die live-liquid fishbowl agora hat ihre Ursprünge in der Bürgerbeteiligung an der Bautzener Sch/n/eis/s/e.


Im Stattentwicklungsausschuss Juni 2014 zur Crelle 22a waren wir nahe dran.

Induktion / Abduktion:
Bausenatorin Lompscher: Hausbesetzer sollen nicht bestraft werden https://www.bz-berlin.de/berlin/berlins-bausenatorin-lompscher-hausbesetzer-sollen-nicht-bestraft-werden.
“….Aber die Bauverwaltung will im Nachhinein einlenken, die Besetzer nicht mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgen.
Anzeigen zurückziehen oder nicht?
„Wenn das konsequent geahndet wird und die Leute verurteilt werden, ist das nicht vergnügungssteuerpflichtig. Das könnte dem einen oder anderen das Leben versauen“, sagt Bau-Staatssekretär Sebastian Scheel (42, Linke), der in seiner Jugend in Frankfurt/Oder selbst in besetzten Häusern abhing. Nur bei denjenigen, die gegen die Polizei Widerstand geleistet haben oder zum Beispiel mit Gegenständen geworfen haben, sollen die Anzeigen aufrecht erhalten bleiben.
Bei Verurteilungen wegen Hausfriedensbruch drohen Geldstrafen oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.
„Stadt und Land muss als Eigentümer selbst entscheiden und sollte sich politisch nicht unter Druck setzen lassen“, sagt Benedikt Lux (36), Grünen-Innenexperte. Noch deutlicher wird Frank Zimmermann (61, SPD): „Ich hoffe, dass die Anzeigen nicht zurück genommen werden. Die Berliner Linie gilt – und dazu gehört selbstverständlich die Verfolgung von Straftaten.“
Ingo Malter (56), Geschäftsführer von „Stadt und Land“, will sich dem dringenden Wunsch des Senats nicht fügen. „Nein, ich werde die Anzeigen nicht zurück ziehen“, sagt er der B.Z.. „Das ist eine Frage der Konsequenz und des Rechts. Als Geschäftsführer kann ich es nicht eigenmächtig unterlassen, die Interessen meines Unternehmens zu vertreten.“
Weitere Stimmen zu den Hausbesetzungen:
„Bei spekulativem Leerstand sollten Hausbesetzungen zukünftig geduldet werden, statt Wohnraum verfallen zu lassen.“ Katrin Schmidberger (35, Grüne) Sprecherin Wohnen, Mieten
„Die Räumung eines städtischen Hauses in Neukölln halte ich politisch für falsch.“ Monika Herrmann (53, Grüne), Bürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg
„Vor diesem Hintergrund ist die Motivlage der Besetzerinnen und Besetzer, ein deutliches politisches Zeichen zu setzen, nachvollziehbar.“ Katrin Lompscher (56, Linke), Bausenatorin
„Große Unternehmen und Hedgefonds treiben die Mieten in irre Höhen. Völlig richtig, wenn Mieter mit verschiedenen Aktionen dagegen protestieren.“ Bernd Riexinger (62, Linke), Parteichef
„Verhandlungen müssen ernsthaft geführt werden, nicht von der Polizei entschieden werden. Diese Räumungen werden r2g noch beschäftigen.“ Katina Schubert (56, Linke), Berliner Landeschefin
„Ziviler Ungehorsam ist ein legitimes Mittel, um auf Missstände aufmerksam zu machen.“ Canan Bayram (52, Grüne) Bundestagsabgeordnete
Lesen Sie hier dazu auch unseren Kommentar: „Liebe Politiker, besetzt doch mal das Rote Rathaus“
…”
”
Jeder Verkauf ist Teil der Verwertungskette
(die den Schuldenerlass mit einschließt)”
Demokratisieren!
die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind nicht fähig, das Gemeinwohl zu bedienen.
weil das Parlament seine Aufsichtsratsfunktionen nicht wahr nimmt.
– ist es ja gar nicht (das Parlament ein Aufsichtsrat)
– die Wähler sind nicht aufgeklärt
(politische) Bildung ist Aufklärung!
rational
#statt moral
vis-a-vis Empirizismus vis-a-vis die letzte Freiheit ist die Kunst (Ästhetik) vis-a-vis Normativismus.
Werte schaffen: Langhans vergoldenes Schamhaar,
der multi-Millionen Kunst- und Kulturbetrieb
Sport – E-Sport – Utopia-WM –
eine Inszenierung
.






