the making of…

das

…ohne Bezug: https://mimaimix.de/icke/docs/pots-blitz/
3.Rohfassung (work in progress):

Das muss kein Sinn machen, werd Aktionär. Denn das ist Punk und somit revolutionär…

1. der Europäische Sozialfond
2. Kreatives Schreiben
3. Konflikttransformation
4. #besetzen #statt Flächenmanagement
5. ein Lehrplan für die autonome Jugendkultur Westberlins

Soundtrack-Workshop
Pots-Blitz

Während Volker und Horst sich also im Hof darüber streiten, ob die Drohne geflogen werden darf oder nicht, ist oben im Studio der Soundtrack-Workshop zugange.

„Dann schiss mal los“

Prinzipiell, wisst Ihr, geht es darum, einen Soundtrack, einen Titelsong mit passenden Variationen, für Pots-Blitz zu produzieren.

Was haben wir denn soweit?

Nun ja, erstens haben wir ein paar Einfälle, wie wir uns die einzelnen Szenen unterlegt vorstellen:

1. Akt:

Szene 1:
Besuch vom Projektbeirat in der Person der Assistentin Anja beim ESF Projekt Kreativwerkstatt von MaVision Productions. Die Teilnehmer sind gerade im Hof versammelt, um eine Kameradrohne auszuprobieren.

Strauss (Odyssee 2001)
auf Roland Kaiser Santa Maria:

santa maria, maria,
den schritt zu wagen, santa maria, maria,
vom mädchen bis zur fra…

Szene 2:

Die Kameradrohne fliegt über Schöneberg ins Fenster des besetzten Jugendclubs Potse.

2. Akt:

Szene 3:

In der Potse sitzen fünf vermummte Gestalten.

Punk:
…aaaaaaaaaaaau.
Laura…. Laura…..
[vom Liedende]
Distaction,
defraction… I need action, fuck the reaction
beyond all dimesions
Nyarlat hotep
Robots…
[Moloch, Moloch
robot apartments, invisible suburbs
skeleton treasureies, blind capitals
demonic industries, spectral nations,
invinsible madouses, granite cocks,
monstrous bombs]

Szene 4:
Dort treffen Repräsentant_innen der Berliner Regierungsparteien ein.

„Denk- und Sprechverbote sind dort redundant
Wo s Denken und Sprechen ein jähes Ende fand
…. Da musst Du durch die Wand…
Szene 5:
Der partizipierende Beobachter / die Kamera / der Erzähler wird hinausgedrängt.

„Du hast den Farbfilm vergessen, mein Michael…“ (Nina Hagen)
Die hexadezimale Punk-Quinte
mal so, mal anders, am liebsten aber gar nicht.

Szene 6:
Unten sitzen Grüppchen von Sympatisanten beisamen:
Grüppchen A: 3 Personen
Grüppchen B: 3

Das muss kein Sinn machen, so relativ,
Das ist Punk und das bleibt sowieso wie ich es schrieb.

Es flog die Drohne, hoch über Schöneberg
und landete im Fenster ganz ohne Vermerk
der Jungpunk der Potse, wie sie dort vegetiern,
die Jugendkultur ist eben am verliern.

Es freut sich darüber die Gerontologie,
die macht die Zukunft der Jugend folglich hie
Im demografischen Wandel zerstört die Pedanderie
das Wort der Jugend zählt da eben nie…

Sie schwätzen zusammen im ordentlichen Kreis,
Und essen gemeinsam den genmanipulierten Mais
Doch rent24 ist Buhmann der Nation
So soll jeder kriegen, die entsprechende Ration.

Es gibt keine Probe und keine Konzerte mehr
das Hirn ist Matsch und gibt keine Ideen her,
Was ihr kreativ nennt, ist kommerzieller Scheiss,
da könnt ihr erwarten nur sinnentleertes Kreisch

Die Parteien riechen… den Braten
Wer hat uns verraten, das warn Sozial-demokraten.

Das muss kein Sinn machen, du Funktionär,
das ist Punk und somit nie reaktionär.
Das muss kein Sinn machen, Schornsteinfeger
bringen Pech und sind oftmals schwärzer als ein Neger.

3. Akt:

“Neger…“

[„I just know that something good is gonna happen[ing]… You make it rain, and you trust in me… Everytime it rains, you’re here in my head…“ (Kate Bush)]

Szene 7:
Aufbruch: Fraktionierung. Eine Fraktion ist eine privatinteressen-orientierte Organisation innerhalb einer politischen, gemeinwohl-orientierten Partei. Eine Fraktion ist strukturell anfällig für Lobbyismus und ist prinzipiell der Basis gegenüber liegend positioniert.

Szene 8:
die Polizei-Wannen

… [jodeldijo, gallop, galllop, schneller, schneller Überschlag… instrumentale Version….

[lieber brennt´s als dass es stinkt
lieber stinkt´s als dass es brennt!
Besser rennt, als dass es brennt,…
Tatü tata, die Feuerwehr ist auch bald da….]
Szene: 9:
der Kampf um die Eingangstür
„die Polizei bildet ebenfalls zwei Reihen…“
„wow, da stage-divet einer…“

4. Akt:

langsamer, Harmonie-Wechsel:] …die-hi Fla-hanken sind flei.“

Szene 10:
der dunkle Bunker

Szene 11:
Das Bezugsgruppenmanagement: die emisch-systEMISCHe Prozesssteuerung und die Wirkung auf das Individuum
die Vorhut Volker +2
das Ersatzteam Erna +2 oranisiert die Abwehr
die erste Besatzergruppe Ebse +3
das Verhandlungsteam Orga, Olga +{Media, Erzähl, MirNix, Productions
Besetzergruppe {2,3 +2x{3,4
Sympatisantenmanagement…

Szene 12:
die Polizei am Ausgang

Jeder Wunsch ist ne Verblendung
Ohne Wille auch kein Plan
statt Zeit und Plan und Entwicklung
Die stationäre Wirkung
geht das Individuum an
Weg muss der Weg, weg muss der Weg
der Weg muss Weg, der Weg muss weg…

Szene 13:
der Bunker ist besetzt!

