ich resoniere

Das “Buch des Monats” der Blätter für deutsche und internationale Politik muss ich nicht lesen. Ich finde darin ja keine Erwähnung. Und das obwohl “von der Repräsentation zur Resonanz” mein Thema, Teil des emisch-systemischen Projekts ist. Immerhin hab ich die Rezension aus dem Redaktionsteam des AGH-Kandidaten Efler von Mehr Demokratie gelesen. Dort wird missverstanden, dass es sich bei dem Gegensatz von Repräsentanz und Resonanz nicht um eine alternative Handlungsanweisung an die Politik handelt, sondern um die Beschreibung eines konstitutionellen Trends, der emanzipatorische Möglichkeiten eröffnet.

Mehr Demokratie e.V. hat selbst versagt, mit ihrer Vorlage zum sogenannten Bürgerhaushalt und hat es nicht verstanden, die Möglichkeiten der “Midlife-Crisis-Paragraphen” (§§39-44BezVG) zu nutzen und weiter zu entwickeln. Anstelle innerhalb des “Rahmens” “Sprossen” aufzugreifen, verengt eine derartige Analyse den Handlungsspielraum auf den alten selbstgefälligen pseudo-Politik-Zirkus.

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12 comments on “ich resoniere”55

  • Mara: (rührt in ihrem Espresso, das Café in Berlin-Mitte ist überfüllt) „Du redest von Netzwerksimulationen und elastischen Bändern, Elias. Draußen auf der Straße glauben die Leute noch an das Grundgesetz und die Pendlerpauschale. Du klingst wie ein Geist aus der Zukunft, der versucht, uns eine Physik zu erklären, für die wir noch keine Sensoren haben.“

    Elias: „Weil sie blind sind für die Interferenzen. Siehst du die Bagdad-Bahn? Siehst du die Schienen? Das ist kein historisches Relikt. Es ist die Hardware einer neuen Souveränität. Während die Diplomaten in Genf über Landkarten streiten, haben die Algorithmen das Territorium längst in Transitraten zerlegt.“

    Mara: „Und was ist mit dem ‚Bio‘-Pol, von dem du ständig sprichst? Das klingt nach Labor, nach Desinfektionsmittel. Fast… klinisch.“

    Elias: „Es ist die ultimative Kante. Wenn die Verwaltung nicht mehr über das Territorium herrscht, wird sie über den Körper herrschen. Das ist kein Hokus-Pokus, Mara. Es ist die logische Umkehrung. Wenn der Raum (Syrien) kollabiert, wird das Fleisch zum neuen Raum der Kontrolle. Die Resonanz wird biometrisch. Wir stehen kurz vor einer globalen Schwingung, die niemanden mehr ausschließt. Ein Mea Culpa wird dann nur noch ein fehlerhaftes Datenpaket sein.“

    Mara: (sieht ihn lange an) „Du wartest auf den Zusammenbruch, nicht wahr? Du hast den

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  • „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind“.

    Erkenntnis entsteht also erst durch das Zusammenspiel: Die Empirie liefert das „Was“ (den Inhalt), und die Ratio liefert das „Wie“ (die Form und Struktur). Der Widerspruch wird aufgelöst, indem beide als notwendige, gleichberechtigte Bestandteile des menschlichen Erkennens definiert werden.

    1. Die Ausgangslage: Das Problem beider Seiten
    Empirismus (z. B. David Hume): Lehrt, dass alles Wissen aus der Erfahrung stammt. Problem: Erfahrung allein ist niemals allgemeingültig oder notwendig (Induktionsproblem). Wir wissen zwar, dass die Sonne bisher aufging, aber nicht, dass sie es morgen muss.

    Rationalismus: Geht davon aus, dass wir Wissen rein aus dem Verstand ziehen können. Problem: Ohne Bezug zur Welt bleibt dieses Denken „leer“.

    2. Die Lösung: Synthetische Urteile a priori
    Kants entscheidende Neuerung ist die Einführung der synthetischen Urteile a priori.

    Synthetisch: Das Urteil ist erkenntniserweiternd (es fügt dem Wissen etwas Neues hinzu, wie die Empirie).

    A priori: Das Urteil ist unabhängig von der Erfahrung allgemeingültig und notwendig (wie die Ratio).

    3. Die „Kopernikanische Wende“
    Kant dreht das Verhältnis von Subjekt und Objekt um: Nicht unser Denken richtet sich nach den Gegenständen, sondern die Gegenstände richten sich nach den Strukturen unseres Erkenntnisapparats. Er bringt beide Pole wie folgt zusammen:

    Sinnlichkeit (Empirie) durch Raum und Zeit: Raum und Zeit sind keine Eigenschaften der Dinge an sich, sondern „Anschauungsformen“ in uns. Sie strukturieren den „rohen Stoff“ der Sinnesempfindungen.

    Verstand (Ratio) durch Kategorien: Unser Verstand nutzt feste Begriffe (Kategorien wie Kausalität oder Qualität), um die geordneten Sinneseindrücke zu verarbeiten und daraus Wissen zu generieren.

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