WoS XX

Programme

Bihac

  • BRAT
  • Miral
  • SolarPower

full circle – Naveed &

Adil

Sarajevo: Ines & Sanella

Damir & the PeaceWalk

My first near-death-experience

Content

five years of Walk of Shame

We've started with the Rock Band, an evaluative framework:

  • reflexivity,
  • action
  • effects

there are bits and pieces, namely:

  • an actor map,
  • a narrative on travelling

the write up from Walk n Meet

  • Berlin back and forth...
    • kicker (Projects...)
  • What's in a name,
    • the day after... (ernüchterung)
  • SOP

from Bihac to Trento (consolidation)

  • Spin-offs:
  • Safe passage
  • PeaceWalks (FS, ....)

WoS n.20- Program

Arrival in Bihac on 2nd, some on the 3rd of November- We are sleeping at Veljko.

3: Mural at Silvia’s safe house
from 8 to 3pm : Day Center for people on the move (JRS)
4: Mural at safe
from 8 to 3pm : Day Center Day for people on the move (JRS)
5: in the morning more visits
In afternoon : travel to Sarajevo. (we will stay in a B&B)

6: Meeting with Damir and other NGOs about 2026 Peace Walk

7: Possibly more meetings, visit Sanela and other NGOS, hang around bus stations

8: Accompany Adil in his visits.

9: Return home

“If someone is interested to visit theTunnel of Life, or the Childhood Museum, or the city of Sarajevo, it can be arranged. Of course, our goal is to meet people on the move, or local NGOS, and make connections, hopefully longstanding ones.”

die erste near-death Experience

…hatte ich im Eiskanal von Augsburg.

Ich kannte Andi von einem Kletter-Ausflug drei Jahre zuvor. Er blieb dabei und verbrahte seine Zeit im Klettergarten bis sich ihm die Sehnenscheiden entzündeten und ihm der Arzt Kletterverbot verordnete. Dann wande er sich dem Whitewater-Kayaking zu betrieb das ebenso intensiv. Er trainierte fpr die Initiation im AKK, den Jochen Schweitzer seinzeit gerade zu einer Extrems-Sport-Maschine umbaute.

Wir trafen uns wieder auf einem Fest der Amerikaner, die gerade aus dem Kuweitischen Desert-Storm zurück kamen, und vereinbarten gemeinsam nach Augsburg zu fahren. Nur das Geld fehlte.

Da sass ich auf dem Treppengeländer vor dem Eingang zum rauchen und referrierte über Boudrilliard, der den Golfkrieg als Videospiel bezeichnet hatte. Das hat den GIs garnicht gefallen. Sie schubsten mich rücklings vom Geländer in die Büsche und sprangen zu viert hinterher, Da kam aber auch schon die MP und prügelte die Party zu Ende.

Meine Freunde handelten sich für meine Schrammen das exklusive Flaschenpfand-Recht aus und hatten das Geld frü die Fahrt nach Augsburg zusammen bevor ich verarztet war.

Any, 6 Brüder ud Schwestern, Athroposoph au Neckarwestheim.

Wir sagten er hat einen Schaden wegen der Nähe zum Kernkraftwerk davon getragen, doch er hörte auf Bod Marley: “have no fear of atomic energy…”. Und er war tüchtiger Gewschäftmann.

Downhill, verschärftes Slalom und Rodeo!

Im WEiteren sollte er eine Seifenblasen-Show etablieren. Er blies sie auf und stieg in sie hinein. Das Farbenspiel der Napier-Stoakes-Gleichungen. Es ist ein Hohlspiegel, der unser aller Bewusstein umschliesst…

Navier-Stokes

 

Die Änderung der Bewegung eines Flüssigkeitselements (linke Seite) ergibt sich aus:

1. Druckunterschieden (∇p),
2. innerer Reibung (Viskosität),
3. Volumenänderungen bei Kompression oder Expansion,
4. und externen Kräften (rechte Seite).

in der Blase

Ich atme – und mit meinem Atem wächst sie, hauchdünn, schimmernd, kaum von dieser Welt.
Eine Seifenblase.
Meine eigene.
Ich blase sie nicht mit dem Mund, sondern mit dem, was in mir drängt – Gedanken, Zweifel, Sehnsucht.
Und als sie groß genug ist, geschieht das Unmögliche:
Ich steige hinein.

