Im weiteren zu den Juni-“Blättern” im Zeichen von Graeber und insbesondere der Resonanz:
“die politisch-administrative Ordnung… als eine zivilgesellschaftliche Resonanzzone… erfahren”
“das Repräsentationsverhältnis ist ein starres, verhärtetes und kennt kaum noch Formen der Verflüssigung”
“Erste Deutung:” Die Stimme, die bei der Wahl (oder Abstimmung) abgegeben wird. – Die Stimme des Einzelnen resoniert in der Repräsentation.
“Zweite Deutung:” die politische Stimme resoniert mechanisch. (rationales Echo)
“Dritte Deutung: … Begreift man den demokratischen Prozess in diesem Sinne als Musik, bedeutet er die fortgesetzte Modulation und Moderation der kollektiven Weltbeziehung sowie der eigenen Rolle darin… demokratischer Ästhetizismus”
“Vierte Deutung: … (Zynisches) Lachen über und Schreien gegen sind nicht nur undemokratische oder zumindest nichtdemokratische Ausdrucksformen, sondern sie zeigen auch beide einen repulsiven Beziehungsmodus an und machen deutlich, dass der Resonanzdraht zwischen Bürgern und Politik gerissen ist…. es geht ihnen nicht oder nicht in erster Linie um spezifische (linke oder rechte) Inhalte, sondern darum, als politisches Subekt mit eigener Stimme wahrgenommen und anerkannt zu werden.”



11 comments on “Resonanz uncovered”60
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also ausdenken kannste dir sowas nicht. es ist ein zirkuläres argument, aber das ist ja eher ein Treiber, eine Motivation. Wo ist das Echo, wenns nicht so aus dem Wald heraus hallt? ..Weil es die Reine Begründung darstellt, einen Pol vielleicht im Feld der Aktion, Funktion, Sozialdemokratie… Geodätrische Pfade ziehen sich über das globale Wellenmeer und umhüllen den Glokus des trinitären Tetraeder aus meinem Blickwinkel auf die subjektivistische Struktur, das Prädikat und das Objekt. Jede Wahrnehmung ist eine derer. Und du willst mir die Bedeutung absprechen?
we are diffusing power. manche menschen wollten macht, manche gieren nach geld.
Thema: Paul Gerhardt (350. Todestag) & Das Alabaster-Prinzip
Schnittstelle Archiv: Phase III (Heiliger Geist) / Rechte Wand (Freiwillige Hingabe)
Krise: Berliner Synkretismusstreit (1666). Institutionelle Härte des Kurfürsten vs. Gewissens-Redlichkeit Gerhardts.
Alabaster-Moment: Das Lied wird zum mobilen Trost-Set. Trotz realer Depravation der Welt (Krieg/Pest) singt Gerhardt vom offenen Himmel.
Nathanael-Perspektive: Gerhardts Lieder sind die Überwindung des „Gottes als Buchhalter“ durch die exzessive Verschwendung des Herzens im Angesicht des Todes.
Philippus-Perspektive: Musik als Brücke dorthin, wo die Welt verwundet ist. „Komm und sieh“ (bzw. „Komm und sing“) als unmittelbare Begegnung.
Das berühmte *”Cogito, ergo sum”* („Ich denke, also bin ich“) von René Descartes wird im Alltag oft völlig missverstanden — meistens, weil wir es unbewusst durch eine moderne Brille betrachten.
## 1. Die falsche Darstellung: „Ich bin intellektuell, also existiere ich“
Viele Menschen verstehen den Satz heute als eine Art psychologische oder existenzialistische Aussage. Frei nach dem Motto: *„Weil ich ein denkendes Wesen bin, mich mit Philosophie beschäftige oder einen Verstand besitze, unterscheide ich mich vom Tier (oder von Steinen) und habe deshalb ein echtes Dasein.“*
Manchmal wird es auch als Rechtfertigung für den Intellektualismus genutzt: *Wer viel denkt, „ist“ mehr.*
## 2. Was Descartes *eigentlich* sagen wollte: Der absolute Nullpunkt
Descartes ging es überhaupt nicht um Psychologie oder Stolz auf den menschlichen Verstand. Er war auf einer radikalen Mission: Er wollte eine **unerschütterliche Grundlage für die Wissenschaft** finden. Dafür erfand er den **methodischen Zweifel**.
Er hinterfragte absolut alles:
* Kann ich meinen Sinnen trauen? Nein, sie täuschen uns manchmal (z. B. optische Täuschungen).
* Bin ich wach oder träume ich nur? Kann ich nicht sicher wissen.
* Was ist, wenn ein böser Dämon (*genius malignus*) mir meine ganze Realität nur vorgaukelt?
Descartes strich also radikal alles weg, was er für auch nur minimal anzweifelbar hielt. Am Ende blieb fast nichts mehr übrig. Keine Außenwelt, kein eigener Körper, keine Mathematik.
Und genau an diesem absoluten Tiefpunkt des Zweifels hatte er seinen Geistesblitz:
> **Die Erkenntnis:** Selbst wenn alles eine Illusion ist, selbst wenn ich mich in jedem einzelnen Gedanken täusche — es muss ja **jemanden** geben, der gerade getäuscht wird. Das bloße Vorhandensein des Zweifels (der eine Form des Denkens ist) beweist zwingend, dass im selben Moment ein *Zweifler* existieren muss.
## 3. Die feine Nuance: Es ist kein logischer Schluss
Ein weiteres Missverständnis steckt im Wörtchen **„ergo“ (also)**. Es klingt wie ein logischer Beweis (A impliziert B). In seinen späteren Werken (den *Meditationen*) hat Descartes den Satz deshalb sogar umformuliert zu: **„Ego sum, ego existo“** (*Ich bin, ich existiere*).
Es ist nämlich kein logischer Schluss, den man erst mühsam herleiten muss, sondern eine **unmittelbare Intuition**. In dem Moment, in dem du denkst, *spürst* und weißt du instantan, dass du da bist. Sobald du aufhörst zu denken, verliert der Beweis seine Gültigkeit.
**Kurz gesagt:** Descartes wollte nicht sagen, *wie* wir leben sollten oder dass Denken toll ist. Er wollte nur beweisen, dass es ein unumstößliches Fundament der Wahrheit gibt, von dem aus man die Welt neu erklären kann. Du kannst an allem zweifeln — nur nicht daran, dass du gerade zweifelst.
Was auch sonst? nächstes Jahr in Jerusalem. Zion! Es war einmal.
Wir nehmen jeweils einen dreieckigen Ausschnitt der Realität wahr. Es ist die Projektion eines Tetraeders auf die Innenseite unserer jeweiligen Seifenblase.
Jetzt hat er ja n neues Buch geschrieben. https://youtu.be/… Soll aber nicht so gut sein.
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ich meine, bin der Meinung, hab meine eigene Meinung, aber auch nur weil es schon mal gedacht wurde oder sich denken lässt, das der Glaube, an die Wirtschaft, die Wissenschaft oder Gott, der Motor für jede Veränderung und Fortschritt ist.