In einer Zeit, in der Kommunikation zunehmend entgrenzt, digitalisiert und durch kommerzielle Algorithmen strukturiert wird, stellt sich die Frage nach der Qualität und Verortung unseres Sprechens neu. Die Forderung nach einer re-, re-, rekommunalisierten Kommunikation zielt darauf, den Anteil von verkörperter, ortsgebundener, zwischenmenschlicher Interaktion wieder zu stärken – nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern als bewusste Korrektur einer sozialen Schieflage.
Kommunikation war nie neutral. Sie formt Beziehungen, erzeugt Vertrauen oder Misstrauen, schafft Resonanz oder Isolation. Der persönliche Kontakt – das Gespräch im Raum, das Hören des Atems, das Spüren von Reaktionen – ist durch kein Medium vollständig ersetzbar. Eine Kommune, verstanden als sozialer Raum kollektiver Aushandlung, muss diesen Kontakt nicht nur ermöglichen, sondern aktiv schützen und fördern.
Rekommunalisierung der Kommunikation bedeutet nicht Rückzug, sondern Wiederaneignung. Es ist ein Akt der Fürsorge für das Gespräch selbst – als Grundform des Politischen. Sie beginnt nicht im Netz, sondern im Stadtteil, im Quartier, an der Parkbank. Und vielleicht braucht es eine neue Maxime:
Sprich lieber mit deinem Nachbarn als über ihn zu posten.





Drei Typen von Twitterer
says:Der Empfindsame, der Soziale und der Gestalter.
Allen Mitglieder wird ein entsprechender Charakter zugewiesen. Jeder Charakter muss sich in jedem Spiel wieder finden. Weitere Charaktere, der Reihe nach: Dungonmaster, Wirkmächtiger, Analyst, PR, Planer, Labour, Marketing, Verwaltung, Bildung, Productions, Pflege, sozial-korporate Responsibility, Narrator, …
Es ist ein Twitter-Spiel für MAE Maßnahmennehmer, ob in der Kleiderkammer von Tempelhof-Schöneberg, im Leuser-nationalpark auf post-Konflikt Nord-Sumatra oder zur Strandreinigung durch zirkuläre Migranten in parterschaftlichen Resettlement-Programmen von Mersin.
Für die Kleiderkammer in Tempelhof-Schöneberg, wird jedem Teilenehmer ein Twitter-Konto eingerichtet und überlassen. Dafür bekommen sie pro aktiver und wirksamer Online-Stunde 2€. Die anfallende Daten werden vom Bezirk fiktional pseudonymistiert verwertet.
Pro-, Pro-, Prokrastination
says:Your article helped me a lot. Thanks!
Butgertup
says:Die Re-Kommunalisierung der Kommunikation bezieht sich auf die Rückkehr zu lokal verankerten, gemeinschaftlich kontrollierten Kommunikationsstrukturen. Hier sind einige Schritte, um diesen Prozess zu unterstützen:
1. **Bedarfsanalyse durchführen**
– Ermittlung der spezifischen Kommunikationsbedürfnisse der Gemeinde.
– Identifikation vorhandener Ressourcen und Lücken.
2. **Gemeinschaftliche Beteiligung fördern**
– Einrichtung von Foren und Workshops, um Bürger einzubeziehen.
– Aufbau von Netzwerken zur Förderung der Zusammenarbeit.
3. **Dezentralisierung der Infrastruktur**
– Entwicklung lokaler Kommunikationsplattformen (z.B. Community-Radios, lokale Netzwerke).
– Unterstützung lokaler Medienprojekte und Initiativen.
4. **Bildung und Kapazitätsaufbau**
– Schulung der Gemeinschaft in Medienkompetenz und Kommunikationsfähigkeiten.
– Workshops zur Nutzung neuer Technologien und Plattformen.
5. **Nachhaltige Finanzierung sichern**
– Erschließung von Fördermitteln und lokalen Beiträgen.
– Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Unterstützung lokaler Medien.
6. **Politischen und rechtlichen Rahmen schaffen**
– Zusammenarbeit mit lokalen Behörden zur Unterstützung der Re-Kommunalisierung.
– Sicherstellung, dass gesetzliche Rahmenbedingungen lokale Medienprojekte fördern.
7. **Technologische Unterstützung bereitstellen**
– Zugang zu kostengünstigen Technologien und technischem Support.
– Förderung von Open-Source-Lösungen und -Plattformen.
8. **Evaluation und Anpassung**
– Regelmäßige Bewertung der Kommunikationsprojekte.
– Anpassung der Strategien basierend auf Feedback und neuen Herausforderungen.
Durch diese Schritte kann die Kommunikation wieder stärker in den Händen der lokalen Gemeinschaften verankert werden, was zu mehr Teilhabe und einem stärkeren Gemeinschaftsgefühl führen kann.
Mi+Walker
says:pro-, pro-, Prokrastination.
Friedensmarsch
Michael Ickes
says:#statt Schau mal iDenk Mal. Frau Mahlzahn