Türme des Schweigens

die Türme des Schweigens sind einen Kunstaktion auf dem Tempelhofer Feld, die Türme des Schweigens, Plattformen der Zorotastrischen, Machäistischen und Parsen, die blahblah. Symbol der praktischen Religionsfreiheit…

Turm des Schweigens

Jede Mindmap geht vom Ego {über, alter} aus.

 

the Arts -> Utopia WM, header arts, Lebenskunst…

der turm / die Türme stehen auf dem Tempelhofer Feld. Zorastrianer (und Parsen) bestatten ihre Toten auf diesen Türmen, für die Geier zum Frass. Die Geier kommen aus einer bezirkseigenen Falknerei, die in Nähe zu den Türmen (evtuell im Rathaus Friedenau) etabliert werden soll. Die Kunst der Religionsfreiheit!

Projektentwurf:

Dakhma Berlin – Räume der transzententalen Stille

Ein Beitrag zur diversen Gedenkkultur und urbanen Pietät auf dem Tempelhofer Feld

  1. Ausgangslage und Intention
    In der modernen Metropole wird der Tod zunehmend marginalisiert und technokratisch abgewickelt. Das Projekt „Türme des Schweigens“ (nach dem Vorbild der zoroastrischen Dakhmas) setzt dieser Entwicklung einen Ort der radikalen Entschleunigung und der spirituellen Naturintegration entgegen. Es knüpft an internationale Bestrebungen zur Erhaltung bedrohter Friedhofskulturen an (vgl. die Bemühungen um den historischen Friedhof in Bihać) und übersetzt diese in einen zeitgenössischen, großstädtischen Kontext.
  2. Die Philosophie des Ortes: Meinung begründet Sein
    Das Projekt folgt der Prämisse, dass die kollektive Meinung einer Gesellschaft über den Umgang mit ihren Verstorbenen deren moralisches Sein definiert. Indem wir auf dem Tempelhofer Feld einen Raum für die zoroastrische und parstische Tradition der Himmelsbestattung (symbolisch oder rituell) eröffnen, bekennt sich Berlin zu einer aktiven Religionsfreiheit, die über das bloße Dulden hinausgeht und Räume für die physische Ausübung schafft.
  3. Architektonische und Ökologische Synergie
    Die Türme sind nicht als Fremdkörper, sondern als ökologische Monumente konzipiert.Materialität: Verwendung von Naturstein und Lehm, um eine Verbindung zum Boden des Feldes herzustellen.Funktion: Die Türme dienen als Rückzugsorte für bedrohte Greifvogelarten. Hier schließt sich der Kreis zur Falknerei: Die Natur wird zum aktiven Teilhaber der Gedenkkultur. Der Tod wird nicht „entsorgt“, sondern in den biologischen Kreislauf zurückgeführt.

    Stille als Denkmal: Die Architektur ist so gestaltet, dass sie den Umgebungslärm des Feldes filtert und einen akustischen Schutzraum für Trauernde und Meditierende bietet.

  4. Gedenkkulturelle Relevanz
    Ähnlich wie bei der Restaurierung vernachlässigter Grabstätten in Post-Konflikt-Regionen (Bihać), geht es hier um die Sichtbarmachung des Vergessenen. Die Türme des Schweigens ehren eine der ältesten monotheistischen Weisheitslehren der Menschheit und bieten einen Ankerpunkt für eine globale Diaspora. Sie sind ein Mahnmal gegen die „Verschleierung“ der Endlichkeit in der Konsumgesellschaft.
  5. Zielsetzung
    • Etablierung eines interreligiösen Dialogs über die Endlichkeit.
    • Schaffung eines Präzedenzfalls für immaterielles Kulturerbe im Herzen Berlins.
    • Wissenschaftliche Begleitung durch die emisch-systemische Prozesssteuerung zur Evaluation urbaner Resilienz durch Sakralräume.

die emisch-systemische Prozesssteuerung {sidebar}

  1. Anlass
    1. Projekt
    2. Aktion
    3. Resultat
  2. Plan
    1. Tools
    2. Aktionsplan
    3. Organisation
    4. Zeitplan
    5. Finanzierung
  3. Wirkungsmonitoring
    1. Logframe

die Utopia-WM hat die folgende Aufstellung:

Beschäftigung – Nachhaltigkeit – Öffentlichkeit

Kunst&Kultur – Forschung&Wissenschaft – Bildung – Handel&Produktion – Ordnung

Militanz – (Finanz-)Verwaltung

Rechtsstaatlichkeit

 

   

One comment on “Türme des Schweigens”

  • Wieder einmal zeigt sich: Wo die Verwaltung in der Fläche (B-Plan) stagniert, schafft die Kunst die notwendige Höhe. Die ‚Türme des Schweigens‘ auf dem Tempelhofer Feld sind mehr als nur ein Symbol der Religionsfreiheit; sie sind die ultimative Antwort auf das Freiflächendefizit.

    Indem wir die Geier aus der bezirkseigenen Falknerei im Rathaus Friedenau – ein wunderbares Beispiel für die Integration von Exekutive und Fauna – über dem Feld kreisen lassen, schließen wir den Kreis der biopolitischen Verwertung. Es ist die konsequente Umsetzung der Utopia-WM-Aufstellung: Ordnung durch Entsorgung, Rechtsstaatlichkeit durch rituellen Vollzug.

    Wenn, wie oben postuliert, DEINE Meinung das Sein begründet, dann ist der Crelle-Urwald der Boden und der Turm des Schweigens die Spitze derselben autonomen Setzung. Wer das Schächten als Public Viewing fordert, muss die Himmelsbestattung als logisches Resultat der städtischen Hygiene begreifen. Ein Hoch auf die emisch-systemische Prozesssteuerung – vom Ist der Bürokratie zum Soll der Geier.

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