noch ne Darstellung

… der liquiddemokratischen Bereichsentwicklungsplanung

Die besteht aus

 

3 Aspekten:

ursprünglich aus 2014, für aktuelleres:

 

    • der transparenten Hauhaltsführung
    • der städtebaulichen Planung und
    • der Bürgerbeteiligung

1. transparente Hauhaltsführung

das Problem, dass der Haushalt, wie er ist, gar nicht transparent dargetellt werden kann, weil bedeutende Gerlder eben nicht aus dem Bezirkshaushalt kommen, sondern aus Landesprogrammen, dem Bund und / oder der EU! Oftmals dient das Bezurksbudget der Facilitation (inkl. Fundraising für diese und andere Gelder) bzw. der Koofinanzierung. (vgl.
Beispiel: Kommunale Entwicklungszusammenarbeit,
…wo ein Berzirksbudget von €50.000 bzw. €70.000 bereit steht; die Partnerschaftsaktivitäten, wie Austausche, Besuche, etc., jedoch über EU-Programme finanziert werden – oder wir nun vor der Aufgabe stehen, dass wir für ein Städtepartnerschaftsproekt mit Mersin €150.000 bekommen wollen.
Derartige Programme tauchen im Bezirkshaushalt nicht auf!
– Bürgerhaushalt ist ne Farse, weil er nur einen Bruchteil ausweisst.

2. Städtebauliche Planung

Um Kofininazierung und / oder Proekt- / Programmgelder zu bekommen, müssen verschiedentlich Voraussetzungen erfüllt sein, die politische Weichenstellungen erfordern.
Beipiel Denkmalschutz Grazer Gärten:
Gelder aus dem Bundesprogramm Denkmalschutz können erst abgerufen werden, wenn der Bezirk das Gebiet unter eine soziale Erhaltungssatzung stellt. So werden nun verschiedene Soziale Erhaltungsverordnungen erlassen, die Luxussanierungen und damit verbundenes Verdrängungspotential aufhalten sollen. Außerdem soll ein weiteres Instument, die Umwandlungsverbotsverodnung geschaffen werden.
Im Stadtenwicklungsausschuss am 11.06.2014 wurden Erhaltungssatzungen für

  • die Barbarossastrasse,
  • die Bautzenerstrasse und
  • den Kaiser-Wilhelm-Platz

beschlossen. Erstere Gebiet mit den Stimmen von CDU, die beiden andere gegen sie. Die Begründung war, dass es in ersterem Gebiet sinnvoll ist, in letzten beiden politisch nicht kar herausgearbeitet. Meine Vermutung ist hingegen, dass in der Barbarossastrasse die Modernisierungen schon vollzogen sind; in den anderen beiden Gebieten, diese noch anstehen.

3. Bürgerbeteiligung

Diese (politische) Bedingungen und Verknüpfungen müssen dargelegt sein (Information), so dass die Menschen sich eine Meinung bilden und einen Grundkonsens etablieren können (Kommunikation). Auf dieser Basis können Verhandlungen von Interessenclustern statt finden (Kooperation).

ich resoniere

Das “Buch des Monats” der Blätter für deutsche und internationale Politik muss ich nicht lesen. Ich finde darin ja keine Erwähnung. Und das obwohl “von der Repräsentation zur Resonanz” mein Thema, Teil des emisch-systemischen Projekts ist. Immerhin hab ich die Rezension aus dem Redaktionsteam des AGH-Kandidaten Efler von Mehr Demokratie gelesen. Dort wird missverstanden, dass es sich bei dem Gegensatz von Repräsentanz und Resonanz nicht um eine alternative Handlungsanweisung an die Politik handelt, sondern um die Beschreibung eines konstitutionellen Trends, der emanzipatorische Möglichkeiten eröffnet.

Mehr Demokratie e.V. hat selbst versagt, mit ihrer Vorlage zum sogenannten Bürgerhaushalt und hat es nicht verstanden, die Möglichkeiten der “Midlife-Crisis-Paragraphen” (§§39-44BezVG) zu nutzen und weiter zu entwickeln. Anstelle innerhalb des “Rahmens” “Sprossen” aufzugreifen, verengt eine derartige Analyse den Handlungsspielraum auf den alten selbstgefälligen pseudo-Politik-Zirkus.