5. Akt:

Jeder Zeitpunkt hat kein Ende, Keine Welle hat ein Ziel,
wir sitzen hier und hören alle sowieso zu viel
Weg muss der Weg, weg muss der Weg
der Weg muss Weg, der Weg muss weg

immer wieder kommt das Übel,
Nyarlat hotep aus der Kanalisation

Szene 14:
das Präventionsteam

Szene 15:
der Hausherr

Szene 16:
die Assistentin:

„…Ihr könnt rein.“

Ich empfinde, dass wir machen: keine Wirkung, kein Gefühl
the principle of least action
is the way of dimensional diffraction,
reflect, diffract,
Aufmarsch, Einmarsch, Durchmarsch
distraction, destruction, construction, Die Laura,
[die Laura
die Antje, die Antje
das Subjekt und seine Funktion… bewirken den Vorgang
im Ozean der Wellen: G4, G5,
G8, Mann, da zereisst (es) selbst Gagarin
G20 verhindern! Die Bullen vertreiben.]
Abspann
“und dafür jetzt den ganzen Aufmarsch“ –
“und dafür jetzt den ganzen Aufmarsch“

Szene 17:
die Auflöse:
„So ergab sich, dass der … Bunker… Inbesitznahme… autonome Jugendkulltur Westberlin… Weltkulturerbe…

Die Auflöse zieht sich in und durch die Gänge des Bunkers, wie die Fraggles in und durch die Höhle.
So wars gewesen, ein Happening im Bezirk
ein sit-in, ein teach-in, ein fuck-ihn!
Fuck wen?
fuck ihn
fuck ihn
fuck the reaction
fuck recollection
nimm dir, was dir jetzt gehört:
reflect… Fresnel diffraction,… Feyman´s Law of Least Action: The end is nigh, let´s get high, that´s the way, you must go – n Scheiss muss ich – … Recollect… fuck the reaction,…

Szene 18:
die Feier: Im Eiltempo, wird das bevorstehende Konzert vorbereitet.

Das Bezugsgruppenmanagement: die emisch-systEMISCHe Prozesssteuerung und die Wirkung auf das Individuum

 

Im Bällebad der Eitelkeiten
Könnt ihr mal die Kresse alten,
Auf dem Weg vom Ist zum Soll
Wechselt ihr doch gleich ins Moll

Jeder Wunsch ist ne Verblendung
Ohne Willen auch ein Weg
Spring hinüber übers Stöckchen
Und die Knüppel, die ich leg

Ich empfinde, dass wir machen
Keine Wirkung, kein Gefühl.
Hör ich müsste, dass man sollte,
Ist es sowieso gesche’n.

Jeder Zeitpunkt hat kein Ende,
Keine Welle hat ein Ziel,
Wir sitzen hier und hören
Alle sowieso zu viel.

Das Flächenmanagement hat versagt,
Es nimmt sich jedes,
Was es braucht
Dann ist d’Verteilung g’regelt
Und was bleibt ist Schall und Rauch.

Denk- und Sprachverbote sind dort redundant,
Wo Denken und Sprechen ein jähes Ende fand.
Wo’s Denken und ‘s Sprechen ein jähes Ende fand
Wo’s Denken und Sprechen geht gegen die Wand

Was ich sage, sei nicht dumm,
Wie ich’s sage, macht dich stumm, [be-]
setzen, aufstehn, liegen bleiben
Und dazu die Fresse halten
Deutsche Post und Lottoladen
Ham die besten Lastenräder

Bananen. Wir sind die Dummen, die billiges Obst essen sollen / wollen…
Für 99cent pro Kilo
Statt 2.90 für nen Apf.

Die sind die Armen,
Die sich in Pestiziden baden
Und sich ausbeuten lassen
Für nen Hungerlohn….
Ne Kiste Kokain, in der Pestiziden baden.

Was ich sage, sei nicht dumm,

Wie ich’s sage, macht dich stumm,

Wo Denken und Sprechen ein jähes Ende fand.

Jeder Wunsch ist ne Verblendung

Jeder Zeitpunkt hat kein Ende
hör ich müsste, dass man sollte,
Geht’s gegen die Wände…

Denk- und Sprachverbote sind dort redundant,
Wo Denken und Sprechen ein jähes Ende fand.
Wo’s Denken und ‘s Sprechen ein jähes Ende fand
Wo’s Denken und Sprechen geht gegen die Wand

Pots-Blitz:

Make It Happening

Potse & Drugstore instand-besetzen den Hochbunker in der Schöneberger Pallasstrasse

Einwohnerantrag (gemäß §44BezVG: 1000 Unterschriften aus dem Bezirk zur Behandlung als Ersuchen in der BVV),

in Vorbereitung eines Bürgerbegehrens/Bürgerentscheids ( gemäß §§45ffBezVG: ca. 8000 Unterschriften aus dem Bezirk zum verbindliches Verwaltungshandeln)

Das Bezirksamt wird ersucht,

den im bezirklichen Fachvermögen der Service-Einheit Facility Management befindlichen Hochbunker in der Pallasstrasse den traditionsreichen Jugendkollektiven Potse und Drugstore bzw. ihren Trägervereinen Potse e.V. und SSB e.V. zu ihrer angestammten Nutzung als Träger der freien Jugendarbeit im Bezirk zur Verfügung zu stellen.

Die Überlassung möge der selbstorganisierten Bestandsaufnahme und Vorentwurfsplanung dienen, die folgenden Kriterien entsprechen möge:

1. Eine konsequente Entfeuchtung der Räumlichkeiten möge von Anfang an gegeben sein, sowohl durch natürlichen Durchzug als auch durch aktives Entfeuchten, d.h. u.a. durch Vergrößerung der Eingänge.

2. Die Notwendigkeit und Umfang von Ausnahmegenhemigung gemäß §51 BauOBln insbesondere bezüglich des Brand- und Gesundheitsschutz, der Beleuchtung und Energieversorgung, der Lüftung, der barrierefreie Nutzbarkeit u.a.

3. Denkmalschutzrechlichen Bedenken möge entgegen getreten werden vor dem Hintergrund, dass die Nutzung in aktiven Gedenken an die Zwangsarbeiter_innen, die den Hochbunker erbauten, sowie der historischen Funktion als Zivilschutzanlage u.a. erfolgt und dafür eine breite Kooperation sowohl mit öffentlichen Stellen der Kulturförderung als auch mit lokalen und Nicht-Regierungsorganisationen wie der Geschichtswerkstatt e.V. gesucht und verfolgt wird.

4. Für die verantwortungsvolle Zwischennutzung in diesem Sinne möge aus dem Kreis und Umfeld der Zwischennutzer verantwortungsvolles Personal u.a aus den Programmen des solidarischen Grundeinkommens, (der Praktika) der Berufsvorbereitung, der Berufsbildung, und der Berufsausbildung, der Integration von Geflüchteten; rekrutiert und der Selbstorganisation der Zwischennutzer überlassen werden.

