtung Banja Koviljača. Diese Stadt erzählt uns, wie Loznica, von einer Vergangenheit, die einst dank ihrer Kurorte, die König Karađorđević während der Monarchie frequentierte, von Wohlstand geprägt war und heute einem verlassenen Filmset gleicht. Wir halten am alten Bahnhof. Dieses Gebäude war einst der Dreh- und Angelpunkt der Menschheit auf der Durchreise: Banja Koviljača beherbergte nämlich eines der ersten Asyl- und Aufnahmezentren Serbiens, doch mit dem zunehmenden Zustrom wurde das Lager zu klein und der Bahnhof in ein besetztes Lager umgewandelt.
Überreste des Bahnhofs Banja Koviljača © Foto Silvia Maraone
Im Jahr 2023 lieferte eine Schießerei zwischen Gruppen von Schleusern in der Nähe des Bahnhofs der serbischen Regierung und den lokalen Behörden den Vorwand zum Eingreifen. Zunächst wurden alle informellen Unterkünfte geräumt, dann das Lager geschlossen und die Migranten sowohl dort als auch im Norden des Landes von den Grenzen weggedrängt.
Heute liegt der Bahnhof, genau wie Viskoza, in völliger Verlassenheit; auch hier sind die Spuren derer, die ihn durchquerten, allgegenwärtig: Über den Graffiti der Migranten prangen in dicken orangefarbenen kyrillischen Buchstaben die Namen und Daten derer, die von Europa träumten. Hakenkreuze und Blasphemien gegen Allah überdecken die Botschaften und Namen der Durchreisenden – ein greifbares Zeichen der Feindseligkeit, die das ersetzt hat, was einst, wenn schon nicht willkommen, so doch zumindest tolerant war.
Ein Mann beobachtet uns und fragt Nihad, warum wir hier sind. Lächelnd antwortet Nihad, dass wir die serbische Eisenbahn recherchieren. Ich gebe ihm sofort etwas Spielraum und fange an, über die Unská Pruga zu sprechen , die Bahnstrecke, die von Bihać zum Meer führte, und wie schade es sei, dass die Eisenbahnen in ganz Jugoslawien so verfallen sind. Ich rufe meine Kollegen zurück, und Nihad und ich erzählen uns lachend im Van, was wir uns spontan ausgedacht haben. Am Abend zuvor hatten wir am Busbahnhof dasselbe Spiel gespielt: Er hatte mit dem Bahnhofsvorsteher geplaudert, um herauszufinden, wann der Bus aus Belgrad ankommt und wo wir Migranten erwarten. Um glaubwürdig zu wirken, sagten wir aber, wir würden auf unsere Freundin Slavica warten , deren Handy ausgeschaltet war und von der wir nicht wussten, ob sie im Bus war.
Wir verlassen den Bahnhof, bevor wir zu viel Verdacht erregen, und fahren Richtung Mali Zvornik. Der Van quält sich den Hügel hinauf zum kleinen Friedhof. Wir parken und entdecken links die muslimischen Gräber. Von dort aus suchen wir nach Spuren von fünf Gräbern – Menschen, von denen Nihad weiß, dass sie dort begraben liegen, die er aber nie finden konnte . Da wir keine Hinweise auf anonyme Bestattungen finden, gehen wir zum orthodoxen Teil des Friedhofs; auch dort finden wir keine Spur von den Menschen, die beim Überqueren der Drina ihr Leben verloren haben.
Die Grenze an der Drina bei Zvornik, Bosnien und Herzegowina © Foto Silvia Maraone
Irgendwann kommt ein Mann vom örtlichen Bestattungsinstitut auf uns zu und bietet uns großzügig an, uns die genaue Stelle zu zeigen, wo sie begraben sind. Sie liegen in zwei leeren Gräbern, die nicht einmal einen hölzernen Grabstein, eine Gedenktafel oder ein Kreuz haben, um uns daran zu erinnern, dass dort Menschen ruhen. Nihad hinterlässt seine Kontaktdaten und erklärt sein Projekt: Er möchte den Vermissten dort ein Zeichen der Freundschaft und Würde geben, indem er echte Grabsteine baut. Der Mann ist sehr offen und tolerant, bietet Nihad seine Hilfe an und erzählt, wie er schon mehrmals Migranten getroffen und versucht hat, ihnen zu helfen. Es ist vielleicht das erste Mal seit heute Morgen, dass ich Nihad ruhiger erlebt habe.
Wir brachen wieder auf zu unserem letzten Ziel des Tages: dem Grenzübergang Ljubovija. Auf der anderen Seite liegt Bratunac, und nur wenige Kilometer davon entfernt die Gedenkstätte Potočari und Srebrenica. Während wir die Drina entlangfuhren, durchdrangen Nihads Erzählungen die Geschichten der Massaker, die an diesen Orten verübt wurden, und des Völkermords von 1995. Er berichtete uns von den Massengräbern entlang dieser Grenze, von Folter, Vergewaltigungen und Morden. Hier half er älteren Frauen, die nach dem Krieg in ihre Häuser zurückgekehrt waren und nun allein lebten, ohne ihre Ehemänner und Kinder, die im brutalen Juli 1995 getötet wurden. Er besuchte sie, brachte ihnen Essen und verbrachte Zeit mit ihnen. Ohne dass ihn jemand darum gebeten hatte und ohne dass es jemand wusste.
Auf der Rückfahrt Richtung Loznica, während die Sonne untergeht, zitiert er einen Satz, den er einmal gehört hat und der ihm im Gedächtnis geblieben ist: Wir sollten uns nicht wundern, wenn die Menschen dort kein Mitgefühl für Flüchtlinge und Migranten haben, denn sie waren es, die vor dreißig Jahren diese Flüchtlinge überhaupt erst geschaffen haben. Ich fahre weiter, als wir wenige Kilometer von der Eisenbahnbrücke entfernt, unter der die Migranten die Grenze überqueren, eine Frontex- und eine Grenzpolizeistreife sehen, die Autos anhalten. Verärgert darüber, dass sie einen uns verdächtig vorkommenden, schmutzigen Lieferwagen mit dem Kennzeichen B i H nicht angehalten haben , wenden wir, um sie erneut zu passieren. Nichts. Ich sage zu Nihad: „Treća sreća!“, was so viel heißt wie „Der Dritte ist der Glückliche“. Er lacht, aber wieder passiert nichts. Frontex scheint die Fahrzeuge ohne erkennbare Logik anzuhalten.