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Internation-building

wieder einmal stehen wir vor der entwicklungspolitischen Aufgabe des Nation-Buildings. Ich spreche von dem Konflikt mit den Kurden. Die Aufgabe ist geläufig aus Papua Neuguinea, das als eines der letzten Länder von einem westlichen unabhängig wurde, oder auch aus dem entwicklungspolitischen Kontext von Indonesien oder Nigeria. Im folgenden werde ich Internation-Building als Lösung der Aufgabe vorstellen

    1. Entwicklungspolitik
      • Flucht in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit
        • Hobos glokal
      • Integration und Rehabilitation
        • kommt aus Aceh, Nepal, Sri Lanka, Deutschland, Europa…
        • bei Dörk NIE rings the BELl (Piraten)
      • Demokratisierung ist entwicklungspolitisches Institution-Building
        • Demokratie misst sich an…
          • der Repräsentation /
          •  
            • Delegation
          • der Partizipation
          • des Agenda-Settings
            • radikaler Konstruktivismus
              • Emperie
                • Ästhetik
                • Ethik/Moral
                • Ratio (Verstand)
          • der Standards
    2. Nation-Building
      • Kurden
        • Syria est divisa in partes tres, quarum unam inculunt Kurdes…
          • Conflict analysis
          • Wirtschaftlichkeit
            • Nachhaltigkeit
            • K=(Arbeit, Land)
            • Bauen
            • Bagdad-BAHN
      • Papua Neuguinea
      • Indonesia
      • Nigeria
    3. Das Freifunk-Glöckner-in-Residenz-Kollektiv
      • anonym & autonom
      • vom RathAUs Schöneberg nach
    4. willkommens-

      KulturhAUs FriedenAU

    5. #infofrei
    6. ist die Freiheit von / der ViKtorI!

      • proklamiert:
      • Die Piraten
      • geLEBtER Widerstand
        • Kohlenhandlung
        • Synthese von Hegel und Marx
        • 42
          • Art VEU
          • BezVG
        • liquiddemokratische Bereichsentwicklungsplanung
          • #statt
          • emisch-systemische Analyse
            • Systemix auf dem Weg vom Ist zum Soll
            • functional cooperation in peace building
            • systemische Therapie
    7. Internation-Buildingnachhaltiges demokratische Institution-Building global vernetzter Kommunen

    I. Wieder einmal stehen wir vor der entwicklungspolitischen Aufgabe des Nation-Buildings. Ich spreche von dem Konflikt mit den Kurden. Die Aufgabe ist geläufig aus Papua Neuguinea, das als
    eines der letzten Länder von einem westlichen unabhängig wurde, oder auch aus dem entwicklungspolitischen Kontext von Indonesien oder Nigeria. Im folgenden werde ich Internation-Building als Lösung der Aufgabe vorstellen.

    1. entwicklungspolitische Aufgabe
    2. Nation-Building
    3. Kurden
    4. Internation-Building

     

    Das Freifunk-Glöckner-in-Residenz-Kollektiv anonym &
    autonom
    vom RathAUs Schöneberg nach
    willkommens-

    KulturhAUs FriedenAU

    #infofrei …ist die Freiheit von / der ViKtorI!
    proklamiert… (die Piraten)    

    liquiddemokratische
    Bereichsentwicklungsplanung

    #statt
    emisch-systemische Analyse Methodik: Systemix auf
    dem Weg vom Ist zum Soll
    Hegels Kreis (Blüten,
    Samen)

     

    “überzeugt bin ich
    höchstens von dem Lauf der Dinge”

     

    das große Ganze vs
    Mikromanagement

     

    Dialektik aufheben:

    functional cooperation in peace building
    systemische Therapie
    Torus der Kausalitäten
    42 BezVG
    geLEBtER Widerstand Kohlenhandlung Synthese von Hegel und Marx
    Art VEU  

    #infofrei

    Integration & Rehabilitation kommt aus Aceh, Nepal, Sri Lanka, Deutschland, Europa    
    bei Dörk NIE rings the BELl Piraten

    Flucht in der kommunalen
    Entwicklungszusammenarbeit

    Hobos glokal
    Institution-Building Demokratie

    Repräsentation

    Delegation

      Partizipation
    Agenda-Settings Methode: radikaler Konstruktivismus
    • Empirie
      • Ästhetik
      • Ethik/Moral
      • Ratio (Verstand)
    Standards
    Syria est divisa in partes tres, quarum unam inculunt Kurdes… Conflict analysis
    Wirtschaftlichkeit Nachhaltigkeit
    K=Σ(Arbeit,
    Land)

    = Σ(sozial,
    Eigentum)

    = Σ(Besitz,
    Eigentum) = Vermögen

    Bauen
    Bagdad-BAHN

     

Die liquiddemokratische Bereichsentwicklungsplanung

Teil II von 4 einer emisch-systemischen Analyse

Zu dem Zeitpunkt, als ich mich entscheiden musste, ob meine Master-Arbeit (über Kants Ewigen Frieden, die Europäische Sicherheitsarchitektur und die OSZE in Bosnien) eine Doktorarbeit werden sollte, tingelte ich durch die politikwissenschaftliche Fakultät und erkundigte mich, was Demokratie sei.