5. Für die verantwortungsvolle Zwischennutzung in diesem Sinne möge der Bezirk die entsprechende Allokation von zwei mal €150.000 im Doppelhaushalt 2020/21 fortschreiben, sowie ermöglichen und facilitieren, diese Gelder als Ko-finanzierung für weitere, zweckmäßige Nutzung zu verwenden.

Antragsteller:

Unterschriftenliste rückseitig

„das geht ja gar nicht zusammen…“

„und verwenden können wir die geschützten Samples sowieso nicht.“

„echt nicht? Haste jetzt nicht mal schon bei Nina Hagen angefragt, ob sie nicht mitmachen will?“

„und außerdem kriegen wir als Hintergrund-Musik für ein non-commertial Schnipsel sehr wohl ne Freigabe.“

„kriegen wir nicht.“ – „kriegen wir doch…“

Kinners, weiter!“

Also zweitens: Schaut euch mal die Person von Anja an: in der schematischen Darstellung der aufsummierten Kommunikationen, steht sie im Mittelpunkt.

Im der prozessualen Darstellung hingegen, bilden ihre Auftritte einen Rahmen: sie führt in die erste Szene ein und schließt die vor-vorletzte Szene ab…“

Universalschema: „das eine ist das Phänomen, das andere der Prozess.“

„ja, ja, und e^(i*… – wo ist das verdammte theta? -) = cos(theta) + i*sin(theta)“

„…als zentrale Person, gibt Anja den Takt an.“

„Aber sie tritt auch noch in der 5.Szene auf.“

„Eben: Sie tritt in der 1., 5. und 16. Szene auf und definiert damit die Tonart 1:5:16.“

„das geht ja gar nicht!“

„was soll denn das für ne Murks-Tonart geben?“ – „Naja, vielleicht kann das zeitlich etwas getuned werden…“

„ich geh eine rauchen.“

„Ja, lüftet mal gscheit durch hier.“

„Es geht weiter: Dieses grundsätzliche Verhältnis von 1:5:16 bestimmt sowohl den Rhythmus, die Melodie und die Harmonie…“

„Hör auf, so kann kein Musiker arbeiten!“

„Und ich behaupte, dass so intuitiv jeder gute Musiker und Künstler arbeitet. Oder dass sich die Qualität von Musik zumindest daran messen lässt.“

„Selbst wenn du dieses Verhältnis nimmst, hast immer noch 2 Szenen, die aus dem Rahmen fallen.“

Das ist dann der Auftakt oder ergibt den Schüttelreim. Oder fällt halt aus dem Rahmen…“

Pause!!!“

„… in Bob Dylans All along the watchtower, können die letzten zwei Strophen auch als Beginn der Szenerie verstanden werden. Das ergibt dann eine Zirkularität.“

„Wenn ich mir dann die Anzahl der Szenen pro Akt anschaue, ergibt sich ein 2 – 4 – 3 – 4 – 3 (– 2). Ob sich daraus nicht tatsächlich eine 3-4-3-4-3… ups… Zirkularität machen läßt?“

„du hast doch keine Ahnung von Musik!“

„Jetzt schaut doch mal, was wir sonst noch haben. Jomi´s Gruppe haben doch schon geile Songs aufgenommen. Warum nicht darauf aufbauen..?“

„…Alesandro, hör auf mit dem Kaugummi zu kauen…“ – „geil ja, das klingt doch schon wie: du hast den Farbfilm vergessen. Das ersetzen wir damit und wecken die Assoziation. – „…Jomi, dreh den Regler auf, jump, jump, jump around…“

„Das geht wieder nicht, wegen Verwertungsrechten.“ – „Geht doch.“ – „Geht nicht.“

„Diffraction, diffrection…“ röhrt einer dazwischen.

„Was n das schon wieder?“

„Da gibt’s n Zentrum für theoretische Peripherie in der Crelle-Str. Die haben sich diffrakt auf die Fahnen geschrieben. Hat irgendwas mit Donna Halloway zu tun.“

„Donna, wer?“ – Irgend so ne Ikone des postmodernen Feminismus. – „Ich sauf lieber Bier.“ – „Nee, echt, Lovecraft ist geil.“ – „Ich mag Edgar Allan Poe besser.“

„Diffraction ist außerdem was passiert, wenn sich das Lichtspektrum an einer Kante bricht. Ergibt ein Fresnel-Integral.“

„Ach laß uns mit deinen bescheuerten Wellen in Ruh!“

„Defragmentieren ist seit Windows 7 nicht mehr nötig.“

„Glückskind ist n anderer Song, den die Jomi-Gruppe schon fertig hat. Glückskind ist, was glücklich macht.“

„die Laura, die Laura…“

„Was wollt ihr eigentlich? Soll das eine epische Ballade werden, wollt ihr die Geschichte musikalisch nacherzählen, oder was?“

„Nee, diffraction, diffraction.“

„Halt jetzt mal die Klappe. Du kannst das Hörspiel nicht weiter mit Information überladen.“

„Cut off the head of the hydra…“

„aber Zirkularität geht. Um auszubrechen aus der Monotonie des Alltags. Des Bevormunden-Werdens. Des gesagt bekommens, was zu tun ist.“

„Bäh, ist doch abgekaut.“

„Was ist denn die Aussage des Hörspiels?“

„Geh besetzen!“ – „Wie belehrend!“ – „Scheiss doch die Wand an.“ – „Ich sauf sowieso nur Bier.“

„Fragt doch die Jugendlichen!“ – „Die wissen doch auch nicht! Deshalb sitzen sie ja noch da! Wie kann von denen auch erwartet werden, dass sie wissen, was sie wollen. Deshalb sind sie doch noch Jugendliche.“ – „Wie überheblich!“

„Wir nehmen uns hier die künstlerische Freiheit, an der sich die Freiheit des Handelns der Jugend messen kann.“

„Also ich denke, wir sollten die Jugendlichen zumindest einladen, ihre Vorstellungen für den Soundtrack einzubringen.“ – „Argh, dann kommen wir ja erst wieder nicht zu Potte.“

„Wir drehen uns im Kreis, yeah, Zirkularität!“

„Das ist die Verwertungspraxis: Beschäftigung über Beschäftigung und bloß kein Ergebnis erzielen.“

„Da gibt’s doch diesen Antrag: Wertschätzung des Drugstores ist Wertschäpfung. Ließe sich der Text nicht im Soundtrack verwerten?“

„Oder der Einwohnerantrag..?“

„Text haben wir genug. Aber wie läßt sich der in der Musik unterbringen, wollen wir das überhaupt und wie ist die Musik zu produzieren.?“

„Jordi, hilf!“

„Jordi macht das schon.“

***

Ego trip, Platzhirsch-Gehabe.

