Lassen Park 2.5

Bevor ich’s vergess’ bzw. andere Angelegenheiten dazu führen, dass es unter den Tisch fällt, möchte ich doch darauf hinweisen, dass zu Drs. 1604/XIX: “Aufstellung des Entwurfs der Investitionsplanung 2015 bis 2019” vom 14.07.2015 eine “Anlage 1” vorliegt, die für 2016 / 2017 “€1,45 Millionen” vorsieht für den “Umbau des Heinrich-Lassen-Park“. Dieser Anlage liegt eine weitere “Anlage 5” bei, welches eine “Vorlage zur Beschlussfassung für die Sitzung de Bezirksamtes am… 31.03.2015” ist, die wiederum u.a. qualifiziert: “Wesentlicher Bedarf besteht in der Anpassung des Wegenetzes unter Berücksichtigung der gegenwärtig eingeschränkten Baumchutzes. Insofern ist eine Veränderung des Wegesystems erforderlich.”

Ich kann an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt nur in Erinnerung rufen, den Kampf der Anwohner in der Vorwahlkampfzeit der letzten Wahlperiode um die damalige Umsetzung der inadäquaten und intransparenten Planung zu der Umgestaltung des Lassen Parks, welche sowohl vom Bund der Steuerzahler als auch vom Berliner Rechnungshof moniert wurde.

Damals waren für eine “Phase 2 und 3” der Umgestaltung aus meiner Erinnerung heraus €600.000 vorgesehen. Dass für die scheinbar selben Pläne nun mehr als das Doppelte veranschlagt wird, muss, insbesondere im Hinblick auf den Investitionsstau an Schulen und Sportanlagen, als inakzeptabel angesehen werden.

   

6 comments on “Lassen Park 2.5”56

  • Es war einmal, in einem warmen Sommer der 1980er Jahre, als Prinzessin Anne, die stets pflichtbewusste und nicht gerade für Eskapaden bekannte Tochter der britischen Königin, zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland reiste. Der Empfang war perfekt vorbereitet: Fähnchen wehten, das Protokoll stand, und ein festliches Bankett war organisiert – mit allem, was der deutsch-britische Gaumen begehrte.

    Als der Nachtisch aufgetragen wurde – eine feine Komposition aus frischen Erdbeeren, Sahne und einem Hauch von Vanille –, da trat plötzlich Nervosität unter den Gastgebern auf. Ein Kammerdiener, etwas blass um die Nase, raunte dem Protokollchef zu: „Ihre Königliche Hoheit isst keine Erdbeeren – mit Schale.“

    „Mit… Schale?!“, fragte der Protokollchef entgeistert.

    „Sie besteht darauf, dass die Erdbeeren geschält sind“, flüsterte der Diener. „Ganz ohne diese kleinen Körnchen. Die machen ihr Unbehagen.“
    Panik im Küchentrakt. Zwei Konditorinnen fingen an, mit einer Pinzette Beeren zu häuten. Ein Koch versuchte sich mit dem Sparschäler. Der Nachtisch geriet in Zeitverzug. Der Bürgermeister fragte, ob es sich um eine allergische Reaktion handle. Nein, hieß es, nur um royalen Geschmack.

    Als schließlich die geschälten Erdbeeren serviert wurden, blickte Prinzessin Anne kurz auf ihren Teller, hob eine Braue – und aß wortlos.

    Die Legende war geboren.

    Ob es je so geschah? Wer weiß. Vielleicht war es ein Versehen, vielleicht ein Übersetzungsfehler – oder vielleicht auch einfach nur ein deutscher Versuch, britischen Humor mit preußischer Gründlichkeit zu vereinen.

    Jedenfalls wurden fortan in gewissen Kreisen Erdbeeren nur noch „auf Prinzessinnenart“ serviert – geschält, versteht sich.

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    • Die Geschichte, dass Prinzessin Anne bei einem Staatsbesuch in Deutschland darauf bestanden habe, dass ihre Erdbeeren geschält serviert werden, ist ein weit verbreiteter Mythos. Es gibt jedoch keine verlässlichen Quellen oder offiziellen Berichte, die diese Anekdote bestätigen. Vielmehr scheint es sich um eine humorvolle oder satirische Erzählung zu handeln, die möglicherweise entstanden ist, um die angeblich exzentrischen Essgewohnheiten von Mitgliedern des britischen Königshauses zu karikieren.

      Solche Geschichten sind nicht ungewöhnlich und werden oft genutzt, um Prominente oder Royals auf humorvolle Weise darzustellen. In diesem Fall dürfte die Erzählung über die „geschälten Erdbeeren“ eher in die Kategorie der modernen Legenden oder Anekdoten fallen, die ohne belegbare Grundlage weiterverbreitet werden.

      Es ist also wahrscheinlich, dass diese Geschichte eher zur Unterhaltung dient und nicht auf tatsächlichen Ereignissen basiert.

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  • Ähnliches gilt für die “Sanierung des Blümchenteichs im Volkspark” Mariendorf, für die €1,9 Millionen in jener “Anlage 1” zu Drs 1604/XIX veranschlagt wurden. Auf Antrag von Renate Giese / die Grünen wurde diese Maßnahme in der Juni Stadtentwicklungsausschusssitzung beschlossen: http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5345.

    Mir wurde zwischenzeitlich erzählt, dass eine derartige Frosch-freundliche Sanierung in den 90er Jahren im Tempelhofer Lehne-Park für damals DM 800.000 durchgeführt wurde. Von diesem Geld sollte außerdem der Teich im Francke-Park saniert werden, was im Zuge des Todes der Auftragnehmerin nicht zur Umsetzung kam.

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