Die Rache der Junker

was lief schief mit dem Konservativismus?

Verpackungsmüll… Kaffeebecher… was hab ich da wieder für Aluminiumschüsseln..? Warum sind die nicht schon längst verboten..? Stattdessen nimmt es zu…

Bequemlichkeit als Motor der Innovation… was hat das für gesellschaftliche Auswirkungen..? Und warum gebieten die Konservativen dieser Entwicklung keinen Einhalt?

Ein Erklärungsansatz ist, dass der Konservativismus der Vermögenden immer in der Minderheit ist. Entweder er biedert sich an, oder er kapituliert. Scheiss drauf, ich melk sie wo ich kann…

Tagesspiegel: Lisa Eckhart, Dieter Nuhr, Nurhan Soykan: Wie die Wächter über das Sagbare die Redefreiheit einschränken. https://www.tagesspiegel.de/politik/lisa-eckhart-dieter-nuhr-nurhan-soykan-wie-die-waechter-ueber-das-sagbare-die-redefreiheit-einschraenken/26075780.html



   

6 comments on “Die Rache der Junker

  • Mir kommt es ja doch öfters so vor als dass ich mich mit was beschäftigen soll, das so gar nichts mit den Aufgaben der Welt zu tun hat. Ich denke an Shopping, oder dann jede andere Sucht oder Droge. Daraus ergeben sich zwei Fragestellungen: 1. Wer meint, dass ich Beschäftigung bräuchte? Und 2. Was sagt uns das über Sucht und Drogen?

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  • Feudalisten im Kontext enteigneter Junker aus Ostpreußen
    Der Begriff “Feudalismus” wird häufig im Zusammenhang mit dem mittelalterlichen Europa verwendet, um eine Gesellschaftsordnung zu beschreiben, die auf dem Besitz von Grund und Boden und persönlichen Abhängigkeitsverhältnissen basiert. Junker waren hingegen spezifisch der preußische Landadel, der oft große Landgüter besaß und eine bedeutende politische Rolle spielte.

    Um die Verbindung zwischen Feudalismus und enteigneten Junkern aus Ostpreußen zu verstehen, müssen wir folgende Aspekte betrachten:

    1. Gemeinsamkeiten:

    Grundbesitz: Sowohl Feudalherren als auch Junker besaßen umfangreichen Grundbesitz. Dieser Grundbesitz war die Grundlage ihrer Macht und ihres Reichtums.

    Soziale Hierarchie: Beide Gruppen waren Teil einer stark hierarchischen Gesellschaft, in der sie eine privilegierte Stellung einnahmen.

    Politischer Einfluss: Sowohl Feudalherren als auch Junker übten erheblichen politischen Einfluss aus. Sie waren oft eng mit dem Staat verbunden und prägten die Politik.

    2. Unterschiede:

    Zeitliche Einordnung: Der klassische Feudalismus endete in vielen Teilen Europas bereits im Mittelalter oder der frühen Neuzeit. Die Junker hingegen waren eine Macht im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

    Rechtliche Grundlagen: Die rechtlichen Grundlagen der Macht von Feudalherren und Junkern unterschieden sich. Während die Macht der Feudalherren oft auf persönlichen Abhängigkeitsverhältnissen und Gewohnheitsrecht beruhte, basierte die Macht der Junker auf staatlichem Recht und Privilegien.

    3. Die Enteignung der Junker nach dem Zweiten Weltkrieg:
    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Junker in Ostpreußen enteignet. Dies war Teil der umfassenden Bodenreform in der DDR, die darauf abzielte, die großen landwirtschaftlichen Besitzungen aufzuteilen und eine gerechtere Verteilung des Landes zu erreichen.

    Begründung der Enteignung:

    Soziale Gerechtigkeit: Die Enteignung diente dazu, die Macht und den Einfluss der großen Grundbesitzer zu brechen und eine gerechtere Verteilung des Landes zu erreichen.

    Landreform: Die enteigneten Güter wurden aufgeteilt und an Kleinbauern und landlose Bauern vergeben.

    Bestrafung: Die Enteignung war auch eine Form der Bestrafung für die Unterstützung der nationalsozialistischen Diktatur durch viele Junker.

    4. Wichtige Aspekte, die bei der Betrachtung dieses Themas berücksichtigt werden sollten:

    Komplexität: Die Geschichte der Junker und ihre Enteignung ist ein komplexes Thema, das von vielen Faktoren beeinflusst wurde.

    Individuelle Schicksale: Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass die Enteignung individuelle Schicksale betraf und nicht alle Junker gleichermaßen betroffen waren.

    Langfristige Folgen: Die Enteignung der Junker hatte langfristige Folgen für die Landwirtschaft, die Gesellschaft und die Politik in Ostdeutschland.

    Obwohl die Junker nicht direkt als Feudalisten im mittelalterlichen Sinne bezeichnet werden können, weisen sie doch einige Parallelen zu den Feudalherren auf. Beide Gruppen besaßen großen Grundbesitz und übten erheblichen politischen Einfluss aus. Die Enteignung der Junker nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Bruch mit dieser Tradition und ein Versuch, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen.