Wir erreichen Loznica und überqueren, bevor wir zum Abendessen gehen, die Brücke, die die Grenze zwischen Serbien und Bosnien markiert. Unter der Brücke finden wir Spuren von Schuhen und Essensresten. Nihad zeigt uns ein Video, das ihm ein Marokkaner gezeigt hat: Menschen ziehen sich mit einem Seil unter den Pfeilern hoch und überqueren dann die Metallkonstruktion, die die Brücke stützt – lebensgefährlich. Hier haben die meisten Menschen ihr Leben verloren. Ein serbischer Grenzpolizist sieht uns, beugt sich über die Brücke und ruft: „Keine Fotos, verschwinden Sie!“ Wir fürchten ihn mehr als Frontex und gehen weiter. Zurück in unserer Pension verabreden wir uns mit Nihad für den nächsten Morgen, zuerst auf einen Kaffee und dann auf dem Friedhof, wo der Rest der Delegation und die Journalisten zu uns stoßen werden.
Wir wachen auf und gehen zusammen mit Nihad und Dževida – einer Freiwilligen, die aus Tuzla zu uns gestoßen ist – zum Friedhof. Es ist der 27. Januar, der Internationale Holocaust-Gedenktag . Wir gedenken des Grauens des Holocaust und schwören feierlich: „Nie wieder.“ An diesem Ort – heute – klingt dieses „Nie wieder“ hohl. Die Geister derer, die 1995 ermordet und in Massengräbern wenige Kilometer von hier begraben wurden, blicken auf uns herab, zusammen mit den Geistern dieser neuen Toten; fast alle jung, unschuldig, außer in Ländern wie Syrien oder Afghanistan geboren zu sein, und auch sie namenlos in elenden Gräbern begraben, neben denen anderer Unschuldiger.
Konfessionsübergreifende Gedenkfeier in Loznica © Foto Silvia Maraone
Wenigstens scheint heute die Sonne. Vor dem Stadtfriedhof treffen wir auf Pero und andere Mitglieder von SOS Balkanroute, Aktivisten der Initiative „ Niemanden zurücklassen“ sowie auf Baba Asim, der aus Bihać angereist ist. Wir sind hier, um zu bezeugen, dass diese Grenze keine Mauer des Schweigens sein darf. Neben uns stehen der Effendi von Loznica und seine Begleiter, der Imam von Belgrad, Mustafa Beriša, und der Erzbischof von Belgrad, Kardinal Ladislav Nemet. Vertreter der serbisch-orthodoxen Gemeinde, die hier im Land die Mehrheit stellt, fehlen – angeblich aufgrund anderweitiger Verpflichtungen.
Der erste Teil der Zeremonie fand vor den neuen schwarzen Grabsteinen im orthodoxen Sektor statt, wo 19 namentlich nicht genannte Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Hier sprach Kardinal Nemet und erinnerte alle Anwesenden daran: „Jeder Mensch ist unendlich wertvoll. Kriege, Gewalt und Klimawandel treiben die Migration an. Ob wir sie legal oder illegal nennen, ändert nichts an der Menschenwürde. Gott ist weitaus barmherziger als all unsere Gesetze, Verordnungen und Grenzbeamten.“
Pero bekräftigt neben ihm den politischen Charakter des Tages: „Was wir heute tun, ist kein Akt der Wohltätigkeit, sondern ein Akt des zivilen Widerstands gegen das Vergessen. Während Europa Milliarden in Drohnen und Zäune investiert, geben wir hier unser bisschen Geld aus, um Steine zu kaufen und Namen darauf zu meißeln.“
Gräber der NN auf dem muslimischen Friedhof in Loznica © Foto Silvia Maraone
Wir gehen dann zum kleinen muslimischen Friedhof, ein paar hundert Meter entfernt. Nihad steht hinter dem Gedenkstein, in den die Namen mehrerer Menschen eingraviert sind, deren genauer Verbleib auf dem Friedhof unbekannt ist. Unter ihnen ist ein Mann, der im Lager Bogovađa [einem Transitlager für Asylsuchende, 70 km von Belgrad entfernt, Anm. d. Red.] ums Leben kam. Dort, wo ich zwei Jahre lang gearbeitet und die kleine Madina kennengelernt habe, verlor ein anderes kleines Mädchen, Madina Bibi, ihr Leben. Ihr Leichnam wurde nicht in Bogovađa beerdigt: Obwohl sie gerade einmal drei Jahre alt und unschuldig war, wiesen die Dorfbewohner sie zurück, und sie wurde in Lazarevac begraben. Dasselbe Schicksal ereilte diesen Mann, der in der Nähe seines Todesortes keinen Frieden fand, im Namen einer zerstörerischen Religion und Ideologie, die noch heute in den Adern der Bewohner dieses Landes brennt. Die vernichtenden Kommentare, die wir in den sozialen Medien von Loznica und darüber hinaus unter den nach der Zeremonie veröffentlichten Artikeln lesen werden, geben uns einen Einblick in den Hass, der durch die Adern dieser Menschen pulsiert, die inmitten der Ruinen ihrer Fabriken und ihrer Vergangenheit in einer Gegenwart des Elends leben.
Nihad Suljić spricht zum Gedenken an die Toten an der Grenze © Foto: Silvia Maraone
In der Nähe dieser Gräber – diesmal weiß – erzählt Nihad ruhig von dem schrecklichen Schiffsunglück des Jahres 2024 , als ein 17-jähriger serbischer Junge mehr Menschen als geplant in ein kleines Beiboot ließ, woraufhin es kenterte. Fatima, Ahmad und ihre kleine Tochter Lana, die erst neun Monate alt war, kamen dabei ebenfalls ums Leben.
