Synkoptentabelle

    EKBO, Verhaltenskodex Selbstverpflichtung für hauptamtlich und nebenamtlich Beschäftigte
und ehrenamtlich Tätige zum Schutz vor (sexualisierter Gewalt) eines beispielhaften säkularen Trägers
Selbstverpflichtungserklärung einer Bayrischen Asyl-Einrichtung der Caritas Vorschlag
1 Kinder, Jugendliche und Erwachsene schützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene schützen Ich verpflichte mich, alles in meinen Kräften stehende zu tun, mir anvertraute Kinder und Jugendliche vor seelischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt zu schützen. Ich erkenne den Verhaltenskodex von Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH an. Ich werde alles tun, um die mir anvertrauten Kinder und Jugendlichen vor körperlichem und seelischem Schaden, vor Missbrauch und Gewalt zu schützen. A. Wir sind einander anvertraut (Bemerkung: „Wir sind einander anvertraut“ ist eine Feststellung, keine Verhaltensregel (etwas, was ich zu tun gelobe). Darum eher: WEIL wir einander anvertraut sind, schützen wir einander vor Schaden, Gefahren, Missbrauch und Gewalt.)
 
das ist wichtig: Kinder, Jugendliche und Erwachsene immer schützen: vor Schaden vor Gefahren vor Missbrauch und Gewalt Niemand darf sie verletzen: nicht mit Gewalt nicht mit Sex nicht mit Worten
Ich will die mir anvertrauten Menschen vor Schaden, Gefahren, Missbrauch und Gewalt schützen.
2 Mit Nähe und Distanz umgehen Mit Nähe und Abstand umgehen Ich gestalte die Beziehung zu Kindern und Jugendlichen transparent und gewährleiste einen verantwortungsvollen Umgang mit Nähe und Distanz. Ich berücksichtige dies auch bei der Nutzung digitaler Medien. Die individuellen Grenzen und die Intimsphäre der anderen werden von mir respektiert. Ich gehe achtsam und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Individuelle Grenzen von anderen respektiere ich. Dies bezieht sich insbesondere auf die Intimsphäre und der Scham der Mädchen und Jungen.
Bei der Arbeit ist Nähe und Verständnis wichtig. Aber zu viel Nähe ist nicht gut. Das bedeutet zum Beispiel:Ich sage, wenn ich Abstand möchte.Ich frage, ob ich umarmen darf.
Ich weiß um die sexuelle Dimension von Beziehungen, nehme sie bewusst wahr und gehe verantwortungsvoll mit Nähe und Distanz um. Ich achte individuelle Grenzempfindungen und verteidige sie.
3 Die Rolle als Verantwortliche:r nicht ausnutzen Das Vertrauen nicht ausnutzen Ich bin mir meiner Vertrauens- und Autoritätsstellung bewusst und nutze keine Abhängigkeiten aus. Arbeitsverhältnis nicht ausnutzen
Mitarbeitende sind Vertrauens-Personen. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen müssen mir vertrauen können. Meine Beziehung darf nicht zu eng sein. Das bedeutet zum Beispiel:Ich arbeite.Ich darf keine sexuellen Kontakte zu Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen haben.
Ich gehe als Mitarbeiter:in keine sexuellen Kontakte zu mir anvertrauten Menschen ein. ich bin mir meiner Vertrauens-und Autoritätsstellung bewusst und nutze keine Abhängigkeiten aus. Der Satz betrifft z.B. einen Pfarrer, der eine junge Kollegin im Entsendungsdienst fachlich beurteilen muss (Orchesterleiter machen sich oft im Gegenzug zu Beförderungen ihre jungen Instrumentalistinnen gefügig). Bemerkung: nicht jede Mitarbeitende hat eine Autoritätsstellung… Vielleicht muss nicht jede Kachel jeden Mitarbeiter betreffen, sie darf trotzdem nicht fehlen… Deswegen ist es logisch, dass nicht jeder jede Kachel unterschreiben MUSS, also auch nicht die Gesamtheit aller Kacheln… (?)
4 Intimsphäre respektieren Die Intim-sphäre beachten Meine Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist getragen von respektvollem Umgang, Wertschätzung und Vertrauen. Ich achte die Persönlichkeit und Würde der mir anvertrauten Personen, deren Angehöriger als auch meiner Kolleginnen und Kollegen. B. Wir respektieren die Intim- und Privatsphäre anderer (2,4,6)
ich beachte die Intim-sphäre von allen Menschen. Intim-sphäre ist der private Bereich von einem Menschen. Das ist der private Bereich: die privaten Gedanken und Gefühle die Körperlichkeit und das Nackt-sein Jeder Mensch hat ein Recht auf Intim-sphäre. Das bedeutet:Jeder Mensch muss die Intim-sphäre von jedem Menschen schützen.
Jeder Mensch kann nur für sich selbst entscheiden. Niemand anderes kann für eine Person entscheiden. Es geht um die Intim-sphäre von den Gruppen-Mitgliedern, Teilnehmenden, Mitarbeitenden
 
