“die Toten kommen….”

Zentrum für Politische Schönheit

Die neue Aktion rast auf Deutschland zu


Die Toten kommen. Helfen Sie mit, die Opfer der militärischen Abriegelung Europas nach Deutschland zu bringen. Das politische Beben wird Europa in einen Einwanderungskontinenten zurückverwandeln: www.die-toten-kommen.de

Morgen schon wird der erste tote Einwanderer Europas die deutsche Hauptstadt erreichen. Um 10 Uhr.


   

5 comments on ““die Toten kommen….”

  • Die Aktion „Die Toten kommen“ des Zentrums für Politische Schönheit (ZPS) im Juni 2015 war eine provokante künstlerisch-politische Intervention, die die europäische Flüchtlingspolitik scharf kritisierte.

    Hintergrund und Zielsetzung

    Das ZPS machte auf die zahlreichen Todesfälle von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam, indem es verstorbene Flüchtlinge nach Deutschland überführte und dort bestattete. Die Aktion zielte darauf ab, die Verantwortung Europas für diese Tragödien sichtbar zu machen und die Öffentlichkeit sowie die Politik zum Umdenken zu bewegen.

    Ablauf der Aktion:

    Exhumierung und Überführung: Mit Zustimmung der Angehörigen wurden Leichname von Geflüchteten, die an den EU-Außengrenzen gestorben waren, exhumiert und nach Berlin gebracht.
    Beisetzungen in Berlin: Am 16. Juni 2015 fand die erste Beerdigung einer syrischen Mutter auf einem Berliner Friedhof statt.
    Demonstration am 21. Juni 2015: Eine Großdemonstration mit über 5.000 Teilnehmern zog vor das Bundeskanzleramt. Die Polizei untersagte das Mitführen von Leichen und begrenzte den Demonstrationszug. Dennoch wurden symbolisch Gräber ausgehoben, was zu 91 Festnahmen führte.

    Reaktionen und Kritik

    Die Aktion stieß auf gemischte Reaktionen:
    Unterstützung: Viele sahen in der Aktion eine notwendige Konfrontation mit den Folgen der europäischen Flüchtlingspolitik.
    Kritik: Einige warfen dem ZPS Pietätlosigkeit vor und kritisierten die Störung der Totenruhe. [4]

    Wirkung und Nachhall

    „Die Toten kommen“ sorgte für breite mediale Aufmerksamkeit und führte zu einer intensiven Debatte über die europäische Flüchtlingspolitik und die Rolle der Kunst im politischen Diskurs. Die Aktion bleibt ein prägnantes Beispiel für die Möglichkeiten und Grenzen politischer Aktionskunst.

    Weiterführende Informationen:

    [Offizielle Projektseite des ZPS](https://politicalbeauty.de/die-toten-kommen.html)

    [Nachrichtenbeitrag zur Aktion](https://www.youtube.com/watch?v=5HAyt_5ERUY)

    Reply
  • Fragen und Antworten wie ich mir den Prozess vorstelle: <a href="

    …contributing your feelings and opinion with regard to the memory to the unknown victims of the Balkan route. Should they even be buried at the place of their violent deaths? Or better in their place of origin according to their own customs and culture, which has forced them into these predidaments in the first place? Or even in the countries of their destination, in order to remind the people of Western Europe of the violence they are spreading with their exclusive, restrictive and imperialist policies? How is the process of such decision-making to be led, to maximise reflexivity, participation, dignity and effect? I still believe that upgrading (activating and instrumentalising for these purposes) the ajacent monument of interrelegious dialogue would be the best use of the money. And I’m slightly disappointed that not even the grief expert among us comes up with such understanding of what is and what should be, but that this community of practice (of ours) far more tends towards negating anything that doesn’t lie on the path of how things go.

    Ich erinnere außerdem an die (Kunst-) Aktion des Institut für politische Schönheit, der 2016? Kreuze an die Türkische Grenze gefahren hat

    Meine Überlegungen dürfen gerne nachvollziehbar sein, in erster Linie geht es mir aber um eine Kriteriensammlung und Prozesssteuerung. (Und in zweiter Linie tatsächlich um dieses unsägliche Monument der Kriegsverherrlichung, von dem ich mich garnicht traue zu spreche wegen relativierender Gegenstimmen).

    Dieses Rondell, zentral und prominent auf dem Friedhof, den Gefallenen der letzten Balkan Kriege gedenkend, beeindruckt jeden naiven oder Trauer-geschwächten Besucher des Friedhofs. es konkurriert mit und überragt und verdrängt das Gedenken an die unbekannten Toten der Balkan-Route. Das Monument des interkulturellen Dialogs könnte einen Ausgleich schaffen

    Von WoS I. Verstand es (bzw. sie, die Hintergundgeschichte) immer als flexibel, dynamisch und reflexiv aktivier- und instrumentalisierbar. In diesem (symbolischen) Sinn hab auch die Nutzung als Notunterkunkt von PoMs begrüßt und verteidigt.

    Also, wie geht’s weiter / vorwärts? Was hältst Du von meiner Prozessskizze? Würde noch n bisschen Wellen schlagen müssen, um Partizipation einzufordern und Transparenz zu schaffen. Hab aber auch nur begrenzt Kapazitäten (und Nerven). Wo siehst Du die Chancen, den existierenden Fond (für die Gräber) als Anschubfinanzierung für die Aktivierung und Instrumentalisierung des Monuments zu nutzen..? Du meinst, ich sei zu verbissen? Ich liebe den (anarchistischen) Provisisorismus in Bosnien, sehe darin einerseits große kreative Potentiale andererseits ebenso die Möglichkeiten der kontraproduktiven Instrumentalisierung… Naivität, Ignoranz und Verblendung… sind die Türöffner und Steigbügel für die ganze internationale Miserie, in der wir uns befinden… Ich mein (und komm vom Häpfchen zum Zäpfchen), die Geflüchtetenwelle von 2015 ist 1:1 mit der Finanzlage (Insolvenz) von UNHCR im Mittleren Osten zu erklären. Wenn jetzt UNRWA kollabiert, machen sich weitere 6mio Menschen auf den Weg. Wo ist der Plan?

    Du möchtest die Kritik, die man natürlich ein bisschen geschickt formulieren und ausarbeiten müsste, an SOS-Balkanroute rückmelden und vorschlagen, das Monument mitzudenken?! Könntest ja mal bei ihnen nachfragen, was die Idee war… team@sos-balkanroute.at.

    Es wird nicht einfacher und in Anbetracht dessen mag man nur den Kopf schütteln in Reaktion auf diese unnötigen Debatten und das populistische Geschwafel. Habe eben erst “aus Versehen” ne schlimme Doku in der ARD-Mediathek gesehen….Grenzen der Zuwanderung heißt die. Eine Katastrophe. Hab mich direkt mal bei ARD und dem Autor beschwert und der taz gesagt, die soll das mal anschauen. 😀

    Reply

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