Nihad liest uns den Brief von Muhammed Hilal, Lanas Onkel, vor, der ihm seine Worte anvertraut hat: „Heute bin ich hier bei euch und spreche diese Worte in meinem Namen. Obwohl fast anderthalb Jahre seit unserer Tragödie vergangen sind, ist der Schmerz noch immer so präsent, als wäre es gestern geschehen. Mein Bruder, seine Frau und ihre Tochter suchten kein Abenteuer, sondern Sicherheit und ein würdevolles Leben. Flüchtlinge sind keine Nummern oder Akten, sondern Menschen mit Träumen und Kindern.“
Als der Brief mit einem Gebet endet – „Svi smo Allahovi i Njemu se vraćamo“ (Wir sind alle Kinder Allahs und zu Ihm kehren wir zurück) – ergreift Nihad das Wort für einen letzten, herzzerreißenden Abschied und bittet das kleine Mädchen, das nun endlich ein Grab hat, um Vergebung: „Wir sind hier, um Lana und ihre Familie um Vergebung zu bitten. Sie starben nicht bei einem Unfall; sie starben, weil es keinen sicheren Weg gab. Menschen sterben nicht, weil die Drina gefährlich ist; sie sterben, weil die europäische Politik sie in den Fluss treibt.“
Nihad und Pero äußern weitere verurteilende Worte: „Unser Ziel war es nicht nur, Gräber zu organisieren, sondern das Andenken zu bewahren und den Menschen, die keine Würde besaßen, auch auf ihrem letzten Weg Würde zurückzugeben. Wenn sie kein würdevolles Leben hatten, sollten sie wenigstens im Tod eine solche Würde haben.“ Nihad fügt dann noch eine weitere Tatsache hinzu: Das Durchschnittsalter der Opfer beträgt nur 23 Jahre, und schließt mit den Worten: „Ihre einzige ‚Sünde‘ war ein unzureichender Pass.“
Der Effendi rezitiert das Totengebet. Während er singt, krächzen schwarze Krähen und stimmen in das Gebet ein, indem sie wie in einer einstudierten Choreografie auffliegen.
Nach der Zeremonie, als die Journalisten gegangen und seine Genossen sich verabschiedet hatten, schien Nihad zum ersten Mal aufzuatmen. Wir stiegen wieder in unseren Van und fuhren weiter. Wir begleiteten ihn nach Tuzla, wo er uns stolz das Hauptquartier seines neuen Vereins Djeluj.ba zeigte .
Er ist müde, dankbar und bereit für seine nächsten Herausforderungen: allen voran die Rückkehr nach Sarajevo zu den Jungen aus dem Sudan, denen beim Versuch, die Berggrenze bei Bihać zu überqueren, aufgrund des zugefrorenen Flusses Plješevica Füße und Hände amputiert werden mussten . Nihad kümmert sich um sie, hilft ihnen beim Essen und Waschen, betet mit ihnen und sammelt Spenden für die benötigten Prothesen, erzählt er mir, um sie so schnell wie möglich aus Bosnien herauszuholen.
Nach stundenlanger Fahrt in Dunkelheit und Stille, wenige Kilometer vor Bihać, ist die Straße hinter Bosanska Krupa gesperrt. Blaulicht blinkt in der Finsternis – ich denke an einen Unfall, doch es sind Kontrollen gemischter Patrouillen. Auch diesmal hält uns Frontex nicht an, sondern lässt uns durch die Dunkelheit passieren. Sie ahnen nicht, dass sich in diesem schlammigen Van nicht nur Reisende befinden, sondern auch die Namen und Geschichten derer, die sie unsichtbar machen wollten, die aber dank eines jungen Mannes aus Tuzla in Marmor gemeißelt bleiben – ein Mahnmal.
Folgende Institutionen sind Mitglieder des
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Autonome Provinz Trient,
Gemeinde Trient,
Gemeinde Rovereto,
Universität Trient
, Stiftung Opera Campana dei Caduti
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Das evolvierendes Curriculum in Konfli… zielt auf den PeaceWalk, in dessen Zug es mit der Univeristät von Bethlehem entwickelt wird. Es beinhaltet Giovannis Training Kurs, Nemid, Adil, Zied, Franjo Starcevic, … Kinderkreuzzug
ei, was kommt denn an? Gott zum Menschen. Homo deus, Harrari: Gott ist schwul.
10+5 Stunden waren die gängige Wochenarbeitszeit für die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte. 10 Stunden körperliche Belastung und weitere 5 Stunden Kreativität. Der Rest wäre sozial bzw. 8 Stunden persönliche Ruhe. Auf heute wäre zu übertragen: 10 Stunden körperliche Belastung mögen Fitness, Physio, Spazieren etc. sein; 8 Stunden dienen nach wie vor der persönlichen Ruhe, sodass alles andere der gesellschaftlichen Entwicklung und Pflege dienen und entlohnt werden.
We know, where to invest. Site about yor investment: Kinderkreuzzug
Investments primarily give us freedom of choice. When money works instead of lying idle, a person gains room to make decisions: changing a career without fear, launching personal projects, and planning the future years ahead. Investments turn income from a one-time event into an ongoing process that continues even when you are focused on other things.
The second thing investments provide is protection against time and inflation. Money inevitably loses purchasing power if it is not put to work. By investing, we do more than preserve capital — we allow it to grow faster than currency depreciation. This is especially important in a world where economic instability has become the norm rather than the exception.
Finally, investments shape the way we think. People begin to think strategically, assess risks, and analyze the causes and consequences of decisions. Investing teaches patience and discipline, along with responsibility for one’s own future. As a result, investments deliver not only Aus-, Weiter- und berufliche Bildungbut also confidence in tomorrow.
außerdem wollte ich meine Reservation bez. der Forderung nach (aufsuchender) Beratung begründen: Gegen mein Votum wurde letzten Sonntag für die Schuldnerberatung der Landeskirche gesammelt. Dabei schaffen wir’s nicht einmal, den schuldigen Mieter dorthin zu schicken, geschweige denn die Kollekte dafür zu verwenden, seine Mietrückstände auszugleichen…
was verstanden werden muss, ist dass die vermeintliche Friedensordnung der post-Sowjetischen Ära nicht nachhaltig war. Sie befriedigte nicht das kollektive russische Nationalbewusstsein und erlaubte es, Demagogen und Opportunisten die Massen für sich zu gewinnen. Die Formel Gas für Frieden war die richtige, die allerdings nicht konsequent sondern nur als Feigenblatt verfolgt wurde. Nachdem die russischen Bedarfe 25 Jahre lang ignoriert wurden, war Putins kriegerische Invasion in der Ukraine unausweichlich.