Politiker reden nur, wir müssen endlich handeln!

ja, dieser scheiss Schworck, der ist an allem schuld

jeder hört sich gerne selbst reden.

diese Inkonsequenz!

Wenn die Welt scheisse ist, und ihr nichts zu stande bringt, dann bleibt’s ja nur an mir hängen.

Die Kunst ist die letzte Freiheit. Sie konkurriert mit der Vereinnahmung.Vereinnahmung ist das Gegenteil von Freiheit. Aus der Freiheit kommt die Kreativität. Und nur aus ihr.

Jeder kann sich ein Zitat zu Eigen machen. Ob das einen realistischen Dialog ergibt, steht auf einem anderen Blatt. –

Wir müssen einfach nur sitzen bleiben. Das Bezirksamt zahlt die Miete weiter. – Das ist, was die Verwaltung des Mainstream betreibt. Dagegen setzten wir die Freiheit. Zur Not, oder in der Not, die Kunst.

Die Sache ist doch die: Wenn wir den Bunker nicht jetzt besetzen, uns zu Eigen machen, kommt wieder ein anderer und macht ne Event-Stätte draus. – Wertschätzung ist Wertschöpfung.

– Die Zerstörung ist symptomatisch für die Gentrifizierung.

– Die Zerstörung des Drugstores und Potse ist symptomatisch für die Vereinnahmung der autonomen Jugenkultur durch den Mainstream, dessen durch die parlamentarische Parteienpolitik und derer durch die Verwaltung der Besitzstandswahrer.

Wir inszenieren ein Happening. Die Instandbesetzung des Hochbunkers ist eine Zwangsläufigkeit, die sich aus den Gegebenheiten, der Realität, ergibt, die da sind: der Bunker steht wertlos in einem wertvollen Stadtteil herum; er ist ideal als Veranstaltungsort der benachbarten Jugendclubs, bis 1987 diente er als Versammlungs- und Rückzugsort, dem Katastrophenschutz – gegen die kommunistische Bedrohung aus dem Osten – die Jugendlichen brauchen was zu tun; ….

Ein Happening, ein sit-in, ein teach-in, ein fuck-ihn!

Der vorgezeichnete Weg ist der der Potse 140, weil es so beschlossen, vereinbart und versprochen wurde.

Der Linken gefällt die Symbolik der Inbesitznahme des Bunkers nicht, der die meiste Zeit seiner Existenz dem Widerstand gegen die kommunistische, vermeintliche Bedrohung aus dem Osten gedient hat.

Eine Community of Practice: Du musst Dich kontinuierlich einbringen und bewähren, dann wird mal auf Dich gehört werden. – Dich andienen musst du, dem dummen Volk nach dem Maul reden. – Ja, ich bin Anarchist, nicht mehrheitsfähig. Was soll ich mich da dem Mainstream anbiedern? – Wie die Linke den Verbleib der Wildtiere in der Stadt gefordert haben…

Die Frage ist, ob ein Gruppenchat eine echte Diskussion darstellen kann. Und in wie weit, wo sind die Grenzen und warum?

Schau, mir ist es wurscht, ob die Potse oder Drugstore weiter besteht oder nicht. Für mich ist die Musik nichts, und den Ärger, der sich damit verbindet, kann ich mir auch sparen. Ich fände es schade um die Jugendkultur und den Spass, den ihr doch immer wieder macht. Aber meine Prioritäten liegen ganz bestimmt wo anders.

Wenn sich also eine Lösung bietet, die mit keinen dieser Prioritäten kollidiert, aus der wir vielleicht sogar gemeinsamen Nutzen ziehen können, dann ist doch alles schön.

Wenn ich sage, dass meine Motivation darin besteht, die autonome Jugendkultur in Theorie und Praxis in Schöneberg zu erhalten, dann ist das ein öffentliches Interesse, das ich vertrete. Diese Vertretungsfunktion kann ich nur ausfüllen, wenn ich aus der autonomen Jugendkultur heraustrete und mich den Verhaltensweisen und der Logik der entscheidungs Mainstreams unterwerfe.

Ich bin nicht verhersehbar, weil ich verstanden werde, sondern weil meine Verhaltensmuster typisch sind.

Was reden wir jetzt schon wieder über mich?

– Freiräume schaffst Du nicht durch Bürokratie, Regeln oder Vorschriften. Damit grenzt Du ein.

– Freiräume schaffst Du nicht durch Nutzen. Denn diesen Nutzen musst Du schon bestimmen

– Freiräume schaffst Du durch Geld. Weil es Dir die Möglichkeiten schafft. So wie Rent24 zu dem Pensionsfond mit nem Sack Geld hingegangen ist

– Freiräume schaffst Du nicht. Sie sind da. Du nimmst sie Dir.

Das wenigste des tatsächlichen menschlichen Verhaltens basiert auf Logik oder Vernunft. Und das ist gut so, denn darin ist der Computer besser.

Der Oberlehrer: Die Aufgabe an das Dramaturgie-Kollektiv:

1. Ordne die Konversationsschnipsel (a) verschiedenen Sprechern und (b) verschiedenen Diskussionssträngen zu, indem Du sie einfärbst bzw. verbindest. Wie weit kannst Du die jeweilige Anzahl minimieren?

2. Beschreibe die Position, Motivation und Handlung (oder: Struktur, Funktion, Vorgang; oder: Wahrnehmung, Aussage, Wirkung; oder:…) der jeweiligen Sprecher. Was fehlt jeweils?

3. Gibt es eine realistische Situation, in der eine solche Konversation statt gefunden hat oder haben könnte? Welche Ergänzungen müssten vorgenommen werden, um einer solchen Situation zu entsprechen? Welche Ergänzungen oder Auslassungen müssten vorgenommen werden, um eine solche Situation anderen darzulegen?

Zum Denkmalschutz (Der Sozialpolitiker, der Amtsleiter Vermögensverwaltung, der Sachbearbeiter…)

– Soweit der Denkmalschutz einer Nutzung im Wege steht, kann er aufgehoben werden.

– Kann er nicht. Der Bunker ist ein Baudenkmal qua se.

– Was ist denn daran denkmalschutzwürdig?

– Seine Erbauung durch Zwangsarbeiter_innen, seine ehemalige Funktion als größte Anlage des Zivilschutzes… als Mahnmal der Bedrohung durch die Unfreiheit…

– unter diesen Gesichtspunkten kann doch dem Denkmalschutz durch die Nutzung des Bunkers durch die Jugendclubs viel besser Rechnung getragen werden?

