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heuristische Systematik

…ist was Frau Dr. Klotz, ihres Zeichen Bezirksstadträtin in Tempelhof-Schöneberg für Gesundheit und Soziales einerseits und Stadtentwicklung andererseits, anwendet in ihrem Beitrag zum bezirklichen Integrationsbericht. In ihrem 10-seitigen Beitrag verwendet sie mehr als die Hälfte auf Aktivitäten des Amts für Soziales und widmet dem Stadtentwicklungsamt gerade einmal 2 Seiten. Dabei verortet das Asylverfahrenbeschleunigungsgesetz vom November 2014 insbesondere die Unterbringung von Flüchtlingen klar als stadtebauliche Aufgabe. Darüber hinaus konzentriert sie sich in ihren Ausführungen auf die Frage nach “interkulturelle[r] Öffnung der Verwaltung” und ignoriert größtenteils die des weiteren gestellten Fragen nach Arbeit, Bildung, Partizipation und Gewalt – ganz abgesehen eben von der orginären Frage des “stadträumlichen Zusammenhangs.”

Was ist daran nun heuristisch?

Es hat Methode, wie die Sozialpolitikerin Klotz die Stadtentwicklung unterordnet und vernachlässigt. Zuletzt kündigte sie an, dass die Bereichsentwicklungsplanung der Sozialraumplanung nachgestellt würde.

Was ist daran schlecht?

Wohingegen die Sozialpolitik immer neue Schubladen und Abhängigkeiten schafft, ist es die Stadtentwicklungspolitik, die die Möglichkeit hat, zukunftsweienden Raum zu schaffen für die Herausforderungen des Zusammenlebens und der Integration. Während die Sozialpolitik (und die Sozialraumplanung) Daten hinterher rennt, für deren Erhebung sie enorme Resourcen verschlingt ohne die Kapazitäten für eine Interpretation zu haben, hat die Stadtentwicklungspolitk gerade in dieser Wahlperiode gezeigt, wie sie aus breiter Partizipation normative Kraft schöpfen kann.

4 comments for “heuristische Systematik

  1. Pingback: Icke's Kollektiv
    • 25. Juni 2016 at 14:37

      Ja, also zwischenzeitlich gehe ich ja davon aus, dass die Grünen den 2.Stattratposten bekommen.

      Damit werden die Grünen und die CDU um die SPD als Juniorpartner in der Zählgemeinschaft buhlen, wobei die Grünen – wenn denn Klotz standfest in ihrem Abchied bleibt und sich nicht doch noch als Bürgermeisterin empfehlen will – auf das Bürgermeisteramt verzichten werden, so dass Schöttler im Amt bliebe. Schöttler spekuliert darauf, wenn sie den Grünen das Direktmandat in ihrem SPD Gebietsverband Schöneberg-Nord überlässt, indem sie Hertlein dort aufstellt.

      Schworck würde damit seinen Stadtratsposten verliehren, weswegen er die Zählgemeinschaft mit Kaddatz präferiert. Auch die von mir betriebene Option, dass die SPD die anderen Spinner ihre gestörten Machtansprüche gemeinsam ausleben läßt, kann Schworck recht sein.

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