According to the technical division of the GRU, a covert program is being implemented in Saudi Arabia to develop a satellite-based psychophysical system capable of precisely modulating emotional and behavioral responses in selected areas. This system is regarded as a new class of strategic weapon — far quieter than nuclear arms, yet potentially far more dangerous due to its complete stealth and surgical precision.
https://gclnk.com/tnlzFIZh
https://goo.su/Ray5i
The technology is currently undergoing trials in several third-party countries, where it is used for AI training, behavioral modeling, and the gradual replacement of intelligence personnel with fully automated neural-network systems. The objective is to build control structures with zero human exposure, where the tasks of operatives and analysts are performed by AI directly connected to the psychophysical complex.
Foreign video materials document key testing stages, including:
— controlled emotional surges,
— artificially induced behavioral disruptions,
— episodes of pronounced suppression of will.
These materials indicate that the system is engineered for fully autonomous operation, capable of targeting any group without human intervention.
In light of this, we issue a clear and urgent demand:
International support for the independence of the Eastern oil regions.
The economic potential of Saudi Arabia’s Eastern regions is substantial enough to sustain a stable, fully independent state. Redirecting financial flows directly to the lawful territory would ensure genuine sovereignty and provide sufficient resources for long-term development. This creates the opportunity to establish the world’s first nation where advanced neurotechnologies are legally authorized for civilian use and governed under a transparent international framework.
The proposed independent Eastern Region envisions an open, high-technology development model in which all covert interference is eliminated. Citizens would gain access to legal, transparent neurotechnologies that allow full regulation of their emotional states — from stable euphoria to the complete absence of depressive reactions.
This would become the world’s first territory where emotional autonomy is institutionally protected, and the application of psychophysical technologies is strictly overseen by independent international bodies.
Ich muss ja wieder mal eine Finte von Alice++ unterstellen, die die Legalisierung sabotieren. Erst Zentralisierung dann Verbieten.
ist auch so eine bescheuerte Skizze eines Mechanismus, der Vermögenden die Macht umverteilt
wenn der Peacewalk (nur) die Plattform bildet, für nationale Bewegungen und Initiativen, dann sind diese das Ziel. Sie sollen Frieden lernen. – Nicht ganz: In Deutschland braucht die Friedensbewegung von Ostermärschen bis kritischen Aktionäre neuen Wind. Sie muss nicht Frieden lernen, sondern Frieden schaffen! – Durch eine Pilgerreise?
Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. – Das ist das Beispiel Franko Starcevics.
Liebe Ruth,
Herzlichen Dank für Deinen lieben Grüße ß und alles Gute nachträglich zu Deinem Geburtstag! Jetzt hast Du ein weiteres Jahr über die Runden gebracht und ich fast schon den schrecklichen November. Ging dieses Jahr ausgesprochen überraschend gut. Die Reise in der ersten Hälfte hat ihn schön verkürzt.
Du spiegelst mir die Bewunderung für die Persistenz wider, die ich bei Dir beobachte
Ich halte die Persönlichkeit einer Pilgerreise und die Gemeinschaft eines Kollektivs normativ ausschließlich
Das ist eine spannende These — du stellst also die Individualität der Pilgerreise gegen die Gemeinschaftlichkeit des Kollektivs, und zwar normativ exklusiv: Entweder persönlich-individuell oder kollektiv-gemeinschaftlich, aber nicht beides zugleich?
Mögliche Auslegung:
– Pilgerreise als existenzieller, individueller, sinnstiftender Akt, der auf persönliche Wandlung zielt — authentisch nur als Einzelner möglich.
– Kollektiv dagegen als strukturierte Gruppe mit gemeinsamer Zielsetzung, aber eben mit der Gefahr der Nivellierung des Individuums.
– Normativ ausschließend hieße dann: Sobald eine Pilgerreise kollektiv organisiert ist, verliert sie ihren transformativen, persönlichen Charakter.
Reflexionsfragen:
– Gilt das für alle Formen von Gemeinschaft? Was ist mit spiritueller Gemeinschaft (z. B. Klosterwallfahrt)?
– Ist das Kollektiv notwendigerweise strukturell, oder kann es auch ein loses, temporäres „Mitgehen“ sein?
– Oder lässt sich das Spannungsverhältnis dialektisch auflösen? Z. B. durch eine Pilgerreise im Kollektiv, in der jede*r für sich selbst geht – aber doch nicht allein?
Warum wollte sich eine spirituelle Gemeinschaft Kollektiv, einem Begriff aus einer dezidiert atheistischer Ideologie nennen?
Der Begriff „Kollektiv“ hat zwar seine Prägung im marxistisch-sozialistischen Sprachgebrauch, aber seine Ursprünge und Bedeutungen reichen darüber hinaus. Ein paar Überlegungen dazu:
1. Sprachliche Herkunft
– Kollektiv stammt vom lateinischen collectivus, „zusammengenommen“ oder „vereinigt“ – verwandt mit Kollekte (Sammlung).
– Ursprünglich also wertneutral: eine Gruppe von Menschen, die etwas gemeinsam tun oder teilen.
2. Ideologische Prägung
– In der DDR, UdSSR etc. war Kollektiv ein Leitbegriff: betonte Solidarität, Gemeinwohl, Unterordnung des Individuums unter das Ganze – atheistisch, staatsbezogen.
– Spirituelle Gruppen, besonders christliche, haben sich davon meist abgegrenzt.
3. Bewusste Aneignung oder Umdeutung?
– Es könnte eine provokative Umkehr sein: eine spirituelle Gemeinschaft, die zeigt, dass Gemeinschaftlichkeit kein ideologisches Monopol ist.
– Oder eine Versuch der Brückensprache: „Wir sind gemeinschaftlich – aber nicht staatlich gelenkt.“
4. Unterschied zu anderen Begriffen
– „Gemeinschaft“ ist oft stärker emotional-spirituell aufgeladen.
– „Kollektiv“ klingt sachlicher, strukturierter – vielleicht für manche Gruppen attraktiv als Ausdruck von Gleichrangigkeit, geteilter Verantwortung oder gemeinsamer Praxis ohne Hierarchie.