Drinnen herrscht eine seltsame Stille, als hätte sich der Lärm der Welt am Rand gesammelt, um mir nichts mehr zu sagen.
Die Haut der Blase ist durchsichtig, aber keine Durchsicht.
Ich sehe die Welt – nur gebogen, verrückt, irisierend.
Jede Bewegung draußen spiegelt sich in Wellen an der Innenwand.
Ich bin getrennt, aber nicht verloren.
Ich bin gehalten, aber nicht sicher.

Die Blase lebt.
Sie atmet mit mir, bebt bei jedem Gedanken, zittert bei jedem Gefühl.
Ich weiß, dass winzige Kräfte an ihr zerren:
Luftdruck, Temperatur,
ein kaum hörbarer Wind –
oder ein Blick von außen.

Ich spüre sie, die Spannung.
Wie Gleichgewicht kein Zustand ist, sondern ein Tanz auf der Kante.
Navier-Stokes – sie schreiben hier drin Gedichte aus Strömung und Reibung.
Kein Vers sicher, kein Bild für immer.

Ich drehe mich.
Und da bin ich – ich, gespiegelt in der Rundung,
in tausendfacher Verzerrung.
Mein Gesicht, mein Blick,

doch anders, als ich mich kenne.
Der Hohlspiegel meines Bewusstseins wirft mich zurück –
nicht, wie ich bin, sondern wie ich mich sehe.

Manchmal denke ich:
Vielleicht lebt jeder in so einer Blase.
Vielleicht sind wir alle
nur Innen.

Und wenn ich die Hand gegen die Wand lege,
ist es wie ein Versprechen:
So zart die Grenze,
so groß die Nähe.

Ich weiß, sie wird platzen.
Eines Tages.
Ein Gedanke zu viel,
ein Wort von außen,
ein Sonnenstrahl zu heiß.

Dann werde ich wieder draußen stehen –
nass von Innenwelt,
und seltsam klar.

Doch bis dahin bleibe ich hier,
in meiner schimmernden Hülle,
und lausche,
wie die Welt durch mich atmet.

Rückkehr aus der Blase

Ich war fast fort.
Die Seifenblase, die ich einst selbst geblasen hatte,
schloss sich um mich wie ein zweites Bewusstsein –
leicht, rund, leise.
Zunächst war sie Spiel, ein Traum aus Licht.
Dann wurde sie Raum,
dann wurde sie Welt.

Und dann – wurde sie zu viel.

Ich spürte, wie sie sich hob,
getragen von nichts als der Ahnung,
dass ich hier nicht bleiben darf.
Sie stieg, langsam,
doch mit jeder Sekunde weiter fort
von allem, was ich kannte.

Drinnen wurde es enger.
Nicht weil die Blase schrumpfte –
sondern weil ich es tat.
Ich verlor die Sprache,
das Maß,
das Gewicht.

Die Farben draußen verblassten,
die Stimmen kamen nicht mehr durch.
Nur ein dünnes Flirren,
ein Rest von Zeit.

Und gerade als ich dachte:
So endet es also –
lautlos, schwebend,
in Schönheit erstickend –
spürte ich etwas.

Eine Berührung,
nicht an meinem Körper,
sondern an dem Faden,
der mich trotz allem noch hielt.
Der nie ganz gerissen war.

Es war kein Ruck,
kein Reißen –
es war ein Erinnern.
Jemand – oder etwas –
zog mich zurück.

Die Blase bebte.
Wurde dünn.
Zerplatzte nicht.
Sondern öffnete sich –
nach innen.

Ich fiel nicht.
Ich wurde gehalten.

Und dann: Licht.
Nicht von außen.
Sondern von innen her.

Wärme.
Ein Atem,
der nicht meiner war,
aber für mich.

Ich war zurück.
Noch nicht ganz.
Aber lebendig.

Seitdem trage ich die Blase in mir –
nicht als Gefängnis,
sondern als Schwelle.
Ein Ort zwischen den Welten.
Ein Echo des Todes,
das das Leben in mir lauter macht.