Die Schwierigkeit, die die Honoratioren hatten, auf eine derart fundamentale Frage eine Antwort zu finden, ließ mich verzweifelt meine akademische Karriere abbrechen. Möglicher Weise etwas verfrüht; denn Walter Deutschs normativer Rahmen, nach dem Demokratie die Ideale von Repräsentation, Partizipation, Agenda-Setting und Standards umschließt, sollte ein solides Gerüst meiner zukünftigen Arbeit werden.

Zehn Jahre später gab Colin Crouch eine populistische Einführung in den zeitgenössischen Stand des politischen Systems, das er post-Demokratie nannte und damit Aspekte vom post-modernen Surrealismus, über post-materialistische Belanglosigkeit bis hin zu post-ideologischem Parteiengeschachere miteinander verband. So viel post- kommentierte ich mit “vom prä-Bäh zum post-Post” und erkannte darin die Symmetrie in der Entwicklung von Ideologien im 19.Jahrhundert und ihrem Abgesang in unserer Zeit. Die Privatisierung der Post, dem Epithem der Kommunikation, und die Konzentration der Medienherrschaft ist dabei das bestimmende Kriterium, anhand dessen sich diese Symmetrie im Persönlichen, im Privaten und im Öffentlichen darstellen laesst. Hedley Bulls Anarchical Society war dabei das intellektuelle Standbein meiner Überlegungen.

Die Piraten, in der Zwischenzeit, hatten Crouches Konzept dorthingehend adaptiert, als dass sie diese Ausprägung der Politik überwinden und die Demokratie mit ihren technischen Erfahrungen erneuern wollten. Sie nannten das liquid democracy und entwickelten ein Tool, mit dessen Hilfe der politische Entscheidungsfindungsprozess vereinfacht, vereinheitlicht und transparent dargestellt werden könne.

Die Vorstellung war, dieses Tool als “Bürgerliquid” einzusetzen, die Verwaltung zu vereinfachen und damit letztlich die BVV, diese “Demokratie-Simulation” (Katja Darthe) redundant zu machen. Die Entschlackung der Verwaltung war tatsächlich schon am Abebben; edoch, die Agenda der Bürgerbeteiligung inklusive “Stadtteil-Bürgerforen”, und “Bürgerhaushalt” nach dem Berliner Partizipationshandbuch waren letztlich Feigenblätter für eine neo-liberale Politik, in der Ehrenamtliche und die Bürger Aufgaben der Verwaltung übernehmen sollen.

Aus anarchistischer Sicht war und bin ich diesem Ansinnen nicht einmal abgeneigt. Doch die Aufgabe wurde falsch verstanden bzw. unterschätzt. Artikulation von Interessen, Positionierung und Koalieren, sowie anschließende Mobilisierung sind diskrete Schritte in der politischen Entscheidungsfindung, die alle große Defizite im real-existierenden System aufweisen und nicht einfach durch einen technischen Automatismus ersetzt werden können. So verschrieben ich die Piraten zu früh dem technischen Möglichkeiten anstelle die sozialen Realitäten verbessern zu suchen. Dabei verstrickten sie sich insbesondere in der Differenzierung von Persönlichem. Privaten und Öffentlichem, was zu den berühmt-berüchtigten Shitstorms im Rahmen der Auseinandersetzung von Post-Privatisten und Aluhüten führte.

Wenn LqFb gestorben scheint, so lebt die Idee fort in Online-Beteiligungstools wie jenes welches von Zebralog für SenStadt entwickelt wurde.

In Tempelhof-Schöneberg entwickelte sich ein gewisses Momentum über das “Live-Liquid” zur Bautzener Sch/n/eis/se, einer Veranstaltung zum Liquid Feedback in der BVV, Anträge zur “Ganzen Bäckerei” der “permanenten Einwohnerversammlung” und insbesondere der Bereichsentwicklungsplanung (BEP), scheiterte als Projekt der Piraten letztlich an persönlichen Eitelkeiten, Mangel an Kapazitäten und politischen Realitäten. so wurde mein Antrag an die Bezirksversammlung, das Wahlkreisbüro der piratischen Abgeordneten als “Service-Center” für Einwohnerversammlungen und -anträge zu verstehen unter den Tisch gekehrt und als privatwirtschaftliches Unternehmen zum scheitern verurteilt.