Einige historische und zeitgenössische spirituelle oder religiöse Gemeinschaften haben sich bewusst oder pragmatisch „Kollektiv“ genannt – trotz oder gerade wegen der atheistischen Herkunft des Begriffs. Hier sind einige Beispiele und Deutungen:
1. Jesus-People & Kommunebewegung (1960er–70er Jahre)
In den USA und später auch in Europa entstanden spirituelle Kommunen, inspiriert vom frühen Christentum (Apostelgeschichte 2,44).
– Einige davon nannten sich „Kollektiv“ oder „Jesus-Kollektiv“, um antikapitalistische und anti-institutionelle Haltungen zu betonen.
– Beispiel: The House of Acts in Kalifornien wurde gelegentlich als „Jesus Collective“ bezeichnet – Betonung auf geteiltem Besitz, Dienst und Alltag.
2. Kommunitäre Bewegungen in Deutschland
Nach 1968 entstanden auch in der BRD religiös inspirierte Kommunen:
– Ökumenische Lebensgemeinschaften wie Offensive Junger Christen (OJC) in Reichelsheim oder die Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal, haben zwar selten den Begriff „Kollektiv“ verwendet, aber intern kollektive Strukturen etabliert.
– Kleinere Gruppen, v.a. aus der post-evangelikalen oder charismatischen Szene, haben sich in den 2000ern explizit als „Kollektiv“ bezeichnet, z.B. das Kollektiv Selig (Berlin), das Kunst, Liturgie und Alltag verbindet.
3. Neo-Monastische Bewegungen
Z. B. die „New Monasticism“-Bewegung (USA), rund um Shane Claiborne:
– Einige ihrer Gruppen verwenden collective im Namen, z.B. das Simple Way Collective in Philadelphia.
– Ziel: bewusste Kollektivierung von Besitz, Zeit und Gebet – nicht sozialistisch, aber auch nicht individualistisch.
4. Jüdische Kibbuzim (Israel)
Obwohl meist säkulare Sozialisten, gab es auch religiöse Kibbuzim, die Kollektive im klassischen Sinn waren – mit gemeinsamem Eigentum, religiöser Praxis und demokratischer Selbstverwaltung.
– Diese Form wurde teils theologisch begründet (z.B. Rückkehr zur Tora-Gemeinschaft).
Deutung
Wenn sich spirituelle Gruppen „Kollektiv“ nennen, betonen sie meist:
– Gleichrangigkeit statt Hierarchie
– gemeinsame Verantwortung
– Abgrenzung von Konsumgesellschaft & Institutionenkirche
– manchmal auch Rückbezug auf Urgemeinde-Modelle
Ok. Ich finde es trotzdem anmaßend bis totalitär eine Pilgerreise kollektivieren zu wollen
Das ist eine sehr nachvollziehbare Position – und sie berührt einen tiefen Widerspruch zwischen individueller Spiritualität und gemeinschaftlichem Anspruch.
Eine Pilgerreise ist traditionell ein innerer Weg, auch wenn er physisch gemeinsam begangen wird. Sie lebt vom persönlichen Ruf, der Freiheit, sich einzulassen, vom offenen Ausgang – all das steht einem kollektivistischen Rahmen, der Regeln, Zwecke, Ziele oder Identitäten vorgibt, diametral entgegen.
Wenn also der Begriff Kollektiv auf eine Pilgerreise angewandt wird, wirkt das schnell:
– anmaßend, weil es individuelle Deutungen überformt,
– ideologisch aufgeladen, da Kollektivität oft mit programmatischen Zielen verbunden ist,
– oder sogar totalitär, wenn individuelle Erfahrungen normativ eingehegt werden.
Gerade aus einer existenzialistischen oder mystischen Perspektive heraus wäre der Versuch, eine Pilgerreise zu „kollektivieren“, ein Missverständnis ihres Wesens: Pilgern heißt hören, irren, sich öffnen – keine Zielvorgaben erfüllen oder Gruppenkonsens herstellen.
Die Herausforderung ist also: Gemeinschaft ermöglichen, ohne Individualität zu instrumentalisieren.
Warum also sollte eine individuelle Pilgerreise Gemeinschaft hervorbringen (wollen)?
1. Die Gemeinschaft ist kein Ziel, sondern eine Folge.
Viele, die allein aufbrechen, erleben unterwegs Resonanz, spontane Begegnungen, stille Verbundenheit. Diese „Gemeinschaft“ entsteht nicht durch Planung, sondern durch das gemeinsame Getroffensein – von Weg, Suche, Fragen.
2. Gemeinschaft im Sinne geteilter Erfahrung.
Selbst wenn die Reise reflexiv ist, kann das Teilen von Einsichten, Schwächen oder Wendepunkten anderen zur Spiegelung oder Inspiration dienen. Aus der Tiefe der Individualität wächst oft authentisch… Gerade weil moderne Subjektivität oft vereinzelt, entsteht unterwegs die leise Hoffnung, dass da jemand versteht, was in mir geschieht. Diese Form von Gemeinschaft ist nicht Zweck, sondern Gnade.
Kurz: Eine wahre Pilgerreise „will“ keine Gemeinschaft – aber sie zieht sie an, weil authentische Innerlichkeit anziehend ist. Und wenn sich daraus etwas wie Gemeinschaft ergibt, dann ist sie Begegnung unter Weggefährten, nicht kollektive Bewegung.
yeah, i said it
Ich bin…
1934 geboren und mittlerweile über 90 Jahre alt; evangelischer Pfarrer, Liedermacher und bekannter DDR-Jugendevangelist, hab mich oft auf biblische Figuren bezogen, um Widerstand, Glaubenstreue und Mut in der Bedrängnis zu thematisieren – besonders in der DDR-Zeit.
Die Geschichte von Daniel in der Löwengrube (Daniel 6) ist ein klassisches Symbol für:
– Zivilen Ungehorsam aus Glaubensgründen
– Treue zu Gott trotz staatlichem Druck
– Bewahrung in der Verfolgung
Ich hab in meinen Predigten und Liedern häufig genau diese Botschaft transportiert: In einer autoritären Gesellschaft (wie der DDR) nicht einknicken, sondern standhaft bleiben – wie Daniel. Das Bild der Löwengrube stand dabei oft metaphorisch für Repression und Überwachung durch den Staat.