die zweite near-death Experience

Wellengang

BRAT programme

Silvia manages the BRAT programme in Bihac. This programme is funded and coordinated by the Italian Development Agency and Caritas Italia. Its purpose is to provide for responsible and well-managed migration policies according to the United Nations Sustainable Development Goal and target 10.7. The programme supports the Bosnian Government’s efforts to protect, receive, and accompany migrants in their transit according to international obligations, in particular (and amongst other activities) by
1. providing for the day center, run by the Jesuit Refugee Services (JRS)
2. providing for the safe house for minors.
Silvia is doing an awesome job filling these administrative structures with the initiative, engagement and love that we all agree are needed to fulfill the promises of „responsible and well-managed migration“. In particular, by engaging with a broad range of people, international volunteers and us from the Walk of Shame, she fosters international connections and exposure according to our aim to re-humanize Europe. Also, by providing 8 of her 35 places in the Safe House for local (as opposed to migrant) minors in need, she offers prospects and integration in and among the local community. Unfortunately, this well-meaning aspect in particular is proving to be a two sided sword: Thus, the local authorities rather monopolize the resources of the safe house provided by international donors for their own local minors in need, than to share them with the migrants as intended by the project.
That’s why the local authorities are rather hesitant – or sometimes even subversive – in referring migrant minors out of the major Lipa camp to the Safe House – although places are available. And that may be the reason for potential tension between international project protractors and local operatives and partners.
Silvia has been a loving friend, an inspiring host and a valuable source of information to us ever since our first Walk. Anna has been doing murals with her before and Luka has entertained the kids before. So we are increasingly getting involved in her actual programme at the Safe House. The idea with the solar panels actually came up during WoS XII and were supposed to be provided by the Dutchies. I’ve started on a small extra circuit for the pavilion to get things going, but the plan still is to scale up, providing next solar power for hot water and ultimately for the whole house. For autarky, sustainability and transfer of knowledge and skills.

peacewalk presentation Sarajevo

Friedensgespräche mit in der Ukraine inhaftierten Geistlichen

Ausgangslage: Unsere Gemeinde ist Gastgeberin einer ukrainisch-orthodoxen Gemeinde, die im Kontext des kriegerischen Überfalls Russlands bei uns Schutz und geistliche Heimat gefunden hat. Gleichzeitig stehen Teile der ukrainischen Orthodoxie, nämlich jene mit Bindung an das Moskauer Patriarchat, unter Verdacht der Kollaboration – viele Geistliche sind inhaftiert. Dies stellt uns vor eine geistlich und ethisch herausfordernde Situation.

Ziel des Projekts: In Anerkennung unserer ökumenischen, christlichen und menschenrechtlichen Verantwortung möchten wir den Versuch unternehmen, geistliche Friedensgespräche mit inhaftierten Geistlichen zu führen – mit dem Ziel,
– christlich-geschwisterlichen Kontakt herzustellen,
– geistliche Gewissensentscheidungen sichtbar zu machen (z. B. Kriegsdienstverweigerung, Loyalitätskonflikte),
– Versöhnungsperspektiven innerhalb des orthodoxen Christentums sowie zwischen der Orthodoxie und der evangelischen Kirche zu fördern,
– als Kirchengemeinde Zeichen der Friedensverantwortung zu setzen.

Theologische Grundlage:
– Mt 5,9: „Selig sind, die Frieden stiften“
– Röm 12,21: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“
– 2 Kor 5,20: „So sind wir nun Botschafter an Christi statt“
– Bezug auf Psalm 34 und Hesekiel 36 (innere Reinigung und äußere Umkehr)

Praktisches Vorgehen:
– Kontaktaufnahme zu Menschenrechtsorganisationen, die Zugang zu Inhaftierten ermöglichen
– Theologische Begleitung (z. B. durch Friedensbeauftragte der Landeskirche, EKD, ACK)
– Dokumentation der Gespräche
– Veranstaltung / Dialogformate in unserer Gemeinde zur Reflexion

Besonderer Fokus:
– Reflexiv-transformative Annäherung: Wir suchen nicht schnelle politische Lösungen, sondern geistliche Prozesse
– Kein parteiliches Urteil, sondern Raum für differenzierte Perspektiven
– Sensibler Umgang mit der Gastgeberrolle gegenüber der aktuellen ukrainischen Gemeinde

Mögliche Risiken:
– Politische Missdeutung als Parteinahme
– Spannungen mit der gastierenden Gemeinde
– Schwieriger Zugang zu Inhaftierten

Eigeninteresse / Motivation:
Als Mitglied dieser Gemeinde ist es mir ein tiefes Anliegen, dass wir unserer Verantwortung als Friedensgemeinschaft gerecht werden – nicht nur durch Gebet, sondern auch durch konkrete geistliche Zeichen in dunkler Zeit.