Dabei ist die Bereichsentwicklungsplanung ein trefflicher Hebel der Liquiddemokratie politische Bedeutung zu verleihen. Letztere wurde von privatwirtschaftlichen Interessen usurpiert, so dass sie heute nur noch zu PR-Zwecken Verwendung findet. Die BEP hingegen ist ein Berliner Instrument, welches den entmachteten Bezirken ein Mitspracherecht in der übergeordneten Flächennutzungsplanung einräumt. Für einen Demokratiezugewinn soll die Verantwortung über die Bauleitplanung also einerseits von der Landesebene auf die Bezirksebene verlagert werden und andererseits von der BVV / Verwaltungsebene auf die Einwohnerschaft.

Für letzteres stehen seit 2006 die Instrumente der Einwohnerversammlung (§42 BezVG) und de Einwohnerantrags (§44 BezVG) bereit, welche in dieserer Wahlperiode jeweils erstmalig 2013 zum Hellweg-Baumarkt und zum Erhalt der Säntisstrassen- Kleingartenkolonie zum Einsatz kamen.

Ein Kompromissvorschlag an die BVV sah vor, routinemäßig einem Antrag auf Einwohnerversammlung zur öffentlichen Abwägung der frühzeitigen Beteiligungsverfahren hat sich nicht durchsetzen können, dafür kommt es mit der Einwohnerversammlung zur Bebauung der Bautzener Brache nun erstmalig zu einer öffentlichen Abwägung im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren. Es lässt sich sagen, dass eine Einwohnerversammlung an dieser Stelle, innerhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Rahmens, zum Ende der bauvorbereitenden Planung und vor dem Aufstellungsbeschluss das stärkst-mögliche Signal an die Entscheidungsträger auszusenden vermag.

Letztere sind als ehrenamtliche Bezirksverordnete bzw. in der entschlackten Verwaltung selbstsagend oftmals überfordert, die nuancenreichen Eingaben der Einwohner und Träger öffentlicher Belange zu würdigen. Oftmals sourcen sie die Abwägung aus, was eine weitere Entfremdung von der Materie zur Folge hat. Die Einwohnerversammlung an dieser Stelle hat die echte Chance, verloren gegangenes Vertrauen in die Verwaltung zurück zu gewinnen und diese zu entlasten.

Das präferierte Format der Einwohnerversammlung ist der analoge Teil der Live Liquid Fishbowl Agora. Der online Teil sieht eine real-time Online Darstellung mit remote Beteiligungsmöglichkeit bzw. als permanente Einwohnerversammlung mit kontinuierlicher Eingabe- und Abwägungsmöglichkeit vor.

Die Stadtentwicklungsaussschusssitzung vom 12.06.2013 zur Bebauung der Crelletrasse 22a kam bisher dem Ideal dieses Formats am nächsten. Abgehalten quasi als “public hearing” – einem älteren Instrument der Bürgerbeteiligung, welches in der Geschäftsordnung der BVV, nicht aber im Gesetzestext mehr zu finden ist, positionierten sich die Anwohner hinter ihren quasi kreisförmig angeordneten BVV Vertretern. Die Statements der Parteien waren prägnant, jene der Anwohner ebenso und oftmals theatralisch.

Das Format folgt inhärent oder teilweise verabredet einer vorab veröffentlichten Konzeption zu einer Live Liquid Fishbowl Agora zur Bautzener Brache.

 

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In beiden Fällen ließ sich die Diskrepanzen beobachten, zwischen den tradierten, zu erwaltenden Positionen und den tatsächlichen. Dieser Diskrepanzen veranschaulichen die “Flüssigkeit” der post-Demokratischen Positionen – aber eben auch ihre Grenzen.

Budget Nite 2015

Haushaltsrede

25.09.2015

BV Michael Ickes

sehr geehrte Frau Vorsteherin,

sehr geehrte Damen und Herren,

auch ich danke zunächst einmal, dem Protokoll genügend, der Verwaltung für die Aufarbeitung des Haushalts. Tatsächlich hat sie dieses Jahr mit dem Testbudget eine sinnvolle, dem allgemeinen Verständnis dienende Neuerung eingeführt. Continue reading

Rekommunalisierung der Politik

Idee – ich hasse dieses Wort. Wann immer meine kreativen Fähigkeiten dorthingehend kategorisiert werden, sind es keine blosen Ideen – plötzliche Einfälle – sondern durchaus konkrete Vorstellungen, die sich aus meinem Habitus, inklusive eines großen Erfahrungsschatzes und langjähriger systemischer Auseinandersetzung mit der Materie.