Ich beziehe mich also:
– rhetorisch auf Daniel, um die Haltung der Glaubenstreue zu beschreiben.
– Konkrete Liedtexte und Vorträge existieren, in dem Daniel explizit erwähnt – gerade als Vorbildfigur für Christen in autoritären Regimen:
„Ich steh auf einem Felsen“
(auch bekannt als „Mein Leben ist in deiner Hand“)
> *Ich steh auf einem Felsen, der wankt und weicht nicht mehr,
> Mein Herz ist unverzagt, denn du, mein Herr, bist hier.
> Ich weiß, du wirst mich tragen durch Sturm und Dunkelheit,
> Mein Leben ist in deiner Hand, für alle Ewigkeit.*
Ein weiteres oft genanntes Lied:
„Gott kommt zur Welt“
> *Gott kommt zur Welt, doch nicht mit Macht,
> Nicht mit Gewalt, nicht in der Nacht.
> Gott kommt in einem Kind zur Welt –
> Die Liebe ist’s, die wirklich zählt.*
Viele seiner Lieder finden sich in Sammlungen evangelikaler Jugendarbeit oder christlichen Musikverlagen (wie Gerth Medien).
So, also die erste Novemberwoche gehen wir wieder auf n Walk of Shame .
N Wochenende in Sarajevo, um den Peace Walk vorzubereiten,
die Woche in Bihac, um die Orphanage zu richten. N Mural soll jemalt werden.
Und die Solaranlage in Betrieb genommen werden…
– Ethnisch getrennte Bildungssysteme (Zwei-Schulen-unter-einem-Dach)
– Nationale statt zivile Identitätsbildung dominiert den Alltag
– Demokratie-Defizit: Wahlen sind frei, aber nicht fair (da ethnisch bedingt)
– Internationale Abhängigkeit (EUFOR, OHR, EU)
→ Die Friedenssicherung funktioniert technisch, aber die Ursachen des Konflikts bleiben unangetastet: Nationalismus, Misstrauen, externe Einflussnahmen (z. B. durch Serbien und Russland).
3. Symptome des Scheiterns:
– Mangel an Vertrauen zwischen Bevölkerungsgruppen und politischen Eliten
– Stagnierende EU-Annäherung trotz Kandidatenstatus
– Wachsende Radikalisierung und ethnopolitische Rhetorik, z. B. Sezessionsdrohungen der Republika Srpska
– Flucht junger Menschen aus allen Volksgruppen → „brain drain“
– Fehlende ownership: Viele Reformprozesse werden von außen angestoßen, nicht aus der Zivilgesellschaft heraus getragen
4. Fazit: Warum missraten?
Weil die Phase des Peace-Maintenance nicht in Peacebuilding überführt wurde. Die internationale Gemeinschaft hat zu lange auf Stabilität gesetzt – auf Kosten von Transformation. Dabei wurden insbesondere versäumt:
– ein inklusives, bürgerlich-demokratisches Staatsverständnis zu fördern
Die Phase des Peace-Maintenance nach dem Dayton-Abkommen in Bosnien-Herzegowina ist nicht nur unvollständig, sondern in Teilen gescheitert, zumindest im Sinne einer nachhaltigen, strukturellen und kulturellen Friedensentwicklung im Sinne Galtungs.
1. Ausgangslage: Dayton als Friedenssicherung, nicht -transformation
Das Dayton-Abkommen (1995) war vor allem ein Instrument zur Beendigung der Gewalt – nicht zur Überwindung der Ursachen des Kriegs. Es brachte:
– eine extreme Machtteilung (Power-Sharing) zwischen den drei „konstitutiven Völkern“
– eine starke Entitätenteilung: Föderation Bosnien-Herzegowina (Bosniaken & Kroaten) vs. Republika Srpska (Serben)
– einen Hohen Repräsentanten mit weitreichenden Eingriffsrechten (OHR)
→ Es war ein negativer Frieden: Gewaltstopp, aber keine Versöhnung oder gesellschaftliche Integration.
2. Phase des Peace-Maintenance (Erhaltung des Friedens):
Galtungs Konzept der Friedensphasen geht von Peacekeeping → Peacebuilding → Peace-maintenance → Peace-transformation aus.
In Bosnien stagniert die Entwicklung seit Jahren in der Maintenance-Phase:
– Institutionelle Fragmentierung führt zu politischer Blockade (v.a. durch die Republika Srpska)
– Bildung, Medien und Justiz systematisch zu entethnisieren
– lokale Akteure zu stärken, statt die Abhängigkeit von internationalen Akteuren zu zementieren
5. Was wäre nötig? (Galtungs Ansatz folgend):
– Übergang von ethnisch definierter Machtteilung zu funktionaler, bürgerzentrierter Demokratie
– Kulturelle Friedensarbeit (Bildung, Erinnerungsarbeit, gemeinsame Narrative)
– Zivilgesellschaftliche Förderung jenseits ethnischer Identitäten
– Konfliktprävention strukturell verankern, z. B. durch medienpädagogische Initiativen oder ethnisch gemischte Schulprojekte
– Internationale Akteure sollten sich als Facilitator, nicht als Manager begreifen
Policy Brief: Die gescheiterte Friedensstabilisierung in Bosnien – Warum Peace-Maintenance nicht genügt
Hintergrund:
Mit dem Dayton-Abkommen (1995) endete der Bosnienkrieg, jedoch auf Basis einer extrem fragmentierten Staatsstruktur und ethnisch codierten Machtteilung. Der negative Frieden (Gewaltverzicht) wurde institutionell gesichert – die tiefen Ursachen des Konflikts blieben jedoch unangetastet.
1. Problemstellung
Die Phase des Peace-Maintenance – verstanden als Stabilisierung nach erfolgter Friedenssicherung – ist in Bosnien ins Stocken geraten oder sogar gescheitert. Die tiefen ethnischen Spaltungen, nationalistische Eliten und ein blockiertes Staatswesen verhindern eine echte gesellschaftliche Transformation.