Risikoanalyse

Risikoanalyse zur Prävention von sexualisierter Gewalt

in der evangelischen
Kirchengemeinde Philippus-Nathanael Berlin

zur Vorlage dem GKR
am 7.10.2024 und Erstellung eines Schutzkonzeptes.

Leitfragen für die Risikoanalyse

(gemäß
den Musterfragen des Schutzkonzept vor sexualisierter Gewalt im
Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg – Stand 21. März 2023)

Konsolidierte Indikatoren

(aus der
Beschäftigung der Arbeitsgruppe: Ina-Maria Gorgis, Michael Ickes,
Sebastian Leenen, Maria Müller-A.)

Erfolgt in der Kirchengemeinde eine Auseinandersetzung mit
gewaltfördernden Bedingungen wie Abhängigkeitsverhältnissen,
Machtgefälle, Fremdbestimmung?

 

Sehr rudimentär und situationsbedingt: der Arbeitskreis
Risikoanalyse hat begonnen, diese Auseinandersetzung zu führen;
einzelne (Jugend-)Gruppen und Organisationen führen derartige
Auseinandersetzungen innerhalb ihres Bezugsrahmens.
Gibt es in der Gemeinde ein Bewusstsein darüber, dass es
jederzeit zu Handlungen von (sexualisierter) Gewalt kommen kann?
Nein, es ist kein Konsens erkennbar, ob der Brisanz von
sexualisierter Gewalt in dieser Gemeinde. (Siehe unten: wo keine
Vorfälle bekannt, kann sich auch kein Bewusstsein darüber
bilden). Spricht für die Notwendigkeit der konsequenten
Aufarbeitung lokaler Vorkommnissen (in der Gemeinde!) und
Aufklärung, ob der dynamischen Sachlage (z.B. dass sich Standards
und Kriterien für Grenzüberschreitungen und sexualisierter
Gewalt über die Zeit hinweg eben auch ändern können).
Welche Grenzüberschreitungen (auch sprachliche Überschreitungen)
sind im Gemeindealltag bereits in der Vergangenheit passiert?
Es sind keine Vorfälle bekannt, identifiziert oder dokumentiert.
Wo sind schwierige Situationen, die zu Grenzüberschreitungen
führen könnten?
  • Kinderchor:
    z.B. Abholsituation mit einem verbleibenden Kind

  • Orgelunterricht:
    Zweier-Situation;

  • Kindermusicalarbeit:
    Nutzung vieler (auch verborgener) Räume, viele
    Helfer:innen

  • Familiengottesdienste:
    großes wechselndes Team stiftet Verunsicherung

  • Kindergottesdienste:
    B
    ei bestimmten Gelegenheiten (Taufen, Feste) viele
    verschiedene unbekannte Menschen…

  • Konfirmandenarbeit:
    z.B. auf Fahrten. Separate, sexualisierte-Gewalt-spezifische
    Vorbereitung ist angezeigt und wird praktiziert.

  • Teamer“:
    Problem der Hierarchien/Abhängigkeiten

  • Kinderfreizeit,
    Jugendfahrt:
    Schulung aller Mitarbeitenden findet
    statt

  • Kitas:
    Die Gemeinde-eigene Kitas haben separate Schutzkonzepte, die
    jährlich vom GKR gemonitort werden.

  • Pfadfinder
    Phoenix
    CJF haben eigene Schutzkonzepte.

  • (Kinder
    der)
    eritreischen/
    ukrainische
    n
    Gemeinde

    mögen
    kulturbedingt abweichende Vorstellung von einem christlichen
    Umgang miteinander haben. Praktiken wie Genitalverstümmelung
    oder Chauvinismus, auch kriegs- und fluchtbedingte
    Verhaltensmuster, mögen dezidiert (auf spezifischen
    Infoveranstaltungen oder Themenabenden) angesprochen
    werden
    und
    damit in Austausch getreten werden.

  • Hauskreise
    sind
    praktisch geschlossene (aber gemeindeweit bekannte)
    Veranstaltungen von miteinander vertrauten Erwachsenen auf
    Augenhöhe und beherbergen damit ein niedriges Risiko der
    Ausübung von sexualisierter Gewalt.

  • Teamsitzungen
    in Privaträumen

    werden
    unterbunden. (siehe Verhaltenskodex)

  • Vertrauliche
    Seelsorge:
    Grundsätzlich
    sensible Situationen
    besonders
    im kirchlichen Bereich
    ;
    Problem
    der Hierarchien/Abhängigkeiten

  • Berufliche
    Mitarbeiter:
    innen:
    Reguläre
    Fortbildungen mögen die
    Gratwanderung
    zwischen
    professioneller
    Fürsorge
    und
    qualitätssichernden
    Kontrolle
    leiten.