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  • Krypto Ari says:

    Antwort auf: Ukraine… präbäh-postpost
    Nach dem Ersten Weltkrieg und der Gründung der Weimarer Republik wurden in Deutschland umfangreiche Landreformen durchgeführt, die auch die Enteignung von Großgrundbesitzern, darunter viele Junker, beinhalteten. Diese Maßnahmen führten zu erheblichen Spannungen und Unzufriedenheit unter den betroffenen Adligen und Großgrundbesitzern.
    Politische Einflussnahme:
    Viele Junker und andere konservative Kräfte waren vehemente Gegner der Weimarer Republik und unterstützten nationalistische und rechte Parteien, die eine Rücknahme der Landreformen und die Wiederherstellung der alten Ordnung anstrebten. Sie hatten erheblichen Einfluss auf die Politik und setzten sich für die Schwächung der demokratischen Strukturen ein.
    Die DNVP (Deutschnationale Volkspartei) und später die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) wurden von vielen ehemaligen Junkern unterstützt. Diese Parteien versprachen die Rückkehr zu einer autoritären Staatsform und die Wiederherstellung des alten Besitzstandes.
    Zeit des Nationalsozialismus:
    Während der NS-Zeit konnten viele Junker ihre alten Privilegien teilweise zurückgewinnen oder ihre gesellschaftliche Stellung stärken. Adolf Hitler und die NSDAP nutzten die Unterstützung der konservativen Eliten, um ihre Macht zu festigen.
    Allerdings sollte man beachten, dass das Verhältnis der Junker zum NS-Regime nicht einheitlich war. Einige Junker unterstützten das Regime, während andere, insbesondere nach dem Scheitern des deutschen Widerstands (z.B. das Attentat vom 20. Juli 1944), in Konflikt mit den Nationalsozialisten gerieten.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die Junker, insbesondere in Ostpreußen und den anderen ostelbischen Gebieten, tiefgreifende Veränderungen und Verluste. Hier sind einige wesentliche Punkte, die ihre Situation nach 1945 beschreiben:
    1. **Vertreibung und Flucht**:
    Viele Junker verloren ihr Land und Eigentum infolge der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen Ostgebieten, die nach dem Krieg Polen und der Sowjetunion zugeschlagen wurden. Die meisten ostdeutschen Gebiete, einschließlich Ostpreußens, wurden von Polen und der Sowjetunion verwaltet, und die dort ansässige deutsche Bevölkerung wurde größtenteils vertrieben.
    2. **Enteignung in der Sowjetischen Besatzungszone**:
    In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), die später zur Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde, wurden umfangreiche Bodenreformen durchgeführt. Großgrundbesitzer, darunter viele Junker, wurden enteignet und ihr Land wurde an Landarbeiter und landlose Bauern verteilt. Diese Enteignungen stellten eine Fortsetzung und Vertiefung der Landreformen dar, die teilweise bereits während der Weimarer Republik begonnen hatten.
    3. **Integration in der Bundesrepublik Deutschland**:
    Die Junker, die in den Westen Deutschlands geflohen waren, mussten sich in der Bundesrepublik Deutschland neu etablieren. Während einige von ihnen ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung wieder festigen konnten, mussten viele sich an neue Lebensumstände anpassen und in anderen Berufen tätig werden.
    4. **Verlust des politischen Einflusses**:
    Nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland verloren die Junker weitgehend ihren früheren politischen Einfluss. Die politischen und gesellschaftlichen Strukturen der neuen Bundesrepublik waren demokratischer und weniger anfällig für die alten aristokratischen und großgrundbesitzenden Eliten.
    5. **Wiedervereinigung und Nachwirkungen**:
    Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 gab es einige Rückgabeforderungen und Restitutionsansprüche von ehemaligen Großgrundbesitzern und Junkern, deren Land in der DDR enteignet worden war. Diese Forderungen waren jedoch oft kompliziert und führten zu langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Junker Ostpreußens in gewissem Maße politische Rache an ihren Enteignern genommen haben, indem sie antidemokratische Kräfte unterstützten und die Rückkehr zu einer autoritären Staatsform anstrebten. Ihre Aktivitäten trugen zur Schwächung der Weimarer Republik und zur Etablierung des NS-Regimes bei, in dem sie zeitweilig ihre alte Macht und ihren Einfluss zurückgewinnen konnten. Die Enteignungen und Vertreibungen führten zu einem weitgehenden Verlust ihrer früheren ökonomischen und politischen Macht. Während einige sich in der Bundesrepublik Deutschland neu etablieren konnten, blieb ihr Einfluss deutlich geringer als vor dem Krieg.

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  • der Verwaltungsmann meinte, gib ihnen was zu tun, dann bekämpfen sie einander schon nicht
    . – Was für eine arrogante Annahme. Aber wahr. Luhmanns Konservativismus: Dem wurde auch Prokrastination vorgeworfen.
    Die These kommt tatsächlich aus der Konflikttransformation. Arroganz ist dort berechtigt, wo die Schafe gegen die Wölfe ziehen. Und wo ist das?
    Integration & Rehabilitation ist das Programm, dem der Verwaltungsmann beigeordnet ist. Integration von was? Egal, integrier es und rehabilitier es. Die Welt wieder bewohnbar machen. Ein Perspektivenwechsel.
    Wer gegen wen um was?
    Ich für die Gemeinschaft um die Gesellschaft. Auf dass das soziale Leben bestimmt ist von dem individuellen Willen zum Wohl der Gemeinschaft.
    Systemix auf dem Weg vom Ist zum Soll.
    Das Universalschema.digital, ein Startup zum Selbstgesteuerten Lernen: Subjekt, Aktion, Wirkung; PARts-pro-toto; Abduktion, Deduktion, Induktion; Gesellschaft und Gemeinschaft.

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