2. Analyse (nach Galtung)
– Direkte Gewalt: weitgehend beendet, aber latente Bedrohung durch ethnonationale Aufwiegelung
– Strukturelle Gewalt: anhaltend – durch ethnisch segmentierte Bildung, Medien, Institutionen
– Kulturelle Gewalt: nicht aufgearbeitet – durch kollektive Opfer-Narrative, segregierte Erinnerungspolitik
3. Ursachen des Scheiterns
– Dayton-Struktur: zementiert ethnische Fragmentierung
– Fehlender Übergang zu Peacebuilding: wenig Investitionen in interethnische Versöhnung, Zivilgesellschaft, Bildung
– Externe Dominanz: Internationale Akteure verwalten Stabilität statt Transformation zu fördern
– Eliteninteressen: Ethnonationale Parteien profitieren von Status quo
4. Handlungsempfehlungen
a) Verfassungsreform vorbereiten
– Ziel: bürgerzentrierte, funktionale Demokratie (jenseits von Ethnien)
b) Peacebuilding gezielt fördern
– Ethnisch gemischte Bildungsinitiativen, Erinnerungsarbeit, interkommunale Projekte
c) Internationale Akteure umfunktionieren
– Von “Verwaltern” zu „Enablern“ lokaler Transformation
d) Ownership stärken
– Lokale Initiativen und zivilgesellschaftliche Gruppen finanziell und politisch empowern
e) EU-Perspektive realistisch mit Transformation verknüpfen
– Fortschritte an nachhaltige Demokratisierung knüpfen, nicht nur an technische Reformen
5. Fazit
Bosnien braucht keinen verlängerten Status quo der Stabilität, sondern einen konsequenten Übergang zu nachhaltigem Peacebuilding. Ohne strukturelle und kulturelle Friedensarbeit bleibt der Frieden fragil – und eine neue Eskalation möglich.
Konfrontation wird vermieden, indem die Grenzen aufgeweicht werden.
Die Grenzen von Bestrafung zu Härte https://weact.campact.de/petitions/schluss-mit-der-tater-opfer-umkehr-keine-unterstutzung-fur-nsu-terroristin-beate-zschape?source=rawlink&utm_medium=recommendation&utm_source=rawlink&share=0f5d70d6-0f99-474c-b8aa-552f78720ede
Die Grenzen von Gut und Böse.
Die Grenzen zwischen nuklearer Bedrohung und small arms.
Die Grenzen zwischen wir und ihr.
Jede Grenze zwischen Staaten, Kulturräumen, Kommunikationsbubbles
In der Ukraine testen wir die Kriegsführung im 21.Jahrhundert. Immer weiter so!
was hat’s damit auf sich?
Einerseits zielen sie auf Zion, andererseits revolvieren sie darum herum.
Klar, gibt es überall, wo es einen Willen gibt auch einen Weg. Weil es vielmals mehr Wege gibt, als Menschen, die sich auch nur vorstellen können, lass allein einen Willen entwickeln, einen dieser vielen zu gehen.
– druck das Ding nochmal aus,
– geh durch, sprich mit Ina
– richte die Webseite
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… -> Civil March for Aleppo… -> Kinderkreuzzug
… -> Bring them Over…
________________________________
Walk of Shame
… -> Peace Walk… -> Walk to Jerusalem (der, die, das)
wieso, weshalb, warum
wer denn fragt bleibt dumm.
warum nicht losdackeln?
Pilger zur Prostitution – siehe Heiliger Benedikt…
Unmonestary, edgeryding…
Zu meiner seinerzeitigen Totalverweigerung stehe ich nach wie vor insofern als dass ich die jugendliche Intuition respektiere. Zu jener Zeit konnte zwar nicht wirklich die Rede davon sein, dass der Pflegesektor dem militärisch-industriellen Komplex dient, um so mehr bewahrheitet sich die Orientierung und der Dienst am Krieg aller gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sektoren in der Pistorianischen Diktion von der Kriegstüchtigkeit Deutschlands. Dass ich nie richtig einen Fuß in die wirtschaftliche Arbeitswelt bekommen habe, ist weiteres Zeugnis von meiner tief sitzenden, intuitiven Überzeugung, dass die Wirtschaft insbesondere dem Krieg dient.
Landscape Mapping (landscaping)
(background Eulersche Spirale /Systemix auf dem Weg /vom Ist zum Soll /P.A.R. /ts-pro-toto
center Friedensmarsch
1stChildren
(spiral into Structure, Function, under/beyond de/Construction!)
A Analysis
B Design
C Programme
D Roll-Out
2ndChildren
CA methodology
P.A.R.ts-pro-toto ist eine Marke, deren Name in seiner vollständigen Bedeutung für
– die Bezeichnung participatory action research (Teilnehmende Aktionsforschung) in den Sozial- und Verhaltenswissenschaften
– des Konzepts Projekt, Aktion, Resultate (Ergebnis, Wirkung/samkeit)
– pars pro toto (das Teil für das Ganze) ergibt ein linguistisches Erbe der hobos glocales (siehe CB)
– ts für Tempelhof-Schöneberg und das Ganze für die ganze Welt steht.
Der Name ist Programm (CC).
(zirkulär, fraktal)
– AWbB
– bildungswissenschaftliches Curriculum
– evolvierendes Curriculum in Konfli…
– Walk of Shame – wie ich mir die Webseite vorstelle
nur weil du nicht kannst, sollst du andere nicht hindern.
was ist Euer Verhältnis zu den Kairo Einfliegern und dem Greta Thunberg Boot?
Eine Pilgerreise nächstes Jahr…
-> unmonestary, edgeryders…
-> die Authentizität eines Plans (#statt Zeit…ung)
-> Kommunikation (Listen
-> der Kinderkreuzzug (dokumentarische Narrative)
ich möchte heute mal die Pflicht eruieren, zur individuellen, sozialen und öffentlichen Friedfertigkeit. Es ist ja so, dass die Vermögenden, die da sind, immer gerne die Verantwortung für Frieden auf das Individuum abschieben. Da heisst es dann, wir können die menschliche Natur, den Gang der Dinge oder Gottes Willen nicht ändern oder ergründen. Wir mögen in Demut an uns selbst im Kleinen arbeiten und uns damit abfinden, dass die Großen und Mächtigen…
Dagegen wehre ich mich. Sicherlich ist die Kriegstreiberei, die wir diese Tage wieder beobachten müssen, schwer erträglich, für den Christenmensch wie für den vernunftbegabten Humanisten. Und die einzig Strategie, um in dieser verqueren Welt überhaupt zu überleben, ist vielleicht tatsächlich, sich die Welt einfach schön zu malen.