Es geht darum, Kompetenzen zu dezentralisieren, auf eine niedereren Verwaltungsebene anzusiedeln, um “local ownership” zu gewährleisten.

Dazu sollen Kompetenzen

  1. von der Senats(- /Haupt-)verwaltung an das Bezirksamt,
  2. vom Bezirksamt an die BVV, und
  3. von der BVV an die Einwohnerschaft

abgetreten werden. Continue reading

zur “Bürgerversammlung” zum ehemaligen Güterbahnhof Wilmersdorf

Seit 2012 begleite ich die Planungen zur Bebauung des Güterbahnhof Wilmersdorf mit zunehmend ablehnender Haltung.flyer_werstattgespräch1-4[2] flyer_werstattgespräch1-4[1]

Damals erbte ich den Beschluss der BVV Drs. 1212/XVIII und stieg als fachpolitischer Sprecher der damaligen Piratenfraktion in das Werkstattverfahren ein. Dieses Verfahren bestand aus den sogenannten Expertenrunden und einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen. Wobei es in den “Expertenrunden” der fachpolitischen Sprecher, der Verwaltung und dem Eigentümer darum ging, zu eruieren, wieweit dem Eigentümer und Entwickler entgegen gekommen werden muss, damit er baut, dienten die öffentlichen Veranstaltungen dazu, der Bevölkerung dieses Entgegenkommen als Konsens zu verkaufen.

So kamen wir aus diesem Werkstatt-Verfahren heraus mit dem sogenannten Konsens-Plan, der in den letzten 10 Minuten von dem investoren-finanzierten Moderator Kohlbrenner vorgestellt wurde und der entsprechend wenig die Breite und die Tiefe der Diskussion wider spiegelt. Und doch ist selbst dieser Konsensplan mit dem darauffolgenden “Rahmenplan” und der Aufstellung des Bebauungsplans immer weiter aufgeweicht und relativiert worden.

Denn die “Entwicklung” des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf ist einzig getrieben von der kurzsichtigen politischen Vorgabe, “bauen, dass es kracht” (Müller). Diesem Postulat folgen die Prognosen zur Bevölkerungs- und Wohnungsmarktentwicklung sowie die planerischen Instrumente, wie der 2014 verabschiedete Stadtentwicklungsplan Wohnen. Dabei wären wir nach dem rückgerechneten Prognosezeitraum heute bei 4,2 Millionen Einwohnern in Berlin! Eine Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf rechnet sich nur wegen massiver Subventionen und mit der Aussicht, dass Menschen aus der gentrifizierten Innenstadtlage hier aufgefangen werden sollen.

Was die planerischen Instrumente betrifft, so weisst bis zum großflächigen Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg von 2009, keines – jemals in der 140-jährigen Geschichte dieser Fläche, und obwohl sie schon seit 1995 keinem Bahnbetrieb mehr dient! – das Gebiet als “Siedlungsgebiet” oder “Bauland” aus. Das aus gutem Grund, denn die Bahnflächen, ob in Betrieb oder nicht, sind von stadtlandschaftlicher Bedeutung, erfüllen die Funktion des ökologischen Ausgleichs und der sozialen Entflechtung. Diese stadtplanerischen Kriterien wurden völlig dem falschen politischen Postulat unterworfen.

In der Planung um den ehemaligen Güterbahnhof Wilmersdorf steigerte das Bezirksamt nun die Bebauung von 400 über 500 und 800 auf zwischenzeitlich über 900 Wohnungen und nahm Abstand von der “Errichtung eines markanten… Baukörpers” sowie davon, zur Hauptstasse hin “die Platzsituation [zu] betonen.” Der motorisierte Verkehr, von dem versprochen wurde, hauptsächlich über die Hauptstrasse abgewickelt zu werden, führt laut ersten Verkehrsprognosen zu einer Steigerung in der fahrradroutenrelevanten Handjery-Strasse von 9% und von einem verkehrsberuhigten Gebiet kann bei prognostizierten 2940 Kfz-Fahrten pro Werktag keine Rede sein!

All diese Abstriche am Interesse der Allgemeinheit machte das Bezirkamt, um eine Bebauung für den Investor, der entgegen dem Konsensplan beliebig die Architekten wechselte, wirtschaftlich zu gestalten. Außerdem wurde die städtische Wohnbaugeellschaft “Stadt&Land” ins Boot geholt, die priviligiert und über das Instrument der “kooperativen Baulandentwicklung” öffentliche Gelder heranzieht, um mit künstlich konstruierten Mieten Gentrifizierungsopfer zu ködern, in diese lärmbelasteten Wohnsilos zu ziehen.