8 comments on “eine Inszenierung”
P.A.R.ts-pro-toto – Methodik
vergleichendes Evaluationsformat
Civil March for Aleppo / Walk of Shame vs. Kinderkreuzzug (1212)
1. Einleitung
– Ziel der Analyse: Evaluation heutiger „Pilgermärsche“ mit Hilfe historisch-normativer Deutung
– Methode: Normative Geschichtshermeneutik – der Kinderkreuzzug dient als ethischer und symbolischer Referenzrahmen
In der normativen Geschichtshermeneutik dient ein historisches Ereignis nicht nur zur Kontextualisierung, sondern als ethischer Resonanzraum für heutige Phänomene. Der Kinderkreuzzug von 1212 ist ein solches Ereignis: Er steht für idealistische Hoffnung, moralische Überhöhung – und tragisches Scheitern durch Missbrauch und Machtasymmetrien. Mit Blick auf heutige zivilgesellschaftliche Protestformen wie den Civil March for Aleppo oder den Walk of Shame eröffnet sich die Möglichkeit einer kritischen Gegenwartsanalyse: Wo wiederholen sich Muster, wo werden sie bewusst gebrochen?
Was offenbart der Peacewalk über die gesellschaftliche Sehnsucht nach Frieden – und welche historischen Muster werden (bewusst oder unbewusst) reaktiviert? Die normative Geschichtshermeneutik fragt nicht nur: Was geschieht? Sondern: Welche ethisch-politischen Erzählungen werden wiederbelebt – und was sagen sie über unsere Gegenwart aus?
2. Historischer Referenzfall: Der Kinderkreuzzug 1212
– Kontext & Verlauf
– Motivationen der Beteiligten (kindlich, idealistisch, religiös)
– Ausgang & Missbrauch (Täuschung, Scheitern, Instrumentalisierung)
Zwei lose verbundene Bewegungen, eine aus Frankreich und eine aus Deutschland, trugen Tausende Kinder und Jugendliche in einem visionären „Kreuzzug“ gen Jerusalem. Getragen von Glauben, Unschuld und einer Hoffnung auf göttliches Eingreifen, scheiterten beide Bewegungen an Realitäten: Hunger, Missbrauch, Tod oder Versklavung. Das Ideal der reinen, machtlosen Hoffnung kollidierte mit weltlicher Gewalt und Täuschung. Historisch gesehen stellt der Kinderkreuzzug eine Warnung dar: vor symbolischer Überhöhung, mangelnder Vorbereitung und moralischer Ausbeutung.
Die Bezugnahme des Peacewalks auf Jerusalem ist kein Zufall. Der Ort steht historisch für:
– das Ziel religiöser Pilgerreisen,
– einen Ort heiliger Konflikte,
– eine Projektionsfläche utopischer Friedensvisionen.
Wie beim Kinderkreuzzug wird ein physischer Marsch symbolisch überhöht – diesmal jedoch nicht mit Erlösungsanspruch, sondern als Prozess des Lernens und der Begegnung. Das ist entscheidend: Die metaphysische Überladung (Kinderkreuzzug) weicht hier einer reflexiven, säkularen und interkulturellen Bewegung.
3. Gegenwartsfälle
a) Civil March for Aleppo
– Selbstverständnis & Mobilisierung
– Struktur, Beteiligung, Zielsetzung
– Rezeption & politische Wirkung
Eine Gruppe europäischer Bürger:innen marschierte symbolisch die Route der Flüchtenden rückwärts von Berlin bis an die syrische Grenze. Ziel war es, auf das Leid in Syrien aufmerksam zu machen und politische Empathie zu erzeugen. Der Marsch war organisiert, überwiegend friedlich und wurde medial punktuell begleitet. Kritiker warfen symbolischen Aktivismus ohne politische Schlagkraft vor.
b) Walk of Shame
– Ursprünge, Intention, Teilnehmerprofil
– Symbolik & Kommunikation
– Kritik & Resonanz
Als performative Kunstaktion verarbeitet der Walk of Shame kollektive und individuelle Schuld, insbesondere in Bezug auf Klimakrise und Kolonialgeschichte. Teilnehmer:innen marschieren schweigend durch Städte, bekleidet mit Bußgewändern. Ziel ist keine politische Forderung, sondern das Sichtbarmachen eines moralischen Zustands.
4. Vergleichsdimensionen
Kategorie
Kinderkreuzzug
Civil March
Walk of
Shame
Peacewalk
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—————————–
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Motivlage
Religiös, idealistisch
Erlösung, Glaube, Ideal
Humanitär, politisch
Empathie, Aktivismus
Selbstkritisch, aufklärerisch
Reue, Moralreflexion
Symbolik
Erlösung,
göttliches Eingreifen
Frieden als
Lernprozess, Koexistenz
Teilnehmerprofil
Kinder,
Laien
Aktivisten,
Zivilgesellschaft
Künstler,
Intellektuelle
Aktiv
Bürger:innen, Pilger, Künstler
Struktur &
Leitung
Unkoordiniert
charismatisch
Organisiert,
dezentral
Performativ, konzeptuell
Kollektiv-künstlerisch
Geplant,
offen, partizipativ
Ziel /
Zielort
Jerusalem
Aleppo
„Schamorte“
Jerusalem
(Zion)
Gefahren /
Instrumentalisierung
Hoch
Tod, Versklavung
Gering-mittel
Erschöpfung, symbolische Wirkung
Symbolisch
Missverstehen, Ästhetisierung
Selbstgewählt, kontrolliert
Aktivismus
ohne Nachhaltigkeit oder Wirkung
Öffentliche
Wirkung
Keine /
Tragisch
Gemischt, punktuell
Öffentlichkeitswirksam, begrenzt
Nischenöffentlichkeit
Reflexiv, aber randständig
zivilgesellschaftlicher
Lernprozess
Normative
Ambivalenzen
Naivität,
Ausbeutung
Effektivität
vs. Symbolik
Schamästhetik vs. Wirkmacht
Romantisierung: Die Gefahr, dass Frieden als individuelle
Praxis verklärt wird, ohne strukturelle Ungleichheiten oder
koloniale Narrative ernsthaft zu adressieren.