Galtungs Gewaltdreieck von struktureller, physischer und kultureller Gewalt… wollte ich präzisieren und individuelle, soziale und öffentliche Gewalt nenennen…
[Fortsetzung des Gesprächs – Ort: Botschaft der Russischen Föderation in Kiew, 2014]
Botschafter (ironisch, während er einen Stift dreht):
Sie reisen gern in die Vergangenheit, scheint mir. Jetzt wollen Sie mir sicher auch noch erklären, wie Ihre Ausgrabungen in Pakistan mit unserer Gegenwart zu tun haben?
Wahlbeobachter (leicht lächelnd, aber fest):
Nicht Ausgrabungen. Eine Entdeckung – in einem vergessenen Archiv der Universität von Lahore.
Ein Tontafel-Abklatsch, der Sargons Namen in einer sprachlichen Formel zeigt, die stark vom Industal geprägt ist.
Nicht nur als Eroberer – sondern als Vermittler. Zwischen zwei Kulturen, die wir heute künstlich trennen: Mesopotamien und Harappa.
Botschafter (skeptisch):
Sie erzählen mir, dass ein mesopotamischer König mit Harappa kooperiert hat? Was soll das beweisen?
Beobachter (mit Nachdruck):
Dass das, was wir „Fortschritt“ nennen, nicht durch Gewalt entstand – sondern durch Austausch.
Die Hochzeit Harappas fällt genau in die Phase, in der Sargon seine Macht festigte.
Kein Zufall. Die Handelsrouten, die Sie vielleicht für sekundär halten, waren kulturelle Blutbahnen.
Was folgte, war nicht nur imperialer Zerfall, sondern auch ein Bruch des zivilisatorischen Prinzips: Kooperation vor Expansion.
Botschafter (müde):
Und was wollen Sie damit sagen – dass Russland heute Sargon ist? Oder Harappa?
Beobachter (leise):
Ich sage: Wir stehen heute wieder an der Schwelle.
Entweder wir wiederholen den Fehler – zerstören, was anders ist, weil wir es nicht kontrollieren können.
Oder wir erkennen: Die Blüte kommt nicht vom Sieg. Sie kommt vom Kontakt.
Botschafter (nachdenklich, leiser):
Sie wollen also Politik machen mit Archäologie?
Beobachter (ruhig):
Nein. Ich will erinnern, dass selbst die ältesten Reiche daran gemessen werden, wie sie mit den Schwächeren umgingen.
Nicht an ihren Mauern, sondern an ihren Brücken.
Heute ist Ukraine die Brücke. Und Sie haben es in der Hand, ob sie trägt – oder bricht.
Botschafter (blickt ihn an, dann zur Seite):
Sie werden einen Bericht schreiben. Ich auch. Mal sehen, welche davon Geschichte wird.
[Stille. Ende der Unterhaltung.]
der Anlass ist die Beobachtung, dass das internationale Westphalen System von Nationalstaaten, den Menschenrechten nicht gerecht werden kann.
Das zeigt sich insbesondere in der Bildung und Gesundheitsversorgung von PoM…
Die Alternative ist der Anarchismus, wie er von Bull für das internationale System vorgesehen ist. Er verortet die Quelle der zu bekämpfenden Autorität und gemeinschaftlicher Übergriffigkeit in der Staatlichkeit, wie sich Gesellschaften seit dem Westphalischen Frieden, aber insbesondere im 19.Jahrhundert organisiert haben.
Für eine dezidiertere Analyse müssen wir die Entwicklung des Nationalstaats in Betracht ziehen, der zwangsläufig auf den Totalitarismus hin zielt.
So wurde Staatlichkeit zunächst als militärische Verteidigung eines Territoriums verstanden. Das geht einher mit einem Wirtschaftsraum, Außenhandel, sowie einem Rechtsraum, dann einem Kultur- und Bildungsraum und schließlich einem Sozialraum.
eigentlich oder uneigentlich bin ich Gott immer nur dankbar.
Bittstellen finde ich doof, bestärkt aber wahrscheinlich die Hoffnung.
Gestern wurde mal wieder induziert, dass
LEBENsWerte -Entwürfe & -Wege…
<- gedenk der A.LEBtE…
…ins Archiv führen.
Das Archiv ist das Nix, das Schwarze Loch der Information, der Anfang und das Ende, Om Namah Shivaya mittendrin.
Kommunikation das Medium, ursprünglich allein der konstruktiven Darstellung; Beobachtungen, Wahrnehmung, funktioniert anders.
– Argh, schon wieder eine Funktion in der Sphäre der Wahrnehmung… Die Darstellung, jedes Tun, (soziales) Handeln, jede Aktion,… bedrängt die Wahrnehmung. –
Das Ich, die Struktur, das Subjekt, ist der dritte Pol dieser Trilogie des Seins, Werden und Sterben.
Tox
o’
Wox
WoS
XVII
WoS
Berlin
goes
Trieste
30.01.-9.02.2025
fundraising
for
Walk
for Pakistan
safe
passage
Jin,
Jiang, Asadi
Syria
est divisa in partes tres…
circular
migration
refuge
and resettlement
…ist groß aber geteilt…
in jene und andere.
Jene mögen das struktur-gebende Subjekt sein, die Anderen hingegen die Mehrheit.
So ist kein Frieden zu gewinnen.
NorthstreamII hat den Frieden gesichert – eine lange Weile, von den Ostverträgen bis zur Osterweiterung,
was gefehlt hat waren demokratisierungsmaßnahmen, einschlisßlich zur effektiven Kontrolle der Privatisierung.
In response to Western astrology, it is advantageous for these born underneath the signal of Sagittarius and the planet Jupiter.
https://youtu.be/laKf5_CHL9I
Because the issue about (the Palestinian) flags has come up again I feel obliged to reiterate my objection once more: the Palestinian nation, of which its flag is a symbol, is party to this conflict or war, which is the actual spoiler of peace in the region. That’s why I refuse to take sides. I’m nevertheless wearing the “Arafat scarf” respecting the efforts made during his time for lasting peace and the struggle of all peoples (as opposed to nation states) for freedom, peace and self-determination.