  • Friedensgebet
    mit
    wechselnden Mitwirkenden

  • externe
    Mieter:

    Rias
    Kammerchor; Gospelchor; Orchester

Welche Schritte können unternommen werden, um
Grenzüberschreitungen zu vermeiden?

*
Für alle identifizierten Risikosituationen sollen praktikable
Abläufe entwickelt und definiert werden, breit (und
wiederholt) kommuniziert, implementiert und zur
integrierten Qualitätssicherung regelmäßig kontrolliert
(gemonitort) werden. Verschiedene Szenarien wurden bereits in dem
Arbeitskreis (gebrainstormt /) gesammelt, doch ohne ein
gesamtheitliches (systematisches, planmäßiges) und verbindliches
Vorgehen können diese individuellen Vorgehensweisen nicht ihre
Wirkung entfalten (sondern sind schlechtestenfalls
kontraproduktiv).

*
Standard-Setting: Der Schutz vor sexualisierter Gewalt ist
zeitgenössisch eine vornehmliche Aufgabe der evangelischen
Kirche. Denn sexualisierte Gewalt pervertiert und konterkariert
die Liebe und den Frieden Gottes. Dieser Grund- und Ansatz möge
durch Leitbild-Entwicklung und Propagation tief in der
Gemeindearbeit verankert werden. Grenzen (und erst damit
Grenzüberschreitungen) mögen dergestalt sichtbar gemacht werden.
Eine Aufgabe der Curriculum-Entwicklung. Vertrauensbildung
ein weiterer Aspekt.

*
Aufklärungsarbeit bez. der zeitgenössischen Situation und
Gefahren auf allen Ebenen und in allen möglichen Formaten
(Infoveranstaltungen, Diskussionsrunden, Themenabende, …) ist
angezeigt, sowie „Mainstreaming“ von sexualisierter
Gewalt: ehrenamtliche / gemeinde Willkommenskultur / Personal- /
Gliedergewinnung, wiederholender TO in den Gremien,
Agendasetting“ für Öffentlichkeitsarbeit,
(Vorbereitungstreffen von Ausfahrten und) Veranstaltungen.

*
Training (Qualifikation) von Haupt-/Ehrenamtlichen als
Multiplikatoren (die ihre neu gewonnene Fachkompetenz (z.B.
Windelwickeln in die Gemeinde und darüber hinaus tragen). Den
Pfarrer in den entsprechenden Fortbildungskurs schicken, um in die
Predigten einzubauen.

Gibt es Regeln für den angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz
oder ist dies den beruflichen Mitarbeitenden überlassen?

Es
gibt Regeln (aus der pädagogischen Praxis), wie: erst fragen
bevor umarmen. Wie sie sich in der pädagogischen Praxis
durchsetzen, so werden sie von qualifizierten Mitarbeitern
umgesetzt und befolgt. Darüber hinaus verläuft die individuelle
und damit eine kollektive Bewusstseinsbildung unvereinheitlicht
und schleppend. Der Verhaltenskodex hängt zwischenzeitlich aus,
wenn darauf angesprochen reagieren Glieder und Menschen im Detail
kontrovers.

Sind diese Regeln den Gemeindegliedern bekannt (ggf. in leichter
Sprache / Gebärdensprache)

Im
Allgemeinen ist der EKBO Verhaltenskodex bekannt, im Detail ist er
allerdings umstritten. Er bildet eine gute Basis und Anregung für
Sensibilisierung, Diskussion und Bewussseinsbildung. Eine
Vermittlung des Verhaltenskodex möge entsprechend darauf
abzielen.

Entstehen bei der Arbeit besondere Vertrauensverhältnisse und wie
kann vorgebeugt werden, damit diese nicht ausgenutzt werden?

Selbstverständlich
entstehen in der Gemeindearbeit Vertrauensverhältnisse. Die
Formalisierung dieser durch exklusive seelsorgerische sowie
Parr-Gespräche bietet eine gewisse Sicherheit. Im Zuge einer
Aufarbeitung und Aufklärung müssen deren Praktiken, Techniken
und Ergebnisse unter (öffentliche / gemeindeinterne,
kontinuierliche) Prüfung.

Finden Übernachtungen in den Gemeinderäumen statt? Welche
Risiken bringen diese mit sich?