Nachdem sich die Piraten zu Beginn der Wahlperiode einer Bebauung nicht prinzipiell verschließen wollten, und lediglich auf Informationsfreiheit, Bürgerbeteiligung und Integration drängten, forderte ich bald schon eine gesamtheitliche Betrachtung des Umfelds des Innsbrucker Platzes, der seit seines 100-jährigen Bestehens über alle Umbauten hinweg, ein städteplanerisches Sorgenkind blieb. Statt die Gelegenheit zu nutzen, sich damit auseinander zu setzen, wurden meine Anträge in der BVV weggestimmt, der Vorschlag aus dem Expertengremium einer Fuß- und Radüberquerung über die Autobahn unter den Teppich gekehrt und das Einzelhandelskonzept, das die Notwendigkeit einer solchen Betrachtung bekräftigt, entsprechend manipuliert. Dabei existiert mit dem Vorstoß des zwischenzeitlich leider verstorbene Friedenauer Ehrenbürger Borkmann ein hinreichendes Konzept für die Eintunnellung der Wexstrasse entwickelte a la Schlangenbader Strasse.

Wenn denn derartige Vorstellungen wie augenarztreife Visionen klingen, so zeigen sie zumindest eine weitere Problematik auf: Hier soll innerhalb weniger Jahre aus einem traditionellen, stadtlandschaftlich bedeutsamen Außenbereich (sic! Nach §35 eigentlich nur landwirtschaftlich Fläche – oder ein Atomkraftwerk – vorgesehen!) ein neues Wohngebiet geschaffen werden. Normaler Weise haben derartige Planungen der Umwidmung einen Vorlauf von 20 – 30 Jahren, in deren Verlauf soziale Entwicklungen beobachtet, Bedarfe aller Beteiligten und die Umsetzung der Möglichkeiten intensiv studiert werden können. Der Umkehrung des Nachhaltigkeitsprinzip könnte bei dieser Planung nur noch die Krone aufgesetzt werden, wenn sich bewahrheitet, dass dies ein Angebots-Bebauungsplan sein soll, bei dem der Bezirk auch noch jegliches Risiko der Umsetzung trägt.

Juni 2015 BVV

Tagesordnung – 47. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin  

Bezeichnung: 47. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Gremium: Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Datum: Mi, 17.06.2015 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Sitzungssaal der BVV
Ort: Rathaus Schöneberg