Ich respektiere die Intimsphäre und die persönlichen Grenzen der Scham von Gruppenmitgliedern, Teilnehmenden und Mitarbeitenden.
5 Stellung beziehen Ich mische mich ein Ich beziehe aktiv Stellung gegen sexistisches, diskriminierendes und gewalttätiges, verbales oder nonverbales Verhalten auch mittels digitaler Medien. Abwertendes Verhalten wird von mir benannt und nicht toleriert. C. wir beziehen Stellung gegen Sex, Gewalt und Machtmissbrauch in Wort und Tat.
 
Alle sollen sich gut fühlen. Alle sollen freundlich sein. Aber: Manchmal sind Menschen nicht freundlich. Ich sage, was ich darüber denke. Ich helfe. Ich hole Hilfe.
Ich beziehe gegen sexistisches, diskriminierendes und gewalttätiges Verhalten sowie gegen sexualisierte Sprache und verbale Gewalt aktiv Stellung.
6 Grenzen wahrnehmen und akzeptieren Alle Menschen haben Grenzen. Ich beachte die Grenzen von anderen Menschen. Ich bemühe mich, jede Form persönlicher Grenzverletzungen auch bei anderen bewusst wahr zu nehmen und spreche diese Situation offen an. Ich nehme Hinweise auf sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe oder sexuellen Missbrauch durch andere bewusst wahr und werde diese nicht bagatellisieren oder gar vertuschen.
Ich nehme die Überschreitung von persönlichen Grenzen wahr, schreite ein und vertusche Grenzverletzungen nicht. Grenzen sind wichtig. Jeder Mensch hat andere Grenzen. Ich nehme das ernst. Aber: Manchmal achten Menschen nicht diese Grenzen. Dann mische ich mich ein.  
7 Abwertendes Verhalten abwehren Alle sollen gut miteinander umgehen   Ich bin sensibel gegenüber sexistischem, diskriminierendem und gewalttätigem verbalem und nonverbalem Verhalten. Ich versuche alles mir mögliche zu tun, um dieses Verhalten zu unterbinden.
Ich verzichte auf abwertendes Verhalten gegenüber teilnehmenden und mitarbeitenden Personen auf allen Veranstaltungen und achte auch darauf, dass andere respektvoll miteinander umgehen. Alle Menschen sollen alle anderen Menschen gut behandeln. gleich behandeln. beachten. Ich helfe. Darauf achte ich: Ich spreche nur mit Worten, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ok sind. Niemand darf schimpfen. Ich verhalte mich nicht sexualisiert. Ich benutze auch keine Gewalt.
8 Transparenz herstellen Ich mache meine Arbeit gut Ich setze mich dafür ein, dass durch den offenen Umgang mit Informationen und Aufklärung sexualisierte Gewalt enttabuisiert und dadurch unmöglich wird. D. Wir stellen Transparenz herstellen, tragen zur Prävention und Aufklärung bei
ich achte auch auf das, was ich mache. Ich kenne die Regeln. Jeder darf das sehen. Jeder darf mir sagen, ob ich die Arbeit gut oder schlecht mache. Das bedeutet: Ich achte darauf, was den anderen Menschen wichtig ist. Ich bin mit einem anderen Menschen allein. Dann sollten die anderen Mitarbeitenden das wissen. Ich beachte alle Regeln.
Situationen, in denen ich mit anderen Menschen alleine bin, mache ich transparent. Ich halte die arbeitsfeldspezifischen Standards ein und beachte die Bedürfnisse der/des anderen.
Kontakt Ich hole mir Hilfe Ich kenne die Verfahrenswege bei (vermuteter) sexualisierter Gewalt und die entsprechende (Erst-)Ansprechperson. Ich weiß, wo ich mich – auch extern – beraten lassen kann und weiß, dass ich verpflichtet bin, fachliche Unterstützung zur Klärung in Anspruch zu nehmen. E. Kontaktadresse:
9 Ich telefoniere mit Ansprech-Personen. Ansprech-Personen helfen mir. Ansprech-Personen hören zu. Ansprech-Personen können helfen. Chris Lange ist die unabhängige Beraterin. Die Telefon-Nummer ist 0160 2043 749.Mittwoch, 15 bis 17 Uhr. Freitag, 9 bis 11 Uhr. Die E-Mail-Adresse ist vertrauensstelle-ekbo@posteo.de

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