die Verteidigung der Roten Insel

wohnen bleiben.

– Immer dieses System, das schuld ist.
– welches System (denn jetzt schon wieder)?
– na, dieses Sytsem…
– nein, jenes…

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Betreff: Meine Gesprächsnotizen
Datum: Sat, 5 Mar 2016 22:55:20 +0100
Von: spe
An:
Kopie (CC): post
zum heutigen Treffen von MieterInnen der G87 und Vertretern der 
(Kapital-)Eigner.

1. (materielles) Ergebnis war:
(a) ein Entwurf einer Mietvertrags-Auflösungvereinbarung, inklusive
- §3 - anstelle Übernahmezusicherung einer möglichen Mietpreisdifferenz 
über 5 Jahre: €5000 pauschal;
- §4 - eine offene Abfindungssumme (siehe b.)
- §5 - anstelle Ersatzwohnung: Zusicherung einer Unterstützung des 
Mieters bei der Wochnungssuche durch den Vermieter.
Der Entwurf war so von den Vertretern in dreifacher Ausführung zum 
Kopieren und Verteilen unter den Mietern mitgebracht worden.
(b) eine individuelle Abfrage unter den Mietern, bei welcher Summe von 
§4 sie sich vorstellen könnten, das Angebot anzunehmen.

2. Konsens:
(a) der Entwurf ist aus unternehmensbedingten Gründen missraten und geht 
hinter das mündliche "Packet"-Angebot zurück. Die Vertreter werden einen 
überarbeiteten Entwurf mit Mietpreisdifferenz-Übernahmezusicherung und 
Ersatzwohnung zur allgemeinen Begutachtung vorlegen;
(b) die Mieter präferieren die individuell anzubietenden Ersatzwohnungen 
zunächst "probe" zu wohnen. Dazu wird eine Umsetzungsvereinbarung der 
Auflösungsvereinbarung voran gestellt.
(c) B. wird von allen Geschäftsbeziehungen der MieterInnen der G87 
sowie der (Kapital-)Eigner entlassen. Der entstandene Schaden der 
MieterInnen wird anerkannt.
(d) die Pläne zur Sanierung der G87 werden überarbeitet. Individuelle 
Wünsche der Mieter werden dafür abgefragt und eingearbeitet.
(e) Absolute Priorität hat die Wohnbarmachung nach aktuellen 
gesetzlichen Mindeststandards vermieteter Wohnungen sowie die 
Wiederwohnbarmachung entmieteter Wohnungen im Gebäude;
(f) die Parteien freuen sich darauf, unter diesen Vorraussetzungen (a) - 
(f) in weiterem partnerschaftlichen Diskurs zu verbleiben.

3. Bewertung:
Für die Umsetzung und Beibehaltung des Konsensplans ist in erster Linie 
die Solitarität der BewohnerInnen gefragt. Die Nachbarschaftsinitiative 
und das Kiezpalaver mögen sie darin bestärken und tatkräftig unterstützen.
   

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