– ja, durch aktives Gedenken!

– und Aufarbeitung und Promotion durch die Jugendclubs!

– und wenn das Ding dann doch mal zusammenbröckelt, ist das ein Zeichen der Vergänglichkeit… der Überwindung der historischen Zwangsläufigkeiten…

– Die wissen ja selber nicht, was sie wollen.

– Das ist die Konkurrenz der Sozialverwaltung und eines aufgeklärten, liberalen Rechtsstaats. – Du meinst den Nachtwächterstaat.

– Es ist doch so, dass die Sozialverwaltung übergriffig auf den Rechtsstaat geworden ist: Brandschutzverordnungen, Versicherungsschutz, gesunde Wohn- und Arbeitsbedingungen… sind doch alles sogenannte Errungenschaften, die das Leben nur komplizierter machen.

– Ich dachte, er ist Sozialdemokrat. Hört sich eher wie Rechtsaußen an.

– Nein, das ist das anarchistische Erbe..

– Es war Bismarck,der die Sozialgesetzgebung eingeführt hat.

– Das war ein erzkonservativer Preussischer Junker.

– …der den preussischen Authoritarismus auf die Spitze getrieben hat!

Jordi: „zurück zum ausgangspunkt: du hattest nach einem songwriting-workshop für dich und gunnar angefragt (so hab ich es zumindest verstanden, die verbindung war leider nicht so stabil). für mich wäre wichtig zu wissen:

– wann? und wie lange?

– was genau ist euer ziel?  (bedenkt: songwriting ist nicht songproduktion)

– soll das im rahmen des PEB workshops stattfinden? oder wollt ihr das privat von mir als selbständigem?”

Verdammt noch mal, wir wollen zu Potte kommen. Bis Ende März wollen wir fertig sein, und mit dem Skript und der Sprech-Spur haben wir gerade mal die Hälfte des Hörspiels.“

Wir wollen die Arbeit die die anderen Gruppen leisten, nutzen…“ – „… aber auch nicht die Kontrolle aus der Hand geben.“ – „Die sollen was passendes produzieren.“

Ob das klappen wird?“ – „Wie das klappen kann!“

Wir haben doch Marketing… wir wollen lernen, wie unsere Kreativität – Skript- und Songwriting – und unsere Produktivität – die Hörspiel- und Songproduktion – verwertet werden kann… Die Verwertung besteht in der Umsetzung des Happenings. In dem Bedeutungsgewinn und Wertsteigerung der autonomen Jugendkultur Schönebergs. Und der ESF finanzierten Kreativwerkstatt, die diesen Prozess betreibt.“

Das Marketing hat sich dem Imagefilm verschrieben.“ – „Dann soll das Videoteam eben genau diesen Prozess begleiten und einfangen. Hier ist das verdammte Skript!“

Die Kreativwerksatt soll eine Plattform sein, ein Netzwerk, das die verschiedenen Aspekte der kreativen Schöpfung, der Produktion und der Verwertung zusammen führt. Das ist, was wir hiermit machen!“

Alles liegt offen… vor Dir ausgebreitet… Du musst nur den Weg gehen.“ – „Das soll ne Hook sein? Geht ja gar nicht.“

Ich will die hexadezimale Punk-Quinte in Wellenform.“ – „Was n das wieder für n Scheiss?“ – „Also, Hexadezimal ist einfach: Wir haben 16 Szenen, die den Takt vorgeben sollen. Das macht Hexameter: dadá dadá dadá dada, dadá dadá dadá dada. Alle fünf Schläge reimen sich – das sollte einen Schüttelreim ergeben – das ist die (Punk-/Müll-)Quinte.“

Und die Wellenform?“ – „die ergibt sich aus dem Gimple-gedrehten One-Shot des Imagefilms.“ – „So n Müll!“ – „genau. Wenn das das beste ist, was von uns präkären Sozialfällen, erwartet wird, dann kriegen sie das auch.“

Produktion! Für den Konsum. – Müll für die Tonne! Wegwerfgesellschaft. Kreativität und Schöpfung wird untergeordnet und ausgebeutet. Hin zum Einheitsmatsch! – Marketing, quetsch sie aus!“

Sozialstaat, beschäftige sie… damit sie sich einordnen! Bloß nichts änderrn. Jeder muss funktionieren… produzieren… nach den Regeln des Systems… des Marktes…“

 

(Alan Ginsberg´s Howl)“

Diffraction, diffraction…“

Maule, Paule…“

Ich will immer noch die identifizierten Songs drin haben.“

Was willste denn davon haben? – Die geben doch nur eine Stimmung wieder. Zieh die Mechanismen der Songs für die Stimmung raus und bau sie in den Sountrack ein.“ – „Argh, wie geht denn das?“

Jordi und Jomi können das. Das ist ihr Geschäft. Die machen das.“

Die leben davon. Die müssen ihren Marktwert verteidigen.“

Urgh – dann sollen sie sich bezahlen lassen, dass wir das Kind bis Ende März schaukeln, im Kasten haben. Dann machen sie eben einen Extra-Workshop und lassen sich den vom ESF bezahlen. Dass hier endlich auch mal was gscheites produziert wird.“

Es gibt kein extra Geld!“

Doch. Wir nehmen das als Vorschuss auf das Preisgeld, das wir mit der Kreativwerkstatt als Vorzeige-Projekt des ESF gewinnen werden!“

Träum weiter.“ – „Make it (a-) Happening…“

Jeden Tag, den die Potse noch nicht im Hochbunker ist, schmeisst die Bezirkskasse €600 in den luxemburgischen Firmenbriefkasten.”