Ziel
Jerusalem: Eine hochkonflikthafte Region als symbolischer
Zielort kann bei lokalen Communities Missverständnisse oder
Vereinnahmungen hervorrufen.
Leistung
vs. Symbolik: Der Weg könnte medial überbetont, aber
politisch folgenlos bleiben – wie beim Civil March for Aleppo.
5. Normative Bewertung
– Wo wiederholen sich Muster (z. B. Symbolüberhöhung, reale Machtlosigkeit)?
– Welche Lehren aus 1212 lassen sich kritisch auf heute übertragen?
– Welche ethischen Spannungsfelder ergeben sich?
Der Kinderkreuzzug zeigt, wie Idealismus ohne Struktur und Machtbewusstsein in Tragik umschlagen kann. Beim Civil March ist das Bewusstsein für Logistik, Sicherheit und Öffentlichkeit vorhanden, doch bleibt fraglich, ob solche Märsche politisch wirksam oder bloß moralische Entlastungsaktionen sind. Der Walk of Shame kehrt die Stoßrichtung um: kein Appell nach außen, sondern nach innen – als kollektive Selbstanklage.
Der Peacewalk wirkt bewusst antithetisch zum Kinderkreuzzug:
– Kein Erlösungsanspruch, sondern “Pilgrimage of Learning”.
– Keine Uniformität, sondern Vielfalt der Formen und Zugänge (Gehen, Kochen, Performen, Teilen).
– Kein Sendungsbewusstsein, sondern Einladung zur Co-Kreation.
Damit ist das Projekt als reflektiertes Friedensritual zu lesen – es aktiviert historische Tiefenstrukturen (Marsch nach Jerusalem), bricht sie aber normativ: Es geht nicht um Rückkehr zu einem heiligen Zentrum, sondern um den Weg als gemeinschaftsstiftenden Lernraum.
6. Fazit / Empfehlungen
– Voraussetzungen für echte Wirkung solcher Märsche
– Warnung vor Selbsttäuschung / symbolischem Aktivismus
– Notwendigkeit von Reflexion, Machtanalyse, Schutz der Teilnehmenden
Pilgerartige Protestmärsche können Gemeinschaft erzeugen, Sinn stiften und Öffentlichkeit erreichen – aber sie sind anfällig für Symbolüberladung, politische Wirkungslosigkeit oder moralische Überhöhung. Eine reflektierte Bezugnahme auf historische Bewegungen wie den Kinderkreuzzug erlaubt eine tiefere Kritik: Wer geht, warum, mit welcher Macht – und wer profitiert? Nur wer diese Fragen mitbedenkt, kann verhindern, dass idealistische Bewegungen ins Leere laufen oder gar missbraucht werden.
Im Lichte der normativen Geschichtshermeneutik ist die Peace Walk-Initiative 2026–27 eine bewusst zivilgesellschaftlich transformierte Neuinterpretation historischer Pilgerformen – mit starker Symbolik, aber offener Deutung.
Sie ist weder naiv noch missionarisch, sondern lädt zur kollektiven Selbstreflexion ein. Ob daraus ein dauerhafter Beitrag zum Frieden wird, hängt von der authentischen Einbindung, lokalen Resonanz und politischen Anschlussfähigkeit ab.
Das ist doch schon mal ein guter Anfang!
ich finde auch, dass Harari dasselbe Schicksal ergeht, wie Precht, zu dessen Kritik am #bge ich mich damit verhalten habe:
Your point of view caught my eye and was very interesting. Thanks.
Eine Erinnerung ist eine Narrative
…ist eine Dokumentation, informiert die Planung…
Der Der partizipative Beobachter des virtuellen Paradigmenwandels ist derselbe wie Das Freifunk-Glöckner Kollektiv (in residenz im ratauaua)
Oder auch Dada [Syste]MiMaiM’ick’s
Alors, well, also, na dann.
Na…
eine Inszenierung, eine Produktion…
eine Konstruktion der Wirklichkeit.
Sokratisch-Hegelianische Gespräche: Analyse – Antithese – Synthese, SWAT-Problembaum, Interventionsplanung;
Prozessgestaltung, Weltendesign, ästhetischer Normativismus, die Freiheit der Kunst und Wissenschaft, …
Programmierung: Handlung, Aktivitäten&Aktionen, Aktionsplan, Methodik, Organisation
Wirkung (Mächtigkeit)