Nein,
im Zuge der wachsenden Verantwortung und Risiken (u.a. von
sexualisierter Gewalt) wurde derartig Risikobehaftete
Veranstaltungen gestrichen.

Gibt es spezifisch bauliche Gegebenheiten, die Risiken bergen
(versteckte Räume o.ä.)?

Standort
Philippus

 

  • Toilettenräume
    im Keller,

  • Musikzimmer
    im Gemeindehaus,

  • Pfadfindernest…
    sind
    allesamt abgelegen, wurden aber mit Aufklebern sensibel
    gestaltet.

Standort
Nathanael

 

  • Orange
    Island
    ist
    häufig leerstehend und vergessen;

  • Verwinkelte
    Bauweise
    und
    die Schlüsselliste ist nicht vertrauenserweckend;

  • in
    der Kirche gibt es verborgene Räume, deren Existenz
    Neuankömmlingen nahe gebracht werden sollte.

Gibt es nicht aufgearbeitete Vorerfahrungen mit sexualisierter
Gewalt?

Keine
bekannten. Das kann einerseits an keinen Vorkommnissen liegen,
oder aber die Gemeinde ist sich nicht in vollem Umfang bewusst, ob
der Niederschwelligkeit von sexualisierter Gewalt.

Gibt es klar definierte Zuständigkeiten?

Kaum.
Für Hauptamtliche gibt es Stellenbeschreibungen aber keine
(gesammelten) Aufgabenbeschreibungen für Ehrenamtliche oder
Beauftragungen des GKR.

Wie sehen die vorhandenen Strukturen aus?

Das „Leitungsteam“ des GKR setzt die Agenda, der GKR nickt ab.
Der GBR als Plattform der verschiedenen Gruppen versteht sich
weitgehend als ausführendes Organ.

Welche Kommunikationswege bestehen in der Gemeinde? Sind sie
transparent oder leicht manipulierbar?

Die
Kommunikationswege sind fragmentiert, intransparent und ad hoc.
ChurchDesk konkurriert mit dem Provider des Kirchenkreises.
Private Emails, WhatsApp Gruppen und Signal laufen parallel.

Gibt es wirksame präventive Maßnahmen bei bereits
identifizierten Risiken?

Die Gemeindearbeit tendiert dazu, die Angebote zu kürzen, wenn
dabei Risiken identifiziert werden. Beispiel: Gesprächskreis

Welche Bedingungen, Strukturen oder Arbeitsabläufe könnten aus
Täter- und Täterinnensicht bei der Planung und Umsetzung von
Taten genutzt werden?

Ehrenamtliche / Freiwilligenarbeit, fragmentierte und
verschachelte Zuständigkeiten (Gemeinde / Region / Kirchenkreis /
AKD / …)

Thematische Bereiche, die bei einer Risikoanalyse berücksichtigt
werden sollten

Interkultureller Kontext;

LGBTIQ


Continue reading

Kinderkreuzzug

so nannte ich meine Evaluation des Civil March for Aleppo und meine weitere Beschäftigung mit dem Walk of Shame.

 

normative Geschichtshermeneutik

Der Kinderkreuzzug war ein legendärer, historisch umstrittener Kreuzzugsversuch, der 1212 stattfand. Tausende Kinder und Jugendliche aus Frankreich und dem heutigen Deutschland machten sich auf, um das Heilige Land zu befreien – nicht mit Waffen, sondern mit unschuldigem Glauben, der Wunder bewirken sollte.

Zwei Hauptzüge sind überliefert:

– In Frankreich führte ein Hirtenjunge namens Étienne von Cloyes angeblich 30.000 Kinder Richtung Süden. Er behauptete, Christus sei ihm erschienen.
– In Deutschland zog ein Junge namens Nikolaus von Köln mit ebenfalls tausenden Kindern Richtung Italien.

Die Bewegungen endeten tragisch: Viele Kinder starben unterwegs an Hunger, Krankheit oder Erschöpfung. Einige sollen von skrupellosen Händlern versklavt worden sein, statt ins Heilige Land gebracht zu werden. Keiner erreichte Palästina.

Obwohl viele Details umstritten oder legendarisch überhöht sind, steht der Kinderkreuzzug symbolisch für naiven Glaubenseifer, religiösen Fanatismus und Ausbeutung. Historiker vermuten heute, dass es sich eher um Gruppen armer Pilger handelte, nicht nur Kinder.