Können wir uns jetzt mal wieder auf´s Marketing konzentrieren?“

Vermarktung widert mich an. Kreativität ist keine Frage des Angebots und der Nachfrage.“

Dann nenn´s doch Verwertung, Wertschöpfung.“

Ja, es geht darum, 1. zu kreieren, 2. Kreation zu produzieren, in ein Produkt zu passen und 3. jemanden zu finden, der oder die diesem Produkt einen Wert beimisst.“ –

Die Marketing-Aufgabe der Kreativwirtschaft ist den Markt zu gestalten.“ – „Was bedeutet das jetzt schon wieder?“ – „Weiss ich auch nicht, fiel mir gerade nur so ein.“ – „Welchen Markt?“

Wie findet sich dieser jemand, etwa durch die sozialen Netzwerke?“ – „Sicher doch nur bedingt. Soziale Netzwerke sind doch reine Werbeplattformen, dort werden doch keine Produkte gehandelt.“ – „Und wenn, dann drücken sie eher den Preis, es ergibt sich eine Wertminderung, als Massenprodukt, keine Wertsteigerung.“

Ich bin dieser jemand, der dem Produkt Soundtrack der Jomi Gruppe einen Wert beimisst.“ – „aber du kannst den Preis nicht bezahlen.“ – „Das Gesamtprodukt, das Hörspiel bzw. das Happening, erfährt durch den Soundtrack eine Wertsteigerung. Die Wertsteigerung ist ein Effekt der kollaborativen Produktion individueller Kreationen.“

Der Song / Soundtrack erzählt die Geschichte der Besetzung des Hochbunkers aus einer weiteren persönlichen Perspektive, sagen wir Gunnars.“

Mal von nem anderen Blickpunkt: Was vermarkten wir hier eigentlich bzwu was wollen wir vermarkten? – Die Kreativwerkstatt, ist das unser Produkt? – Dann ist doch unserer Markt der der berufsvorbereitender Maßnahmen und unsere werbewirksame Zielgruppe jene der Einkäufer. – Oder es sind die individuellen Produkte, die eben so verschiedenartig sind, als dass sie jeweils einen eigenen Markt haben.“

Oder wir sind eben eine Werbeargentur.“

Nochmal: es geht um 1. kreative Schöpfung, 2 Produktenwicklung / Produktion und 3. Verwertung (inkl. Marketing). Es geht darum, dass 1. individuelle Kreativität geweckt wird, von einer Gruppe in ein in sich geschlossenes Produkt gegossen wird, und 3. aus diesem Produkt – oder auch der Produktion, dem Prozess – ein Wert geschöpft wird. Wenn 1. eine vornehmliche Frage der Persönlichkeit und der (invidviduellen) Wahrnehmung ist, 2. eine des Privaten / Besitzes, weil abgeschlossene, gesellschaftliche Gruppe, dann ist 3. der zu erwirtschaftende Wert einer der Öffentlichkeit. – Was nicht heißen soll, dass der Öffentlichkeit, dem Gemeinwohl, nicht auch durch eine individuell-persönliche oder einer privatwirtschaftlichen Wertsteigerung mittelbar Gutes getan werden kann.

Du kannst dich nicht in einen Gruppenprozess einfinden.“ – „weil jeder Gruppenprozess, vielleicht sogar jeder Prozess in einer der drei Kategorien, tendenziell selbst-referenziell ist, vornehmlich dazu führt, sich selbst zu erhöhen.

Ich versteh dich.“ – „Nein, tust du nicht. Mach dir da nichts vor. Du kannst mich gar nicht verstehen, und du sollst mir nicht mein Verständnis von meiner eigenen Wahrnehmung vorweg greifen. Wenn ich mich selbst nicht verstehe. Oder wenn, was ich verstehe, falsch ist oder noch nicht (öffentlich) bestätigt ist, ins Allgemeinwissen über gegangen ist.“

Du proklamierst einen Totalitarismus.“ – „Nein, ich anerkenne den Totalitarismus – des Systems, des Molochs!“

darf ich hier mal bitte zusammenfassen: Es geht also um

1. individuelle Kreativität

2. soziale Produktivität und

3. gemeinschaftliche Wertschöpfung“

das erinnert mich an den Antrag ´Wertschätzung des Drugstores ist Wertschöpfung´“

das ist wie

Potse & Drugstore

Instandbesetzen

Den Hochbunker in der Pallasstrasse.“

„eher wie

Struktur

Funktion

Vorgang…“

können wir nicht wieder auf die Musik zurückkommen?“

ist doch ganz einfach: Den Themesong kreiiert Gunnar und produziert Jomis Gruppe, so dass wir mit dem Hörspiel ein gemeinschaftlichen Wert schaffen….

Dann brauchen wir noch den Michael Müller Song von Olaf als Hintergrundmusik der Diskussionen in Szene 5 und für den Richard Strauss-turned-into-Punk davor.“

Das war so aber nicht geplant.“ – „Dann ist es jetzt so geplant.“

Was haste denn für den Punk-Song?“

reflect… Fresnel diffraction,… Feyman´s Law of Least Action: The end is nigh, let´s get high, that´s the way, you must go – n Scheiss muss ich – … Recollect… fuck the reaction,…

sind ja nur n paar Sekunden, dass was röhren muss“

Pots-Blitz

a HAPPENING

Die (Instand-)Besetzung des Hochbunkers in der Pallasstrasse durch die Jugendlichen von Potse & Drugstore ist die folgerichtigste aller Möglichkeiten gegeben die Umstände, wie sie sich Anfang 2019 präsentieren.

Welches sind denn diese Umstände? – Trotz großem überparteilichen Wohlwollen aus der Bezirkspolitik, dem öffentlichen Druck und Mietzahlungen an den Spekulanten in Höhe von €450.000 war es den beiden Jugendkollektiven über die letzten drei Jahre nicht möglich, adäquate Ersatz-Räumlichkeiten zu finden. Zuletzt wurden sie Spielball der Linkspartei, die versuchte, die bislang bei der bezirklichen Jugendarbeit angesiedelten Kollektive auf Landesebene zu liften. Nachdem verschiedene wohlmeinende Interessengruppen verschieden Objekte, wie das Flughafengebäude Tempelhof oder auch einen Neubau im Nelly-Sachs-Park in die Debatte geworfen haben, konzentriert die Linkspartei die Kräfte nun auf die Potsdamer Str.140. Dieses Gebäude gehört der BIM und ist nutzungsbestimmt für die Finanzverwaltung. Es konkurriert damit im weiteren Sinne mit dem Rathaus Friedenau, welches trotz Zwischennutzung als Geflüchtetenunterkunft nach wie vor vom Abgeordnetenhaus ebenfalls für die Finanzverwaltung nutzungsbestimmt ist. Hinzu kommt, dass das Gebäude in der Potsdamer Str. 140 gemäß den strengen und teuren Auflagen des §47f der Berliner Bauordnung herzurichten wäre, wohingegen der Hochbunker flexibel und zweckmäßig als Sonderbau nach §51 behandelt werden könnte.