TOP   Betreff Drucksache

Ö 1     Geschäftliche Mitteilungen    
Ö 2     Einwohneranfragen    
Ö 3     Vorlagen der Vorsteherin    
Ö 3.1     Feststellung der vorzeitigen Beendigung des Amtes als Bürgerdeputierte gem. § 24 ABs. 1 Buchstabe c BezVG i.V.m. § 71 Abs. 1 (3) GO BVV 1567/XIX  
Ö 4     Kinder- und Jugendparlament    
Ö 4.1     Renovierung der Fenster und Zäune in der Bruno-H.-Bürgel Grundschule 1462/XIX  
Ö 4.2     Zaun für die Spreewald-Grundschule 1466/XIX  
Ö 4.3     Neue Zäune an der Grundschule am Barbarossaplatz 1470/XIX  
Ö 4.4     Fahrradständer auf dem Hof der Grundschule am Barbarossaplatz 1476/XIX  
Ö 5     Protokollgenehmigung    
Ö 6     Unerledigte Drucksachen    
Ö 7     Mündliche Anfragen    
Ö 8     Große Anfragen    
Ö 9     Anträge    
Ö 9.1     Die Prignitz-Schule erhalten und unterstützen 1539/XIX  
Ö 9.2     Von der Bankiers-Bahn zum Fahrrad-Schnellweg 1540/XIX  
Ö 9.3     Umbenennung der Udetzeile 1541/XIX  
Ö 9.4     Verlängerung für die Gerhard-Hauptmann-Bücherei im Rathaus Friedenau 1542/XIX  
Ö 9.5     Tempelhof-Schöneberg bekennt sich zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften 1543/XIX  
Ö 9.6     Mittel für die Sanierung von Sportanlagen im Rahmen des Sportanlagensanierungsprogramms deutlich aufstocken 1544/XIX  
Ö 9.7     Bebauungsplan für die Umwidmung der Lauterstrasse am Breslauer Platz 1545/XIX  
Ö 9.8     Eckpunkte Bereich “alte Mälzerei” in Lichtenrade 1546/XIX  
Ö 9.9     Schulpsychologie stärken 1547/XIX  
Ö 9.10     Keine Ausweitung von Sportflächen auf historischen Orten des Tempelhofer Feldes 1548/XIX  
Ö 9.11     Tempelhofer Damhirsche im Schöneberger Fadenkreuz 1549/XIX  
Ö 9.12     Dog Stations für weniger Hundekot auf den Straßen in Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf 1550/XIX  
Ö 9.13     Kleine Maßnahmen, große Wirkung – Außenbereich der Bezirkszentralbibliothek reinigen und Mülleimer aufstellen 1551/XIX  
Ö 9.14     Endlich mehr Sitzbänke im Bezirk 1552/XIX  
Ö 9.15     Planungswerkstatt Kommunale Entwicklungszusammenarbeit II 1553/XIX  
Ö 9.16     Videoüberwachung auf Tempelhof-Schöneberger S-Bahnhöfen verstärken 1554/XIX  
Ö 9.17     Tempelhofer Weg in beiden Richtungen für Radverkehr ermöglichen 1555/XIX  
Ö 9.18     Sicherung des Bahnbetriebs am Crelle-Urwald 1556/XIX  
Ö 9.19     Archiv über Kunstwerke im öffentlichen Raum 1557/XIX  
Ö 9.20     Radfahrhemmnis Torgauer Straße 1558/XIX  
Ö 9.21     Schulungen für die Mitarbeiter des Jugendamtes 1559/XIX  
Ö 9.22     Quartiere stärken – Zwischennutzungsagentur etablieren 1560/XIX  
Ö 9.23     Unterführung in der Großgörschenstraße besser ausleuchten 1561/XIX  
Ö 9.24     Blümelteich amphibienfreundlich sanieren 1562/XIX  
Ö 9.25     Neuer Raum für die Seniorenvertretung – auf die Größe kommt es (auch) an! 1563/XIX  
Ö 9.26     Ampelanlage Kolonnenstraße Ecke Feurigstraße fußgängerfreundlicher schalten 1564/XIX  
Ö 9.27     Wahl einer stellvertretenden Bürgerdeputierten 1565/XIX  
Ö 10     übrige Große Anfragen    
Ö 11     Beschlussempfehlungen    
Ö 11.1     Bekenntnis zu Diversity in Vergabeverfahren 1358/XIX  
Ö 11.2     Prioritäre, aber nicht finanzierte Baumaßnahmen bei allen Bezirken abfragen 1359/XIX  
Ö 11.3     Bürgerbeteiligung als eigenes Produkt dauerhaft im Bezirkshaushalt verankern 1370/XIX  
Ö 11.4     Konzept gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität 1433/XIX  
Ö 11.5     Schulentwicklungsplan vorantreiben 1492/XIX  
Ö 11.6     Beschlüsse der Schulkonferenz umsetzen – rechtmäßig handeln 1538/XIX  
Ö 11.7     Neue Flüchtlingsunterkunft – Willkommenskultur unterstützen! 1212/XIX  
Ö 11.8     des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg von Berlin gemäß § 12 Absatz 2 Nummer 4 des Bezirksverwaltungsgesetzes (BezVG) über eine Erhaltungsverordnung für das Gebiet “Schöneberger Insel”, für die Grundstücke zwischen Monumentenstraße, östliche Grenze des Grundstücks Monumentenstraße 13, Verlängerung der Grundstücksgrenze bis zur Kesselsdorfstraße, Kesselsdorfstraße, Kolonnenstraße, Naumannstraße, Torgauer Straße, Cherusker Park und Wannseebahngraben im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, OT Schöneberg 1515/XIX  
Ö 11.9     Prioritäten im “Plätzeprogramm” 1531/XIX  
Ö 12     Vorlagen zur Beschlussfassung    
Ö 13     Mitteilungen zur Kenntnisnahme    
Ö 13.1     Gebündeltes Wirtschaftsmanagement in Tempelhof-Schöneberg 0148/XVIII  
Ö 13.2     Zielplanung zum bezirklichen Einsatz von EU – Strukturfondsmitteln bis 2013 0201/XVIII  
Ö 13.3     Warenhaus- und Einzelhandelsstandorte erhalten – Arbeitsplätze retten 1113/XVIII  
Ö 13.4     Stärkung der gewerblichen Struktur am Werdauer Weg (Schöneberg) 1241/XVIII  
Ö 13.5     Bezirkliche Tourismusstrategie intensivieren 1497/XVIII  
Ö 13.6     Effektives Leerstandsmanagement am Tempelhofer Damm 1538/XVIII  
Ö 13.7     Touristisches Wege-Leitsystem in Tempelhof-Schöneberg ausweiten 1677/XVIII  
Ö 13.8     Informationsbereitstellung im epub-Format 0133/XIX  
Ö 13.9     Bezirkliche Wirtschaftskompetenz nutzen 0217/XIX  
Ö 13.10     Neue Funktionen für das Internetportal www.berlin.de 0223/XIX  
Ö 13.11     Einsatz von Quick-Response-Codes in Tempelhof-Schöneberg prüfen 0224/XIX  
Ö 13.12     „Platz der Luftbrücke“ beleben 0344/XIX  
Ö 13.13     Ehemaliges Straßenbahndepot Belziger Straße 0458/XIX  
Ö 13.14     Migrantische Wirtschaft bei der Startphase unterstützen 0462/XIX  
Ö 13.15     Sicherheitsaktiviertes W – Lan im BVV Saal und Sitzungsräumen 0678/XIX  
Ö 13.16     Registerstelle in Tempelhof-Schöneberg einrichten 0686/XIX  
Ö 13.17     Dabeisein für Alle 0935/XIX  
Ö 13.18     Ferienwohnungen im Bezirk, wie geht es weiter? 1162/XIX  
Ö 13.19     Informationsangebot zu Bolzplätzen im Bezirk und zur Nutzung von Sportstätten 1207/XIX  
Ö 13.20     Sammeln von Pfandflaschen neben Abfallbehälter 1208/XIX  
Ö 13.21     Berlin Ticket S für 24,- Euro 1253/XIX  
Ö 13.22     Straßenbäume im Bezirk 1260/XIX  
Ö 13.23     Durchgang Carl-Steffeck-Straße durch Beleuchtungsanlage sicher machen 1346/XIX  
Ö 13.24     Multifunktionsbad Mariendorf: Chancen für einen Neubau ergreifen 1364/XIX  
Ö 13.25     Dresdner Bahn nur im Tunnel! 1378/XIX  
Ö 13.26     Bezirks – Senioren – Plan aufstellen 1388/XIX  
Ö 13.27     Müllbehälter zwischen Leuthener Platz und Hildegard-Knef-Platz aufstellen 1410/XIX  
Ö 13.28     Spendenboxen für Straßenbäume 1412/XIX  
Ö 13.29     Das Rathaus Schöneberg erstrahlen lassen 1414/XIX  
Ö 13.30     Tempo 30 in der Weskammstraße während des Schulbetriebes 1421/XIX  
Ö 13.31     Beschluss des “Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts 2015” des Team Quartiersmanagement Schöneberger Norden 1566/XIX  
Ö 14     Termin der nächsten Sitzung    