Gegen die Interessen des kommunalen (bezirklichen) Verbleibs von Potse und Drugstore sprecht außer intrinsischen – und situativ machtpolitisch – zentralistischen Dogmen der Linken die Vorstellung einer gemeinsamen politisierten Berliner Jugendkultur, wie sie sich mit Solidaritätskundgebungen mit dem Syndikat, Liebig u.a. darstellt, und mit der Idee, die autonome (West-)Berliner Jugendkultur unter Weltkulturerbe zu stellen, den Weg beschreitet. Es ist dieser Widerspruch der Einheit der Stadt und der Jugendkultur einerseits und den real-existierenden Möglichkeiten der Promotion und pragmatischer Nutzung von (kommunaler / bezirklicher) Autonomie, der sich in der Problematik von Potse & Drugstore widerspiegelt.

An der Durchführung dieser Aktion muss sich die autonome Jugendkultur messen. Wird sie sich aber überhaupt messen lassen? Vergibt sie sich nicht vielmehr die Chance, eigen Wege zu finden?

Der Kategorische Imperativ

handle immer so, dass die Maxime deines Tuns Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könne.

ist revolutionär insofern, als dass er eine gott-unabhängige Autorität erlaubte, eine mensch- und individuumbekräftigende.

Eine solche Interpretation deutet schon auf die Bedeutung für die “allgemeine Gesetzgebung” hin, viel mehr als für eine individuelle Handlungsanweisung. Denn die Frage, die sich mit dem kategorischen Imperativ zunächst und insbesondere stellt, ist: Was ist bzw. was soll die Grundlage für eine allgemeine Gesetzgebung sein?

Kant´s Antwort darauf ist also

  1. das individuelle Handeln,
  2. die Maxime, das Ziel, die Wirkung des individuellen Handelns,Tuns und Machens
  3. die Summe davon: das Integral über aller Menschens Tun

ich diskreditiere: weg von diskreter Mathematik, Quanten und Privatinteressen

Dieses Integral ist die kinetische Energie des Lagrange-Formalismus

sowie die Beschäftigung in der Gleichung.

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Moloch, Moloch!“

Potse & Drugstore instand#besetzen den Hochbunker in der Pallasstasse, kurz: Pots-Blitz, ist ein Happening, kreiert, produziert und verwertet von der Kreativwerkstatt MaVision@MiMaiMix.de.

Ein Happening,
ein Sit-in,
ein Teach-in,
… fuck ihn!

I just know that something good is going to happen…” singt Kate Bush über Wilhelm Reich. “Make it happen,” may probably alread been taken. Make a happening, the making of a happening, make something good is going to a-happening.

Was passiert? – Es passiert, dass der Hochbunker von der autonomen Jugendkultur West-Berlins vereinnahmt wird. Inwieweit Gruppen wie die beiden Jugendkollektive Potse und Drugstore, der SSB oder politische Parteien, inwieweit die Vereinnahmung selbstgesteuert oder reflexiv statt findet, gilt es zu konstruieren.

cogito ergo sum: Funktion – Wirkung – Subjekt

Die Wirkung ist der Wellengang, ein stationäres Funktional. Die Vernunft, das Gemeinwohl, der Leviatan, das Über-Ich…
Das Subjekt ist das empfindsame Individuum, das Ego…

Systemik´s auf dem Weg vom Ist zum Soll

was will der Mensch?

– machen und wirken.

– wahr genommen werden? Sich selber spühren?

Also nochmal: Ich hab 2015 den BVV Antrag gestellt und den Beschluss, entgegen zwei konkurrierende Anträge u.a. von den Linken, herbeigeführt, der es Potse & Drugstore erlaubte, weitere drei Jahren in ihren angestammten Räumlichkeiten zu bleiben. Außerdem zeigte ich einen Weg auf, der eine langfristige Lösung erlaubte – nämlich durch Kultur- und Flüchtlingsarbeit. Dieser Herausforderung haben sich die Jugendclubs unter Leitung des SSBs entzogen und dabei dem privatwirtschaftlichen Sektor das Feld überlassen.

Hallo Kollektiv,

– Kollektiv? Mit wem spreche ich eigentlich? Mit dem Geist der autonomen Jugendkultur West-Berlins? Schön wär´s, ist aber nicht so. Statt dessen spreche ich zu einem informell ausgewählten Kreis von Individuen, die sich der Verwaltung der autonomen Jugendkultur verpflichtet fühlen. Diese Verwaltung wiederum hat die Form eines Trägervereins der bezirklichen Jugendarbeit.

Auf mich wurde zugekommen, um mir mitzuteilen, dass meine Anwesenheit bei Veranstaltungen von Potse und Drugstore nicht mehr erwünscht sei. Ich solle mich auf einer der Plena-Sitzungen verteidigen. Dem werde ich nicht nach kommen. Warum sollte ich (…mir das antun / mich mit Ignoranten auseinander setzen)? Lange genug hab ich meine persönlichen und professionellen Energien dafür eingesetzt, Potse und Drugstore zu befähigen, die autonome Jugendkultur in Schöneberg zu leben. Potse und Drugstore haben mir gegenüber eine Bringschuld.

Der Stein des Anstoßes sei unlautere Kritik an dem Trägerverein, die ich im Rahmen einer fiktiven Geschichte über die Besetzung des Hochbunkers durch die autonome Jugend, artikuliere. Es ist absurd, dass die Artikulation von Kritik an bestehenden Herrschaftsverhältnissen von links-autonomen Anarchisten sanktioniert werden soll. Es ist traurig, dass von diesen freiheitsliebenden Menschen nicht einmal die Kunst mehr als Freiraum anerkannt wird, eine solche Kritik zu äußern. Ich muss mich folglich ernsthaft fragen, inwieweit Potse und Drugstore den Geist einer autonomen Jugendkultur beleben können.

Nochmal: Als Repräsentant des Gemeinwohls habe ich ein großes Interesse an der Belebung der autonomen Jugendkultur in Schöneberg. Als Anarchist habe ich hingegen kein Interesse an informellen oder intransparenten Hierarchien, selbstgerechter Vereinsmeierei und bürokratischer Selbstbeschäftigung. Als Facilitator der Räumlichkeiten der letzten drei Jahre gemäß Beschluss Drs 1633/XIX sowie Initiator des Einwohnerantrags und des „Happenings“ Pots-Blitz lasse ich mich gerne einladen und bitten, die strategisch-taktischen Überlegungen hinter diesen Initiativen darzulegen.

Potcast Pots-Cast

Euler Lagrangian und der Artikel 13

Geistiges Eigentum ist ein wachsender Markt, zum Nutzen des Individuums, der Privatinteressen und der Öffentlichkeit. Die Stakeholder partizipieren zu verschiedenen Teilen und Magnituden an dieser Entwicklung.

Drawing 1: Spektrum

Es geht um den Pfad der stationären Wirkung.

Das Phase-Zeit Diagramm eines Pendulums ist ein Kreis.“ Quatsch, das ist eine Sinus Welle…“ Die im Kreisspektrum einen Kreis ergibt“ alles ergibt in einem Kreisdiagramm einen Kreis.“ „Worauf ich hinaus will ist, dass der Kreisbogen, den das Pendulum beschreibt, dasselbe Pi ist, wie jenes, das den Meanderverlauf eines Flusses von der Quelle zur Mündung beschreibt.“

Zurück zum wachenden Markt für geistiges Eigentum: also, die Magnitude nimmt zu. Wir stellen uns eine Sphäre vor mit den Koordinaten x, Y und Y‘. Die Sphäre oszilliert…

Die Sonne ist ein Wirkunsfunktional!

Alles, was (logisch) vorstellbar ist, ist Tatsache: die wahre, begründete Meinung.

Naja, die Frage ist schon, ob die Relation von Individuum, Privatinteressen und Gemeinheit nicht übereinander, wie bei einer Zwiebel sich verhalten.

Wie bedingen sich das ganze, seine Teile und seine einzelne Elemente gegenseitig.

Deshalb transformieren wir das Koordinatensystem. So dass die drei Aspekte von den drei Achsen beschrieben werden. Das mag einen Elypsoid ergeben, weil die Aspekte sich teilweise selbst entalten…

Nein, davon möchte ich weg. Weg von der Vorstellung, dass die Öffentlichkeit die Menge aller ihrer Elemente ist, sowie die Menge aller derer Verbindungen. Die Öffentlichkeit at andere, durchaus gemeinsame aber immer ihr zueigne Charakteristika.

Jede Information ist eine (sozial) gesteuerte (öffentliche) Wirkung auf ein (individuelles) Subjekt.

Das Ziel ist die Mäßigung, das war schon immer bekannt. Dazu braucht es keine Wissenschaftler. Die Promotion der empirischen Wissenschaft hat es nicht geschafft, das Ziel zu erreichen. Im Gegenteil.

Sicherlich wird dem Individuum mit den Publikationsmöglichkeiten etc. viel rössere Freiheiten und Selbstbestimmtheit eingeräumt. Aber die emeinscaft muss dem Individuum auch die Kapazitäten an die and eben, diese Freiheiten zu nutzen. Wie es jetzt ist, muss sich das Individuum um eine private Krankenversickerung, Telefonanschluss, Rundfunk,.. kümmern. Das braucht massig Zeit und Einkommen.

Was braucht’s (Nutzung optimieren)

 

Was ist? (Wahrnehmung schärfen)

 

Ein bisschen Theorie zum Hörspiel:

Ein Spektrum von Spiel zu Buch,

wobei die Musik am spielerischen Ende des Spektrums ist, die Geräusche, von atmosphärisch bis akzentuiert, dazwischen und die Dialoge und die Narrative am anderen Ende.

I. Konzept

II. Dokument

1. Objektive: Ich möchte die autonome Jugendkultur bilden.

2. Ergebnis: Potse und Drugstore machen sich den Hocbunker zu Eigen;

Ich manage die autonome Jugendkultur aus der G87 heraus;

Ich bin angestellt bei der Kreativwerkstatt.

2. Programm: Systemix auf dem Weg vom Ist zum Soll

Von Brainstorm:

  1. Projekt(Zyklen)Management
  • nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit
  • Konflikttransformation
  1. SystEMIK, Kybernetik
  • Mathematik
  1. Kunst, Musik, Therapie
  2. Universalschema
  • Methode
  • Didaktik

Interkonnekting Mindmap wird zum Programm der emisch-systemischen Prozesssteuerung

Programm Weiterbildung Öffentlichkeitsarbeit

weil gemeinwohlorientierte Öffentlichkeitsarbeit vom Gemeinwesen finanziert wird. (siee nicht-kommerzieller Wettbewerb der Ideen)

Kampagnen

Event-Management

Social Media Productions

Projekt-Zyklen-Management

3. Organisation

Ich werde bei der Kreativwerkstatt angestellt,

finanziert nach SGBII 16e und aus dem ESF

4. Narrative

Der Ich-Erzähler ist ein isländischer Gaststudent, der sic mit einer Berliner Socialite einlässt, die im Laufe der Geschichte jedoch größeren Gefallen findet an dem Sohn eines Verwaltungsbeamten. Es ist eine Parabel für die Rollenverteilung und -findung in der post-materialistischen Gesellschaft Berlins. Sie erzählt die Geschickte der Verteidigung der Roten Insel und entwickelt die emisch-systemische Prozesssteuerung.

Produktentwicklung

Europäischer Sozialfonds

J.: Ich fühle mich persönlich beleidigt, wenn ich das N.-Wort höre. – Selbst wenn es als Eigenbezeichnung verwendet wird. Ich möchte nicht assoziiert werden mit einer Produktion, die mit dem N,.Wort arbeitet. – Allein schon, weil ich mich nicht andauernd rechtfertigen müssen will.

  • Kunst darf / muss schmerzen.

  • Es ist ein dramaturgisches Stilmittel.

  • Jemandem rutscht das N.-Wort in der Hitze des Wortgefechts heraus.
  • Anstelle sich um das Problem der Obdachlosigkeit zu (diskursiv) zu kümmern – oder den Plan der Instandbesetzung des Hochbunkers zu diskutieren – wird die Rhetorik sanktioniert.

  • Dazu noch ebenso unbefriedigend bzw. falsch („PoCs“) – was tatsächlich einmal als emanzipatorischer Begriff eingeführt wurde, wird heute als verniedlichend verstanden.

Wir unterstellen dir nicht Rassismus…

  • Müsst ihr aber vielleicht, wenn ich mich weiter uneinsichtig zeige. Gefährlicher als sture Anarchisten sind rückgratlose Schleimer. Bellende Hunde beißen nicht.

  • Wie wollt ihr denn genannt werden? – Schwarze, Afrikaner, wo kommst du her..??? – In Amerika benennen sich Schwarze selbst mit dem N.-Wort, weil sie sagen, sie nehmen dem Wort damit die beleidigende Bedeutung.

  • Es geht darum, die Sprache zu regulieren, um damit Denkmuster zu durchbrechen. – Ich weiß nicht, ob das Überhaupt möglich ist: In Ostdeutschland glaubte auch niemand an den Mythos des antifaschistischen Schutzwalls… – oder wünschenswert...

4 thoughts on “the making of…

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