liebe freunde,

ich bin Michael Ickes, von den Piraten in TS, und ich habe heute Geburtstag. Deshalb darf ich ein bisschen länger sprechen:

1. Whistleblowing is a fundamental human right. It derives directly from political and participatory righs.

2. Eduard Snowden represents political asylum-seakers: “embassy asylum” and “safe passage” must be enabled; political refugees from a discriminatory or misguided development polity or from a regime that whishes you dead for providing public information… must be provided with the constitutional right.

3. Ich danke Reiner Thiem von Peira e.V. und Eva Dietrich für ein wunderbares Geburtstagsgeschenk: Sie hat bis heute 1000 Unterschriften gesammelt, um einen Einwohnerantrag nach §44 des Bezirksverwaltungsgesetz im Kommunalparlament zu stellen, Asyl für Snowden in Tempelhof-Schöneberg zu fordern.

liebe Freunde,

Ich stelle mir vor, dass die Aufnahme von Flüchtlingen eine kommunale Aufgabe ist. Denn nur dort zeigt sich, ob tatsächlich “refugees welcome” sind. 42 war die Antwort auf die Frage nach Bürgerbeteiligung, Bürgerhaushalt und der dezentralen Flüchtlingsunterbringung. §42 des BezVG regelt Einwohnerversammlungen. Heute werde ich 44, da bietet sich an, einen Wettbewerb der Bezirke zu veranstalten, welcher über derartigen Einwohneranträgen nach §44 des BezVG statt findet.

In den nächsten Tagen werdet Ihr eine entsprechende Druckvorlage auf mimaimix.de finden.

#gechreibsel #statt

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Hallo,

kurz um das los zu werden, der Bericht aus der Verwaltung angehängt.

Dazu gab’s noch n Zusatz, nämlich, dass Krieger den Plan, die VERKEHRSSCHULE am Vorarlberger Damm / Sachsendamm mit nem KFC zu bebauen AUFGEGEBEN hat!!!!

Zum Güterbahnhof Wilmersdorf, meinte ich: Continue reading